Flagge von Österreich
FIFA
#22
Gruppe J Europa

Österreich

AUS Trainer: Ralf Rangnick
WM-Sieg Quote
151.00

Österreich bei der WM 2026

28 Jahre sind eine lange Zeit. So lange hat es seit dem Vorrunden-Aus in Frankreich 1998 gedauert, bis das ÖFB-Team wieder bei einer Fußball-Weltmeisterschaft dabei ist. Die achte WM-Teilnahme Österreichs führt im Sommer 2026 nach Nordamerika – und in eine Gruppe, die zwischen Weltmeister und WM-Neuling so ziemlich alles aufbietet, was ein Turnier sportlich bieten kann. In der FIFA-Weltrangliste steht Österreich vor dem Turnier auf Platz 24, in Gruppe J warten Argentinien, Algerien und Jordanien. Was heißt das für das Turnier aus österreichischer Sicht? Und wie ordnen die Buchmacher die Mannschaft von Ralf Rangnick ein? Der Überblick geht der Reihe nach durch Historie, Gruppe, Spielplan, Kader, Trainer und Quoten.

Österreich bei der WM: der Weg zur achten Teilnahme

Sieben WM-Endrunden hat Österreich bisher gespielt. Die Premiere liegt fast ein Jahrhundert zurück: 1934 in Italien erreichte das „Wunderteam" den vierten Platz. Zwanzig Jahre später in der Schweiz wurde es noch besser – 1954 sicherte sich Österreich Bronze, bis heute die beste Platzierung bei einer Weltmeisterschaft. Danach wurde es dünner. 1958 Vorrunde, lange Pause, 1978 das legendäre Córdoba gegen Deutschland, 1982 und 1990 jeweils das Aus in der Vorrunde bzw. Zwischenrunde, und dann noch einmal 1998 in Frankreich: Vorrunden-Aus in einer Gruppe mit Italien, Chile und Kamerun, das Ivica-Vastic-Tor in der Nachspielzeit gegen Chile als dauerhaft zitiertes Bild.

Danach der Riss. Vier erfolglose Qualifikationen in Folge, zwischendurch die EM 2008 als Co-Gastgeber und sportlich eine lange Phase, in der das Team nicht einmal annähernd an den Turnierrang der Vorgängergenerationen anknüpfen konnte. Die Quali-Kampagne für die WM 2022 endete im Play-off, die für 2018 in der Gruppe mit Serbien und Irland noch deutlicher.

Dass 2026 überhaupt wieder dazugehört, liegt an einer Qualifikation, die unter Ralf Rangnick sportlich deutlich souveräner ablief als die meisten Kampagnen der Nachwendezeit. Die Rahmendaten des Turniers selbst sind neu: 48 Teams statt 32, verteilt auf 12 Gruppen à vier Mannschaften, Turnier vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 in den USA, Kanada und Mexiko. Aus jeder Gruppe ziehen die ersten beiden Teams direkt weiter, dazu kommen die acht besten Gruppendritten. Die K.-o.-Runde beginnt also nicht mehr im Achtelfinale, sondern im Sechzehntelfinale (Round of 32). Für Österreich verändert dieser Modus die Rechnung spürbar.

Gruppe J bei der WM 2026: Österreichs Gegner im Überblick

Gruppe J ist eine dieser Gruppen, in denen zwei Rollen schon vor dem Anpfiff ziemlich klar verteilt sind und die spannenden Fragen in der Mitte liegen. Argentinien als amtierender Weltmeister ist gesetzt, Jordanien als WM-Neuling steht mit großem Abstand hinten. Dazwischen kämpfen Österreich und Algerien um den zweiten direkten Platz – und über den Umweg „bester Gruppendritter" vielleicht auch beide gleichzeitig um ein Weiterkommen.

Argentinien: der amtierende Weltmeister als Gruppenkopf

Argentinien kam als Titelverteidiger von Katar 2022 in diese Gruppe, und die Rolle als Favorit ist unmissverständlich. Die Quote auf den Gruppensieg liegt bei 1.33 – das ist in der Welt der Wettbörsen praktisch ein Formsatz. Auf den Titel wird die Albiceleste ebenfalls zu den engsten Kandidaten gezählt: 8.95 bedeutet in etwa gleichauf mit Brasilien (ebenfalls 8.95), knapp hinter den Top-Favoriten Spanien (5.45), Frankreich (6.45) und England (7.05).

Sportlich hat sich seit dem Titel 2022 einiges verändert, vor allem in der Generationenfrage. Die Mannschaft wird jünger, das Team bleibt aber eines der ballsichersten im Turnier. Für Österreich bedeutet das Spiel am 22.06.2026 um 19:00 MESZ vor allem: ein sehr unangenehmer Gegner auf dem Papier, aber eben auch der einzige Gruppentermin zur österreichischen Prime-Time.

Algerien: der direkte Konkurrent

Algerien ist der sportlich nächste Gegner Österreichs in dieser Gruppe. Beim Afrika-Cup zählt das Team seit Jahren zur erweiterten Spitze, die Liste der Schlüsselspieler liest sich mit Europa-Profis aus den großen fünf Ligen ordentlich. Physisch robust, technisch sauber, in den Umschaltmomenten oft gefährlich – das ist das übliche Profil. Die Quote auf den Gruppensieg liegt bei 6.50, nur eine Stufe über Österreichs 5.50. Das sagt mehr über die Buchmacher-Einschätzung zu Platz 2 als über Argentiniens Rolle: Zwischen den beiden Mannschaften gibt es kaum Licht, und das Spiel am 28.06.2026 um 04:00 MESZ wird in den meisten Szenarien über das Weiterkommen entscheiden.

Jordanien: WM-Neuling, aber kein Selbstläufer

Jordanien ist zum ersten Mal bei einer WM dabei. Eine gute sportliche Geschichte, aber es ändert nichts daran, dass die Mannschaft in der internationalen Spitze bisher wenig zu bestellen hatte. Beim Asien-Cup 2024 stand das Team überraschend im Endspiel, und daraus hat sich der Ruf als „unangenehmer Gegner" entwickelt. Tief stehend, kompakt, wenig Ballbesitz, viele lange Bälle – das ist die gängige Blaupause.

Die Quote auf den Gruppensieg liegt bei 41.00, die Einschätzung als klarer Außenseiter ist also kein Geheimnis. Wettbörsen neigen in diesen Konstellationen dazu, die Favoriten eher zu knapp zu halten, weil auch Außenseiter bei Turnieren Punkte holen. Österreich muss gegen solche Gegner trotzdem erstmal liefern, und die EM 2024 hat gezeigt, dass genau diese Spielart dem Rangnick-Team nicht am besten liegt.

Der ÖFB-Spielplan bei der WM 2026

Drei Vorrundenspiele, drei völlig unterschiedliche Anstoßzeiten in Österreich – das ist eine direkte Folge der Austragung in Nordamerika. Nur die Partie gegen Argentinien liegt in der klassischen Prime-Time, die beiden anderen Termine verlangen entweder sehr frühes Aufstehen oder eine lange Nacht.

Datum

Anstoß (MESZ)

Partie

17.06.2026

06:00

Österreich – Jordanien

22.06.2026

19:00

Argentinien – Österreich

28.06.2026

04:00

Algerien – Österreich

Die Dramaturgie ist ziemlich eindeutig, was den Schwierigkeitsgrad angeht. Auftakt gegen Jordanien, auf dem Papier die leichteste Aufgabe der Gruppe. Mittelpartie gegen den Weltmeister, also das sportlich härteste Spiel – eines, bei dem Punkte ein Bonus wären, aber nicht eingeplant sind. Abschluss gegen Algerien, das sportlich entscheidende Duell in einem direkten Kampf um Platz 2.

Was die Buchmacher zum Auftakt sagen, lässt sich kompakt zeigen. Im Spiel gegen Jordanien liegt die Quote auf einen österreichischen Sieg bei 1.34, das Unentschieden bei 5.20, ein Jordanien-Sieg bei 8.23. Die Torlinie 2.5 notiert mit 1.63 (über) und 2.29 (unter) eine Tendenz zum höheren Scoring. Eine Empfehlung ist das nicht, eine Einordnung schon: Die Rollenverteilung in diesem Spiel ist klar, das Aufgabenprofil für Österreich – Favoritenrolle in einem Auftaktspiel um 06:00 Uhr Ortszeit Europa – allerdings nicht trivial.

Der ÖFB-Kader für die WM 2026

Der Kader, mit dem Ralf Rangnick in die USA reist, liest sich weitgehend wie ein Best-of der Bundesliga plus ein paar Abstecher in die Premier League und nach La Liga. Fast alle Stammspieler stehen bei Klubs, die in ihren Ligen Europa-Plätze spielen. Der Gesamteindruck: solider europäischer Mittelbau mit ein paar klaren Einzelkönnern, aber ohne einen international gesetzten Topstürmer in der Form eines Kane oder Lautaro.

Die höchsten Marktwerte im Kader liegen bei Konrad Laimer (32,00 Mio. €), Christoph Baumgartner (30,00 Mio. €), Nicolas Seiwald (22,00 Mio. €), Kevin Danso (20,00 Mio. €) und Carney Chukwuemeka (ebenfalls 20,00 Mio. €). Das zeigt schon ein Muster: Die Achse läuft durch Defensive und Mittelfeld, nicht über den Angriff.

Defensive: Danso, Alaba, Lienhart, Friedl

Im Tor wird Alexander Schlager aus Salzburg gesetzt sein, dahinter warten Patrick Pentz, Tobias Lawal und Florian Wiegele – eher Kandidaten für den Kader als für Einsatzminuten. In der Innenverteidigung hat Rangnick mehr Optionen, als er Plätze zu vergeben hat. Kevin Danso ist der physisch präsenteste Typ, Marco Friedl und Philipp Lienhart bringen Bundesliga-Routine mit, dazu kommen Stefan Posch, David Affengruber, Maximilian Wöber und Michael Svoboda.

Etwas speziell die Situation bei David Alaba: Real Madrid, aber Marktwert nur noch bei 3,50 Mio. €. Das ist das nüchterne Verdikt des Marktes nach zwei Kreuzbandrissen und stark reduzierter Einsatzzeit. Für ein Turnier kann seine Erfahrung trotzdem etwas wert sein – gesetzt ist er aber nicht mehr.

Auf den Außenbahnen dominieren zwei Namen: Phillipp Mwene (Mainz) auf links, Konrad Laimer (Bayern) auf rechts. Laimer ist mit 32,00 Mio. € der teuerste Spieler des Kaders und zugleich einer der wenigen mit konstanter Einsatzzeit in einer internationalen Topliga. Das wird in Nordamerika ein wichtiger Baustein sein.

Mittelfeld: Seiwald, Xaver Schlager, Baumgartner, Sabitzer

Das Zentrum ist die Abteilung, in der sich der Kader am dichtesten bevölkert zeigt. Nicolas Seiwald und Xaver Schlager bilden eine eingespielte Doppelsechs, daneben stehen Marcel Sabitzer (BVB) und der jüngere Carney Chukwuemeka als physischere Optionen. Florian Grillitsch (Braga) ist der Ballverteiler mit dem ruhigsten Fuß, Alessandro Schöpf ergänzt als Kaderspieler mit Routine.

Offensiver wird es mit Christoph Baumgartner, Paul Wanner und Romano Schmid. Baumgartner ist in der Länderspielbilanz Österreichs einer der treffsichersten Spieler und zugleich der zweitteuerste im Kader. Wanner ist die Jugendkarte: 2005 geboren, bei der PSV im Rhythmus, ein Spielertyp, der Rangnick in der Umschaltbewegung viel bringen kann. Alexander Prass komplettiert die Linksoffensive.

Angriff: Arnautovic, Gregoritsch, Kalajdzic, Wimmer

Vorne liegt die Schwachstelle des Kaders, wenn man es ehrlich ausbuchstabiert. Marko Arnautovic (Roter Stern Belgrad) ist 37, spielt also mit dem Ablaufdatum, und der Marktwert von 2,50 Mio. € spiegelt das. Sasa Kalajdzic (LASK) ist nach wiederholten Kreuzbandverletzungen zurück in Österreich und bei 2,00 Mio. € angekommen – ein Stürmertyp mit klarem Profil (groß, kopfballstark), aber ohne die Minutenauslastung eines gesetzten Nationalstürmers in einer Topliga. Michael Gregoritsch ist der Dritte im Bunde mit Bundesliga-Erfahrung.

Auf den Flügeln hat Patrick Wimmer die besten Karten auf rechts. Im Vergleich zu den Angriffsreihen, die Spanien, Frankreich oder England mitbringen werden, ist das ein ganz anderer Qualitätshorizont – das ist keine Abwertung, sondern eine Einordnung.

Trainer Ralf Rangnick und die Spielidee

Ralf Rangnick hat das Amt 2022 übernommen und dem ÖFB-Team eine klare Handschrift gegeben: hohes Pressing, schnelle Vertikalität nach Balleroberung, aus einer 4-2-3-1- oder 4-3-3-Grundordnung heraus. Das ist keine Neuerfindung des Fußballs, sondern ein System, das Rangnick seit Jahren bei Klubs und Nationalmannschaften durchgezogen hat. Das österreichische Team passt dazu relativ gut, weil viele Kernspieler aus Systemen kommen, in denen diese Idee in ähnlicher Form gespielt wird.

Die EM 2024 liefert die beste Referenz, an der sich das Turnierteam 2026 messen lassen muss. In der „Todesgruppe D" mit Frankreich, Niederlande und Polen wurde Österreich Gruppensieger. Der Verlauf: 0:1 gegen Frankreich, 3:1 gegen Polen, 3:2 gegen die Niederlande. Im Achtelfinale dann das Aus mit 1:2 gegen die Türkei, zwei Tore von Merih Demiral entschieden die Partie früh und spät. Die Lehre daraus ist doppeldeutig. Gegen ballsichere, hochpressende Gegner funktioniert das System sehr gut – wer das Spiel macht, liefert Österreich Räume. Gegen kompakte, tief stehende Gegner mit wenigen gezielten Umschaltmomenten wird es schwieriger. Genau das ist das Profil, mit dem Jordanien bei dieser WM auflaufen dürfte.

Hand aufs Herz: Der Schritt von „Gruppensieger im starken Feld" zu „echter Turniermannschaft im späten Turnierverlauf" steht bei diesem ÖFB-Team immer noch aus. Die EM 2024 endete im ersten K.-o.-Spiel. Ob das 2026 anders läuft, hängt weniger von der Tabellenlage nach der Vorrunde ab als vom K.-o.-Spielglück – und davon, wie die Mannschaft mit dem Druck umgeht, erstmals seit 1998 wieder in der heißen Phase einer WM zu stehen.

Österreich WM Wetten 2026: Langzeitmärkte und Einzelspielquoten

Die Quoten sind kein Tipp-Kompass, sondern die aggregierte Markt-Einschätzung – mit einer klaren Momentaufnahme: Stand 27.04.2026, also noch vor dem letzten Vorbereitungsfenster. Bis zum Anpfiff werden sich diese Werte bewegen, je nach Verletzungslage, Testspielen und schlicht dem Geld, das auf die verschiedenen Optionen fließt. Trotzdem sagen sie etwas Belastbares darüber aus, wie die Chancen verteilt sind.

Die Langzeitmärkte für Gruppe J fassen die Ausgangslage am besten zusammen:

Markt

Quote

Gruppensieg Argentinien

1.33

Gruppensieg Österreich

5.50

Gruppensieg Algerien

6.50

Gruppensieg Jordanien

41.00

Österreich qualifiziert für die K.-o.-Runde („Yes")

1.16

Österreich Gruppen-Aus („No")

5.05

Die interessanteste Zahl in dieser Tabelle ist die 1.16 auf das Weiterkommen. Das ist die klarste Aussage der ganzen Quotenwand: Der Markt sieht Platz 2 oder einen der acht besten Gruppendritten als sehr wahrscheinlich an, aber eben nicht als vollkommen gesetzt. Die Gegenquote 5.05 ist kein Absturz-Szenario, aber auch keine reine Fußnote – etwa jede fünfte Vorrunde würde nach Buchmacher-Modell in einem Gruppen-Aus enden.

Der zweite Blick gilt den Langzeitmärkten, die Österreichs möglichen Turnierverlauf abdecken. Hier setzt der Wettanbieter Weltbet auf eine etwas ungewöhnliche Darstellung: Die Quoten stehen darauf, in welcher Runde Österreich ausscheidet (bzw. wie weit das Team kommt).

Wo scheidet Österreich aus?

Quote

Aus in der Gruppenphase

5.00

Aus im Sechzehntelfinale (Round of 32)

1.61

Aus im Achtelfinale (Round of 16)

5.00

Aus im Viertelfinale

11.00

Aus im Halbfinale

28.90

Vize-Weltmeister

67.00

Weltmeister

150.00

Die Struktur dieser Wand ist der Dreiklang, den man bei einem Teilnehmer der zweiten Reihe erwartet: Sechzehntelfinal-Aus als wahrscheinlichstes Einzelszenario, Gruppen- und Achtelfinal-Aus als gleichwertige Alternativen, und ab dem Viertelfinale eine steile Quotenleiter. Bis zum Halbfinale ist der Abstand noch durchgehend, danach wird es schnell einstellig selten: 67.00 auf Vize, 150.00 auf den Titel sind Wetten auf einen sehr schmalen Pfad durch das K.-o.-Feld.

Mein Langzeit-Tipp: Österreich scheidet im Achtelfinale aus.

Die Begründung kommt nicht aus dem Quotenheft, sondern aus den drei Bausteinen, die in den vorherigen Abschnitten schon angerissen wurden. Erstens die Vorrunde: Jordanien ist sportlich klar unter Niveau, Algerien liegt mit der ÖFB-Auswahl auf einer Höhe, gegen Argentinien wird es schwierig Punkte mitzunehmen. Mit vier bis sechs Punkten kommt Österreich in dieser Konstellation als Zweiter oder als bester Dritter weiter – das ist keine Wettannahme, sondern die nüchterne Schätzung über drei Spiele gegen drei deutlich unterschiedlich starke Gegner.

Zweitens das Sechzehntelfinale. Die Round of 32 ist das neue Element der WM 2026, und sie verteilt die ersten K.-o.-Duelle eher entlang der Bracket-Logik als gegen die Top-Saatlinie. Im wahrscheinlichsten Auslosungsszenario trifft Österreich auf einen Drittplatzierten einer parallelen Gruppe oder auf einen Gruppenzweiten aus dem Mittelfeld – also auf einen Gegner, gegen den Rangnicks Pressing-System sehr ordentlich funktioniert. Dieses erste K.-o.-Spiel ist gewinnbar.

Drittens das Achtelfinale. Hier sortiert das Turnier dann die nächste Stufe ein, und der Bracket bringt fast zwangsläufig einen Gruppensieger aus dem Konternder- oder Favoritenkreis – Niederlande, Deutschland, Portugal, Brasilien oder ein Vergleichbarer. Das ist die Gegnerklasse, gegen die Österreichs Probleme schlagend werden. Vorne fehlt der Strafraumstürmer, der ein zähes K.-o.-Spiel allein entscheidet, wenn Pressing und Umschalten nicht durchgehend zünden. Die EM 2024 hat das exakt vorgeführt: Gegen die Türkei genügten zwei Standardsituationen, um die Mannschaft im ersten K.-o.-Spiel zu kippen. Gegen ein klar besser besetztes Top-Team in einem zweiten K.-o.-Spiel reicht der Kader von 2026 mit einer im Angriff kaum veränderten Substanz nach aller Wahrscheinlichkeit nicht.

Prognose: Wo Österreich bei der WM 2026 realistisch landet

Wenn man die einzelnen Kapitel zusammenzieht, ergibt sich ein ziemlich klares Bild. Die Buchmacher sehen Österreich in Gruppe J auf Platz 2 als wahrscheinlichste Lösung. Die 1.16 auf das Weiterkommen, die 5.50 auf den Gruppensieg und die zugehörige K.-o.-Linie ergeben zusammen das Profil einer Mannschaft, die mit hoher Wahrscheinlichkeit aus der Vorrunde kommt – mit Spielraum nach oben oder unten in den ersten beiden K.-o.-Runden.

Gegen Jordanien ist Österreich der klare Favorit, ohne dass das Spiel ein Selbstläufer wäre – Rangnicks System hat in der Vergangenheit gegen tief stehende, kompakte Gegner schon mehr gestottert, als es die Tabellenplatzierung vermuten lässt. Gegen Argentinien wird es mit aller Wahrscheinlichkeit eine Niederlage, das ist kein Drama. Das eigentliche Endspiel der Gruppe heißt Algerien, mitten in der Nacht, in einem Spiel, in dem die Quotendifferenz von 5.50 zu 6.50 zur sportlichen Realität passt: Dieses Duell ist offen.

Der Wahrscheinlichste Verlauf für die Gruppenphase: ein Sieg gegen Jordanien, eine Niederlage gegen Argentinien, ein offenes Spiel gegen Algerien, danach Platz 2 oder bester Dritter. Im Sechzehntelfinale trifft Österreich nach Bracket-Logik eher auf einen Drittplatzierten oder einen Gruppenzweiten aus dem Mittelfeld als auf einen Top-Gegner – ein Spiel, das Rangnicks System kontrolliert gewinnen kann. Im Achtelfinale wird es dann eng. Hier wartet mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Gruppensieger aus dem Konternder- oder Favoritenkreis – Niederlande, Deutschland, Portugal, je nach Auslosungslage.

Was gegen Österreich spricht, lässt sich kurz halten. Vorne fehlt der internationale Topstürmer, der ein enges K.-o.-Spiel allein entscheidet. Die Sturmreihe Arnautovic, Kalajdzic, Gregoritsch ist routiniert, aber keine, die im direkten Vergleich mit Mbappé, Kane oder Vinícius Spuren hinterlässt. Dazu kommt das EM-2024-Muster: Gruppenstark, im ersten K.-o.-Spiel raus.

Was für Österreich spricht, ist ähnlich nüchtern. Die Achse Laimer–Seiwald–Baumgartner steht so geschlossen auf hohem Bundesliga-Niveau wie kaum einmal in den vergangenen 20 Jahren. Mit Danso, Lienhart und Friedl ist die Innenverteidigung dreifach besetzt, und Rangnick hat bewiesen, dass er sein System auch unter Turnierdruck umsetzen kann.

Realistischer Erwartungskorridor: das Achtelfinale als wahrscheinlichste Endstation, das Viertelfinale als der gerade noch erreichbare Bonus, das Halbfinale als der Punkt, ab dem alles eine Überraschung wäre.

🌍
7
WM-Teilnahmen
🏆
0
WM-Titel
📊
#22
FIFA Ranking
🎯
J
Gruppe
Bestes WM-Ergebnis

Dritter 1954

Rekordhalter

Die erfolgreichsten Nationalspieler aller Zeiten

🏅 Rekordspieler

1
M. Arnautović
118
2
D. Alaba
105
3
M. Sabitzer
90
4
M. Gregoritsch
65
5
C. Baumgartner
58

Rekordtorschützen

1
M. Arnautović
40
2
M. Sabitzer
22
3
M. Gregoritsch
21
4
C. Baumgartner
19
5
D. Alaba
14

🎯 Vorlagenkönige

1
M. Arnautović
8
2
M. Sabitzer
8
3
D. Alaba
7
4
C. Baumgartner
7
5
S. Posch
5

WM 2026 Spiele

Alle 3 Partien von Österreich

1. Spieltag Gruppe J
Österreich Österreich
vs
Jordanien Jordanien
2. Spieltag Gruppe J
Argentinien Argentinien
vs
Österreich Österreich
3. Spieltag Gruppe J
Algerien Algerien
vs
Österreich Österreich

Kader

27 Spieler · Komplette Länderspiel-Karriere

🧤

Torwart

(4)
# Spieler Alter 🏅 Par. 90'
1
A. Schlager
29 25 26 22
13
P. Pentz
28 19 31 15
12
T. Lawal
25 1 1 1
12
N. Polster
23 0 0 -
🏅 = Länderspiele · Par. = Paraden · 90' = volle Spiele
🛡️

Verteidiger

(7)
# Spieler Alter 🏅 90'
8
D. Alaba
33 105 14 91
5
S. Posch
28 42 2 31
15
P. Lienhart
29 34 1 32
3
K. Danso
27 31 0 22
16
P. Mwene
31 26 0 21
2
M. Friedl
27 8 0 5
14
L. Querfeld
22 8 0 2
🏅 = Länderspiele · ⚽ = Tore · 90' = volle Spiele

Mittelfeld

(11)
# Spieler Alter 🏅 90'
9
M. Sabitzer
31 90 22 69
19
C. Baumgartner
26 58 19 45
10
F. Grillitsch
30 54 1 33
4
X. Schlager
28 47 4 35
20
K. Laimer
28 45 6 38
6
N. Seiwald
24 42 0 41
23
A. Schöpf
31 40 7 17
18
R. Schmid
25 29 3 17
23
A. Weimann
34 27 2 11
21
P. Wimmer
24 26 1 15
8
A. Prass
24 16 0 9
🏅 = Länderspiele · ⚽ = Tore · 90' = volle Spiele

Sturm

(5)
# Spieler Alter 🏅 90'
7
M. Arnautović
36 118 40 97
11
M. Gregoritsch
31 65 21 35
17
M. Grüll
27 11 0 4
22
R. Florucz
24 4 0 1
22
Nikolaus Wurmbrand
19 2 1 0
🏅 = Länderspiele · ⚽ = Tore · 90' = volle Spiele
973
Länderspiele
144
Tore gesamt
55
Assists gesamt
37
Ø Länderspiele
🎰

Auf Österreich wetten

WM-Sieger
151.00
Ranking
#22

Vergleiche die besten Quoten für Österreich bei der WM 2026 und sichere dir exklusive Bonusangebote bei geprüften Wettanbietern.