Flagge von Algerien
FIFA
#31
Gruppe J Afrika

Algerien

ALG Trainer: Vladimir Petković
WM-Sieg Quote
401.00

Algerien bei der WM 2026

Elf Jahre nach der bislang letzten WM-Teilnahme ist Algerien zurück auf der ganz großen Bühne. Den Auftakt macht ein Brocken: Am 17. Juni 2026 trifft die Mannschaft um 03:00 Uhr deutscher Zeit auf den amtierenden Weltmeister Argentinien. Es folgen zwei weitere Spiele in elf Tagen – gegen Jordanien und gegen Österreich. Drei Gegner, drei Klassen: ein klarer Favorit, ein WM-Debütant und ein europäischer Konkurrent auf Augenhöhe.

Wie Algerien zur WM 2026 zurückkehrt

Die letzte WM-Teilnahme der Wüstenfüchse liegt zwölf Jahre zurück. 2014 in Brasilien holte die Mannschaft drei Punkte aus der Vorrunde, schaltete sich erstmals in der Verbandsgeschichte ins Achtelfinale durch und verlor dort gegen Deutschland mit 1:2 nach Verlängerung. Die Qualifikationen 2018 (Russland) und 2022 (Katar) wurden danach beide verpasst. In dieser Lücke verlor die Generation um Yacine Brahimi, Sofiane Feghouli und Islam Slimani sportlich an Strahlkraft – und Algerien rutschte in der medialen Wahrnehmung zurück hinter andere afrikanische Schwergewichte wie Marokko, Senegal oder Ägypten.

Auch sportlich war die Kurve seit dem Afrika-Cup-Triumph 2019 alles andere als linear. Beim AfCON 2021 schied der Titelverteidiger nach drei Spielen mit nur einem Punkt aus. Beim AfCON 2023 folgte das nächste Vorrundenaus. Erst seit der Amtsübernahme von Vladimir Petković im Frühjahr 2024 hat sich die Mannschaft sichtbar stabilisiert.

Die Qualifikation für die WM 2026 lief deutlich runder. Algerien spielte in der CAF-Qualifikation in einer Gruppe mit Mosambik, Uganda, Botswana, Guinea und Somalia und ließ dort über die gesamten zehn Spieltage hinweg keine ernsthaften Zweifel am Gruppensieg aufkommen.

Was bleibt, ist eine ehrliche Standortbestimmung: Algerien gehört bei der WM 2026 zur erweiterten zweiten Reihe – nicht mehr und nicht weniger. Die Mannschaft hat genug Bundesliga- und Premier-League-Profis, um keinem Gegner unangenehm zu sein, aber sie hat aktuell auch keinen Spieler, der in einem Champions-League-Halbfinale gesetzt wäre. Mahrez ist seit 2023 in Saudi-Arabien (Al-Ahli), die jüngere Generation ist im europäischen Mittelbau verankert. Das ergibt zusammen: solide, aber kein Mitfavorit.

Trainer und sportliche Linie

Vladimir Petković übernahm im April 2024, nachdem das WM-Aus gegen Marokko unter Djamel Belmadi endgültig akzeptiert war. Der Schweizer mit kroatischen Wurzeln bringt Erfahrung aus der Bordeaux-Bundesliga-Schule mit – er führte die Schweiz 2016 in den EM-Achtelfinal-Krimi gegen Polen, gewann mit Lazio Rom 2013 die Coppa Italia und betreute später Girondins Bordeaux. Petković bevorzugt ein 4-2-3-1 mit kompaktem Mittelfeldzentrum und schnellen Außen. Seine Mannschaften stehen meistens defensiv gut – Spektakel ist nicht seine Handschrift.

Genau das passt zur algerischen Ausgangslage: gegen Argentinien wird die Mannschaft tief stehen müssen, gegen Jordanien wird sie das Spiel selbst machen, gegen Österreich wird es auf Mittelfeld-Duelle hinauslaufen. Petkovićs Spielidee deckt diese drei Szenarien grundsätzlich ab.

Gruppe J im sportlichen Vergleich

Gruppe J wird im 48er-Format der WM 2026 gespielt. Das bedeutet: zwölf Vierergruppen, jeweils die ersten beiden ziehen direkt ins Sechzehntelfinale (Round of 32), dazu kommen die acht besten Gruppendritten. Für Algerien heißt das in der Praxis: ein Sieg und ein Remis aus drei Spielen reichen mit hoher Wahrscheinlichkeit für die K.-o.-Runde.

Sportlich ist die Hierarchie klar geschichtet. Argentinien ist Weltmeister 2022 und Copa-América-Sieger 2024. Österreich war bei der EM 2024 Gruppensieger vor Frankreich, Niederlande und Polen, schied dann unglücklich im Achtelfinale gegen die Türkei aus – die Mannschaft um Marko Arnautović, David Alaba und Konrad Laimer gilt seitdem als kompakter europäischer Mittelständler mit Achtelfinal-Niveau plus X. Algerien liegt nach Quote und Marktwert zwischen Argentinien und Österreich, näher an Österreich. Jordanien ist WM-Debütant und kommt frisch vom Asien-Cup-Finale 2024 (1:3 gegen Katar), was eine ordentliche Visitenkarte ist – aber eben kein WM-Niveau auf Augenhöhe mit drei kontinental gestandenen Verbänden.

Mannschaft

Gruppensieger-Quote

WM-Sieger-Quote

Letzte WM-Teilnahme

Argentinien

1.33

8.95

2022 (Sieger)

Österreich

5.50

150.00

2018 (Vorrunde)

Algerien

6.50

375.00

2014 (Achtelfinale)

Jordanien

41.00

– (n/a)

Debüt

Alle Quoten Stand: 27.04.2026, Weltbet.

Was an dieser Tabelle auffällt: Der Abstand zwischen Algeriens Gruppensieger-Quote (6.50) und der WM-Sieger-Quote (375.00) ist enorm. Der Wettmarkt traut der Mannschaft also durchaus zu, zumindest mal die Vorrunde zu überstehen, sieht aber jenseits davon kaum Substanz für einen tiefen K.-o.-Lauf. Bei Österreich sieht es ähnlich aus, nur eine Stufe höher angesiedelt.

Argentinien wird in dieser Gruppe wenig anbrennen lassen. Drei Siege in drei Spielen sind das wahrscheinliche Szenario, weshalb der Kampf um Platz zwei zwischen Algerien und Österreich entschieden wird – und das direkte Duell am 28. Juni darüber den größten Hebel hat.

Algeriens Kader – Marktwerte und Schlüsselspieler

Der Kader ist eine Mischung aus drei Jahrgängen: Routiniers wie Riyad Mahrez (35), Aïssa Mandi (34) und Ramy Bensebaini (31), der gestandene Mittelbau Mitte/Ende zwanzig (Boudaoui, Aouar, Amoura, Gouiri, Aït-Nouri) und eine junge Generation, die teilweise erst in den Bundesliga-Saisons 2024/25 und 2025/26 sichtbar wurde – allen voran Ibrahim Maza (20, Bayer Leverkusen) und Amin Chiakha (20).

Auffällig ist der Bundesliga-Block. Maza wechselte von Hertha BSC nach Leverkusen, Bensebaini steht bei Borussia Dortmund unter Vertrag, Farès Chaïbi spielt bei Eintracht Frankfurt, Mohamed Amoura bei Wolfsburg und Adil Aouchiche bei Schalke 04. Fünf Bundesliga-Vereine in einem WM-Kader sind selbst für afrikanische Top-Nationen ungewöhnlich viel.

Den höchsten Marktwert teilen sich zwei Spieler: Ibrahim Maza und Rayan Aït-Nouri, beide mit 40,00 Mio. €. Aït-Nouri war im Sommer 2025 von Wolverhampton zu Manchester City gewechselt, Maza hat in Leverkusen seine erste komplette Bundesliga-Saison hinter sich gebracht und sich vom Talent zum Mittelfeld-Stützpfeiler entwickelt – jedenfalls aus Marktwert-Perspektive.

Tor und Abwehr

Im Tor steht Algerien vor einer offenen Frage. Luca Zidane (27, Granada) ist der Spieler mit dem höchsten Marktwert auf dieser Position – aber 1,00 Mio. € sind für einen WM-Stammtorhüter eher unterer Durchschnitt. Anthony Mandréa (29) und Melvin Mastil (26) sind Zweitliga-Niveau, der 19-jährige Kilian Belazzoug von Stade Rennes hat noch keine etablierte Nationalmannschafts-Erfahrung. Petković muss vor dem Turnier eine Festlegung treffen, weil ein offenes Torwartduell bei einer WM selten gut endet.

Die Innenverteidigung ist solide besetzt, ohne weltklasse zu sein. Bensebaini bringt Bundesliga-Niveau mit Champions-League-Erfahrung mit, Mandi hat bei Lille zuletzt fast jedes Pflichtspiel bestritten. Dahinter folgen Sohaib Naïr (24), Zineddine Belaid (27) und Achref Abada (26) als Optionen für den Notfall.

Auf den Außenverteidigerpositionen klafft eine Lücke. Links spielt mit Aït-Nouri (40 Mio. €) ein Manchester-City-Profi. Rechts ist mit Rafik Belghali (23, 7 Mio. €) ein Spieler aus der zweiten Reihe gesetzt – das ist sportlich kein Drama, aber der Marktwert-Unterschied von 33 Mio. € auf einer Linie spricht für sich. Mehdi Dorval (25) ergänzt links.

Mittelfeld – das Herz der Mannschaft

Wenn Algerien bei der WM überrascht, wird es im Zentrum entschieden. Die Achse Zerrouki – Boudaoui – Maza ist auf dem Papier die wertvollste Mannschaftsformation des Kaders, kumuliert kommen die drei auf rund 58,00 Mio. €. Ramiz Zerrouki (27, Twente) übernimmt die Sechser-Rolle, Hicham Boudaoui (26, Nizza) spielt den Box-to-Box-Achter, Maza wird auf der Zehn oder als hängender Spielmacher hinter dem Mittelstürmer agieren.

Hinter dieser Erstbesetzung gibt es echte Tiefe. Farès Chaïbi (23, Frankfurt) kann sowohl im Zentrum als auch über halbrechts spielen. Houssem Aouar (27, Al-Ittihad) bringt Erfahrung aus Lyon und der Roma mit, sein Marktwert ist mit 8,00 Mio. € allerdings nur noch ein Schatten der 40-Millionen-Bewertung von 2020. Yassine Titraoui (22) und Adil Aouchiche (23, Schalke) füllen die jüngere Reihe.

Angriff – Mahrez, Amoura und Gouiri

Riyad Mahrez ist mit 35 der älteste Feldspieler im wahrscheinlichen Kader. Sein Marktwert von 7,00 Mio. € liegt deutlich unter den 50-plus-Millionen aus seiner Manchester-City-Zeit. Was bleibt, ist Erfahrung: Premier-League-Meister, Champions-League-Sieger, Afrika-Cup-Sieger, Spielführer. Auf dem Platz wird er gegen die robusten Defensivreihen der Gruppe J nicht mehr in jeder Partie 90 Minuten durchziehen können. Petković wird ihn taktisch dosieren müssen.

Vorne sind zwei Spieler torgefährlicher: Mohamed Amoura und Amine Gouiri. Beide haben in den Topligen Frankreichs und Deutschlands geliefert, beide können als Mittelstürmer und als zweite Spitze spielen. Amoura ist eher der bewegliche Stürmer, Gouiri eher der wuchtige Strafraum-Typ. Wer von beiden gegen Argentinien startet, ist offen. Auf den Flügeln bleiben Optionen wie Adil Boulbina (22, links) und Farès Ghedjemis (23, rechts), als Backup im Sturm Amin Chiakha (20) und Nadhir Benbouali (26).

Argentinien gegen Algerien – das Auftaktspiel am 17. Juni 2026

Direkt zum Start die schwerste Aufgabe. Argentinien geht als Weltmeister, Copa-América-Sieger und FIFA-Weltranglisten-Dritter in das Turnier. Algerien ist krasser Außenseiter – das ist keine pessimistische Einschätzung, sondern die nüchterne Lesart von Kaderwert, FIFA-Ranking und letzten direkten Vergleichen.

Sportlich wird das Duell auf den ersten Pressing-Schritten Algeriens gegen Argentiniens Aufbau entschieden. Wenn Petković seine Mannschaft tief stehen lässt und auf Konter setzt, hat Algerien eine schmale Chance auf einen Punktgewinn – allerdings müssen Maza, Amoura und Gouiri dann die wenigen Umschaltmomente verwerten. Stehen die Wüstenfüchse zu hoch, wird Argentinien den Raum hinter Aït-Nouri und Belghali nutzen.

Argentinien hat seit dem WM-Titel 2022 unter Lionel Scaloni ein klares Muster gezeigt: Spielkontrolle, hohes Ballbesitz-Niveau, und am Ende reicht meistens ein Tor. Schon beim Copa-América-Triumph 2024 in den USA war das oft die Drehbuchvorlage – knappe Siege gegen kompakt verteidigende Gegner, kein Spektakel, aber drei Punkte. Genau in dieses Drehbuch passt das Auftaktspiel gegen Algerien fast nahtlos.

Schlüsselduelle gibt es mehrere. Aït-Nouri gegen den argentinischen Rechtsaußen (vermutlich Nico González oder Giovani Lo Celso). Mandi und Bensebaini gegen Lautaro Martínez. Und natürlich: Algeriens Sechserraum gegen Lionel Messi, sofern der zum Turnier antritt – seine Teilnahme an der WM 2026 mit dann fast 39 Jahren wird im Frühsommer 2026 endgültig zu klären sein.

Prognose: 0:2 oder 1:2 für Argentinien. Ein Punkt wäre eine Überraschung, drei Punkte ein großes Wunder.

Algerien gegen Jordanien – das Schlüsselspiel für die Qualifikation

Sechs Tage nach dem Auftakt das Spiel, das aus algerischer Sicht den größten Hebel hat. Jordanien ist sportlich der schwächste Gegner in Gruppe J – Algerien geht als klarer Favorit ins Spiel und muss diese Rolle auch annehmen. Drei Punkte sind in dieser Konstellation Pflicht, alles andere wäre ein massiver Rückschlag für die Achtelfinal-Ambitionen der Wüstenfüchse.

Jordanien bringt allerdings mehr mit, als die internationale Wahrnehmung vermuten lässt. Die Mannschaft erreichte beim Asien-Cup 2024 das Finale (1:3 gegen Katar) und hat mit Musa Al-Taamari einen Spieler in der französischen Ligue 1 (Montpellier). Trainer Hussein Ammouta lässt seit 2023 ein kompaktes 4-4-2 mit tiefem Block und schnellen Kontern spielen. Wer dieses System unterschätzt, wird bestraft – Marokko hat bei der WM 2022 vorgeführt, was eine taktisch disziplinierte arabische Mannschaft gegen vermeintlich höher eingeschätzte Gegner anrichten kann.

Für Algerien heißt das in der Praxis: Nicht zu früh die Geduld verlieren. Wenn Jordanien tief steht, braucht es Maza und Chaïbi im Halbraum, Mahrez als Spielmacher von rechts und einen klassischen Strafraumspieler – mit hoher Wahrscheinlichkeit Amine Gouiri.

Prognose: 2:0 oder 2:1 für Algerien. Alles andere als drei Punkte wäre eine Enttäuschung.

Algerien gegen Österreich – das Duell um Platz zwei am 28. Juni 2026

Der letzte Gruppenspieltag, und für Algerien wahrscheinlich der entscheidende. Wenn Argentinien wie erwartet die Gruppe gewinnt und Algerien gegen Jordanien drei Punkte holt, geht es in diesem Spiel direkt um den zweiten Tabellenplatz und damit um das Sechzehntelfinale. Beide Mannschaften liegen sportlich auf Augenhöhe – Marktwert und Kadertiefe sprechen für ein offenes Duell ohne klaren Favoriten.

Sportlich gibt es zwei Themen, die das Spiel prägen werden. Erstens: Pressing. Österreich unter Ralf Rangnick ist eine der presshärtesten Mannschaften des europäischen Mittelstands. Im EM-Gruppenspiel gegen Frankreich 2024 lief Österreich 119 Kilometer – das war Höchstwert des Turniers. Algeriens Aufbau über Zerrouki und Boudaoui muss diesen Druck aushalten, sonst werden hohe Ballverluste zur Hauptstory.

Zweitens: Tempo auf den Außen. Konrad Laimer und David Alaba sind die beiden österreichischen Konstanten der letzten Jahre, dazu kommen Marcel Sabitzer und Christoph Baumgartner im Mittelfeld sowie Marko Arnautović im Sturm – wobei Arnautović im Sommer 2026 bereits 37 Jahre alt sein wird und ähnlich wie Mahrez auf algerischer Seite eher als Joker eingesetzt werden dürfte.

Marktwert-mäßig liegen die beiden Kader näher beieinander, als die mediale Wahrnehmung vermuten lässt. Aït-Nouri und Maza gleichen Alaba und Laimer auf dem Papier weitgehend aus. Was Österreich Algerien voraus hat, ist Spielpraxis als Verbund: Die Mannschaft spielt seit 2022 weitgehend in derselben Konstellation, Algerien hat unter Petković erst gut zwei Jahre Eingespieltheit hinter sich.

Prognose: 1:1 oder 1:2 in beide Richtungen. Das Spiel wird vermutlich umkämpft und auf Augenhöhe.

Algeriens Langzeitwetten bei der WM 2026

Wer einen Schritt zurücktritt und das gesamte Turnier aus algerischer Perspektive betrachtet, findet im Langzeit-Markt eine recht klare Botschaft: Achtelfinal-Niveau ja, mehr eher nicht.

Markt

Quote

Implizite Wahrscheinlichkeit*

Gruppensieger Gruppe J

6.50

~15,4 %

Qualifikation aus Gruppe J (Ja)

1.36

~73,5 %

Qualifikation aus Gruppe J (Nein)

3.00

~33,3 %

Aus in der Gruppenphase

3.00

~33,3 %

Aus im Sechzehntelfinale (Round of 32)

1.85

~54,1 %

Aus im Achtelfinale (Round of 16)

4.50

~22,2 %

Aus im Viertelfinale

21.00

~4,8 %

Aus im Halbfinale

51.00

~2,0 %

Vize-Weltmeister

200.00

~0,5 %

Weltmeister (Eliminationsmarkt)

400.00

~0,25 %

Weltmeister (Sieger-Markt)

375.00

~0,27 %

Die wahrscheinlichste vom Markt eingepreiste Station ist das Aus im Sechzehntelfinale (Round of 32) mit einer Quote von 1.85 – das deckt sich mit dem 48er-Modus, in dem 32 von 48 Mannschaften die Vorrunde überstehen. Direkt dahinter kommt das Vorrundenaus mit ungefähr einem Drittel Wahrscheinlichkeit. Beides zusammen ergibt rund 87 Prozent: In neun von zehn simulierten Turnieren ist für Algerien spätestens nach dem Sechzehntelfinale Schluss.

Spannender wird es darüber hinaus. Das Achtelfinale (Round of 16) wird mit Quote 4.50 (≈ 22 Prozent) gehandelt. Genau dieses Niveau hat Algerien 2014 in Brasilien zuletzt erreicht – und damals reichte ein Tor von Schweinsteiger nach Verlängerung, um den Lauf zu beenden. Der Markt sieht die Mannschaft also nicht über ihrer historischen Bestmarke, aber auch nicht klar darunter.

Viertelfinale, Halbfinale und Finale werden vom Markt als sehr unwahrscheinlich eingeordnet. Die WM-Sieger-Quote von 375.00 liegt im selben Bereich wie Ghana, Bosnien-Herzegowina, Tschechien, Elfenbeinküste und Ägypten – also dort, wo Mannschaften gehandelt werden, denen niemand wirklich einen Titel zutraut. Die kleine Diskrepanz zur 400.00 im Eliminationsmarkt ("Winner") erklärt sich durch unterschiedliche Margenstrukturen der beiden Wettmärkte und ist keine inhaltliche Aussage über Algeriens Chancen.

Fazit und Prognose

Algerien wird in Gruppe J Dritter. Drei oder Vier Punkte aus drei Spielen, Tabellenplatz hinter Argentinien und Österreich, vor Jordanien – das ist die wahrscheinlichste Endkonstellation, wenn man Kaderwerte, Form und das taktische Profil der vier Mannschaften zusammenrechnet.

Argentinien ist als Weltmeister, Copa-América-Sieger und FIFA-Weltranglisten-Erster eine andere Liga. Drei Punkte aus dem Auftaktspiel sind für Petkovićs Mannschaft nicht realistisch, weshalb das erste Spiel mit hoher Wahrscheinlichkeit verloren geht – und genau das fehlt am Ende für Platz zwei.

Gegen Jordanien wird Algerien gewinnen müssen und gewinnen. Asien-Cup-Finalist hin oder her: Der Marktwert-Unterschied von rund 150 Millionen Euro im Kader, das routiniertere Mittelfeldzentrum und die größere internationale Bühnen-Erfahrung sprechen klar für die Wüstenfüchse. Drei Punkte sind hier Pflicht, wenn man den Einzug in die K.o.-Runde anstrebt.

Bleibt Österreich – der Knackpunkt. Beide Mannschaften liegen sportlich auf Augenhöhe, beide haben einen Bundesliga-Block, beide haben einen klaren Plan. Was Österreich Algerien voraus hat, ist Spielpraxis als Verbund seit der EM 2024. Was Algerien Österreich voraus hat, ist Tempo im offensiven Mittelfeld. Am Wahrscheinlichsten ist hier meiner Meinung nach ein Remis, allerdings hat Österreich auch die Qualität sich hier knapp durchzusetzen. Mit nur drei Punkten wäre die K.o.-Runde vermutlich nicht mehr in Reichweite, weshalb Algerien hochmotiviert in diese Partie gehen wird.

Vier Punkte reichen im 48er-Modus normalerweise für die K.-o.-Runde, weil die acht besten Gruppendritten ins Sechzehntelfinale nachrücken. Spätestens dort, gegen einen Gruppensieger oder starken Gruppenzweiten, ist Endstation. Das Achtelfinale wäre statistisch betrachtet zu viel verlangt – die Mannschaft hat in keinem Bereich das Niveau, das man in der Runde der letzten 16 mehrheitlich auf dem Platz sieht.

🌍
4
WM-Teilnahmen
🏆
0
WM-Titel
📊
#31
FIFA Ranking
🎯
J
Gruppe
Bestes WM-Ergebnis

Achtelfinale 2014

Rekordhalter

Die erfolgreichsten Nationalspieler aller Zeiten

🏅 Rekordspieler

1
A. Mandi
92
2
R. Mahrez
86
3
I. Slimani
82
4
B. Bounedjah
70
5
R. Bensebaïni
65

Rekordtorschützen

1
I. Slimani
46
2
R. Mahrez
35
3
B. Bounedjah
30
4
M. Amoura
17
5
Y. Brahimi
15

🎯 Vorlagenkönige

1
I. Bennacer
3
2
B. Bounedjah
2
3
A. Hadj-Moussa
2
4
I. Slimani
2
5
M. Amoura
2

WM 2026 Spiele

Alle 3 Partien von Algerien

1. Spieltag Gruppe J
Argentinien Argentinien
vs
Algerien Algerien
2. Spieltag Gruppe J
Jordanien Jordanien
vs
Algerien Algerien
3. Spieltag Gruppe J
Algerien Algerien
vs
Österreich Österreich

Kader

48 Spieler · Komplette Länderspiel-Karriere

🧤

Torwart

(6)
# Spieler Alter 🏅 Par. 90'
1
A. Mandréa
29 21 18 21
23
L. Zidane
27 4 9 4
1
F. Chaâl
31 0 0 -
16
R. Yesli
26 0 0 -
16
O. Benbot
31 0 0 -
23
M. Hadid
23 0 0 -
🏅 = Länderspiele · Par. = Paraden · 90' = volle Spiele
🛡️

Verteidiger

(16)
# Spieler Alter 🏅 90'
2
A. Mandi
34 92 7 90
21
R. Bensebaïni
30 65 7 59
20
Y. Atal
29 43 2 33
4
M. Tougai
25 31 2 28
15
R. Aït-Nouri
24 25 0 22
5
A. Bedrane
33 21 0 17
13
J. Hadjam
22 15 1 9
5
Z. Belaïd
26 13 1 8
12
R. Halaïmia
29 9 0 9
25
R. Belghali
23 7 0 4
3
N. Khacef
28 5 1 3
2
H. Baouche
30 4 0 1
26
S. Chergui
26 3 0 1
3
M. Dorval
24 2 0 1
19
A. Abada
26 0 0 -
22
R. Benchaa
23 0 0 -
🏅 = Länderspiele · ⚽ = Tore · 90' = volle Spiele

Mittelfeld

(15)
# Spieler Alter 🏅 90'
10
I. Bennacer
28 48 3 38
6
R. Zerrouki
27 46 3 32
15
H. Mrezigue
25 28 2 23
14
H. Boudaoui
26 25 0 15
19
A. Zorgane
25 25 1 13
9
A. Ounas
29 22 5 8
8
Z. Draoui
31 18 0 6
14
S. Bendebka
33 16 1 10
8
H. Aouar
27 15 5 9
8
H. Abdelli
26 12 0 7
10
Y. Benzia
31 11 6 5
22
I. Maza
20 11 2 4
21
A. Sayoud
35 4 1 2
24
I. Kebbal
27 3 0 0
6
V. Lekhal
31 1 0 0
🏅 = Länderspiele · ⚽ = Tore · 90' = volle Spiele

Sturm

(11)
# Spieler Alter 🏅 90'
7
R. Mahrez
34 86 35 69
13
I. Slimani
37 82 46 52
9
B. Bounedjah
34 70 30 43
11
Y. Brahimi
35 52 15 39
18
M. Amoura
25 37 17 19
17
F. Chaïbi
23 23 3 16
11
A. Hadj-Moussa
23 10 0 2
12
M. Bakrar
24 7 0 2
27
A. Boulbina
22 3 1 1
28
B. Redouane
22 1 0 0
17
R. Guitane
26 0 0 -
🏅 = Länderspiele · ⚽ = Tore · 90' = volle Spiele
1016
Länderspiele
197
Tore gesamt
25
Assists gesamt
25
Ø Länderspiele
🎰

Auf Algerien wetten

WM-Sieger
401.00
Ranking
#31

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