WMWETTEN FUSSBALL-WM 2026
WM 2026 Gruppen

WM 2026 Gruppe F

WM 2026 Gruppe F Wetten

Am 14. Juni 2026 treffen im AT&T Stadium von Arlington zwei der formstärksten Mannschaften der vergangenen Monate aufeinander: Die Niederlande gegen Japan. Es ist das Eröffnungsspiel der WM 2026 Gruppe F – und gleichzeitig das brisanteste. Denn hinter diesem Duell steckt mehr als nur der erste Spieltag. Die Quoten für die gesamte Gruppe hängen maßgeblich davon ab, wer hier die drei Punkte mitnimmt. Mit Schweden und Tunesien komplettieren zwei Teams die Gruppe, die auf dem Papier hinterherhinken, aber aus völlig verschiedenen Gründen gefährlich werden können. Zwischen FIFA-Rang 7 und FIFA-Rang 44 liegt ein Graben, den die Quoten deutlich widerspiegeln – aber Fußball ist eben kein Ranglistenvergleich.

Wer spielt in der WM 2026 Gruppe F?

Vier Mannschaften, vier Kontinentalverbände, vier komplett verschiedene Wege zur WM. Die Niederlande haben sich als Gruppensieger der UEFA-Qualifikation direkt qualifiziert, Japan kam als Erster durch die AFC-Dritte-Runde, Tunesien marschierte durch die afrikanische Qualifikation und Schweden schaffte es über den Playoff-Umweg gegen Polen. Allein das zeigt, wie unterschiedlich die Ausgangslage in dieser Gruppe ist.

Die Kaderwerte verdeutlichen das Gefälle noch deutlicher. Die Niederlande bringen einen Kader im Wert von 766 Millionen Euro mit – das ist fast 15 Mal so viel wie Tunesiens 52 Millionen Euro. Schweden liegt mit knapp 364 Millionen Euro vor Japan (264 Millionen Euro), was auf den ersten Blick überrascht, weil Japan in der Weltrangliste deutlich höher steht.

Team

FIFA-Rang

Kaderwert

Ø Alter

Legionäre

Qualifikation

Niederlande

7

€766 Mio.

27,0

84%

UEFA Gr. G Sieger

Schweden

37

€364 Mio.

26,3

84,6%

UEFA Playoff (3:2 vs. Polen)

Japan

18

€264 Mio.

26,3

88,9%

AFC Gr. C Sieger

Tunesien

44

€52 Mio.

25,4

69%

CAF Gr. H Sieger

Kaderwerte: Transfermarkt (Stand: 02.04.2026), FIFA-Rang: football-ranking.com (Stand: 01.04.2026)

Dass Schweden einen höheren Kaderwert als Japan aufweist, liegt vor allem an der Stärke der europäischen Ligen, in denen die schwedischen Spieler unter Vertrag stehen. Japan gleicht das durch eine andere Qualität aus: taktische Disziplin, Geschwindigkeit und einen Legionärsanteil von fast 89 Prozent. Die Spieler kennen europäisches Tempo.

Spielplan der Gruppe F – Termine, Spielorte und Anstoßzeiten

Die sechs Gruppenspiele verteilen sich auf vier Stadien in zwei Ländern. Zwei Partien finden im Estadio BBVA in Guadalupe (Monterrey, Mexiko) statt, zwei im AT&T Stadium in Arlington (Texas), je eine in Houston und Kansas City.

Datum

Anstoß (MESZ)

Partie

Stadion / Stadt

14.06.2026

22:00

Niederlande – Japan

AT&T Stadium, Arlington

15.06.2026

05:00

Schweden – Tunesien

Estadio BBVA, Guadalupe

20.06.2026

19:00

Niederlande – Schweden

NRG Stadium, Houston

21.06.2026

07:00

Tunesien – Japan

Estadio BBVA, Guadalupe

26.06.2026

00:00

Japan – Schweden

AT&T Stadium, Arlington

26.06.2026

00:00

Tunesien – Niederlande

Arrowhead Stadium, Kansas City

Der letzte Spieltag läuft gleichzeitig – um Absprachen zu verhindern. Für die Quotenkonstellation der gesamten Gruppe ist das Eröffnungsspiel am 14. Juni das entscheidende: Niederlande gegen Japan. Wer hier verliert, gerät unter Druck und muss in den verbleibenden zwei Spielen liefern. Ein Unentschieden dagegen würde Schweden und Tunesien in die Karten spielen.

WM 2026 Gruppe F Quoten im Überblick – Gruppensieg und Weiterkommen

Die Quoten stammen von Betlabel (Stand: 02.04.2026) und decken zwei Märkte ab: Wer gewinnt die Gruppe und wer schafft es in die K.o.-Runde. Beide erzählen eine ähnliche Geschichte – aber im Detail gibt es Unterschiede, bei denen es sich lohnt, genauer hinzuschauen.

Quoten für den Gruppensieg

Team

Ja-Quote

Nein-Quote

Niederlande

1,69

2,02

Japan

4,30

1,171

Schweden

5,00

1,128

Tunesien

10,20

1,011

Quelle: Betlabel (Stand: 02.04.2026)

Die Niederlande gehen mit einer Ja-Quote von 1,69 als klarer Favorit ins Rennen um Platz 1. Bei Tunesien liegt die Quote bei 10,20 – für einen Gruppensieg der Nordafrikaner müsste schon sehr viel zusammenkommen. Japan (4,30) und Schweden (5,00) liegen eng beieinander, was den Kampf um Platz 2 und 3 abbildet. Wer sich die Nein-Quoten anschaut, sieht das noch plastischer: Dass Japan die Gruppe nicht gewinnt, gibt nur 1,171 – da ist kaum noch Rendite drin.

Quoten fürs Weiterkommen

Team

Ja-Quote

Nein-Quote

Niederlande

1,06

6,95

Japan

1,27

3,35

Schweden

1,42

2,61

Tunesien

2,09

1,64

Quelle: Betlabel (Stand: 02.04.2026)

Beim Weiterkommen wird die Sache enger. Die Niederlande bei 1,06 – praktisch durchgewunken. Japan bei 1,27 und Schweden bei 1,42 liegen wieder nah beieinander. Tunesien ist die spannendste Zahl: 2,09 auf Ja, 1,64 auf Nein. Das heißt: Ob Tunesien weiterkommt, ist laut Quotenlage fast ein Münzwurf. Der neue WM-Modus mit 48 Teams spielt hier rein – nicht nur die ersten Zwei kommen weiter, auch die besten Gruppendritten schaffen es in die K.o.-Runde. Das macht die Weiterkommen-Quoten für alle Teams enger als bei früheren Turnieren.

Was die Quoten verraten – bereinigte Wahrscheinlichkeiten

Rohquoten sind keine echten Wahrscheinlichkeiten. In jeder Quote steckt die Marge des Anbieters – der sogenannte Quotenschlüssel. Beim Gruppensieg-Markt liegt dieser bei 89,0 Prozent (eigene Berechnung aus den Betlabel-Quoten). Die Formel dahinter: Man nimmt die Kehrwerte aller Ja-Quoten, addiert sie und teilt 100 durch die Summe. Was übrig bleibt, geht an den Anbieter.

Rechnet man die Marge heraus, ergeben sich die bereinigten Wahrscheinlichkeiten. Das ist die ehrlichere Zahl – sie zeigt, was die Quoten wirklich über die Chancen jedes Teams aussagen.

Team

Gruppensieg

Weiterkommen

Niederlande

52,7%

86,8%

Japan

20,7%

72,5%

Schweden

17,8%

64,8%

Tunesien

8,7%

44,0%

Eigene Berechnung aus Betlabel-Quoten (Stand: 02.04.2026)

In rund 9 von 10 Szenarien kommen die Niederlande also weiter. Japan und Schweden trennt beim Weiterkommen weniger als 8 Prozentpunkte – ein enges Rennen. Tunesien liegt bei 44 Prozent. Nicht hoffnungslos, aber eben auch kein Selbstläufer. Beim Gruppensieg dominieren die Niederlande mit über 50 Prozent, während Japan und Schweden zusammen auf knapp 39 Prozent kommen. Die restlichen 9 Prozent für Tunesien? Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich.

Niederlande – der Favorit unter der Lupe

Mit Rang 7 in der Weltrangliste, dem höchsten Kaderwert der Gruppe und einer makellosen Qualifikation gehören die Niederlande zu den Favoriten – nicht nur in der Gruppe, sondern auch im gesamten Turnier. Die Frage ist eher, ob Oranje den eigenen Erwartungen gerecht wird.

Qualifikation und aktuelle Form

Die UEFA-Qualifikation in Gruppe G war ein Durchmarsch: 8 Spiele, 6 Siege, 2 Unentschieden, 0 Niederlagen, 27:4 Tore, 20 Punkte (Stand: November 2025). Im Schnitt über 3 Tore pro Spiel – und nur 4 Gegentreffer in 8 Partien. Beide Remis kamen gegen Polen zustande (jeweils 1:1), den stärksten Gegner der Gruppe. Das zeigt: Gegen gleichwertige Teams tut sich Oranje schwerer, wird aber nicht geschlagen.

Die Offensive war das Prunkstück. 27 Tore in 8 Spielen sprechen eine klare Sprache, wobei die Heimspiele gegen Malta (8:0), Litauen (4:0) und Finnland (4:0) die Bilanz aufhübschen. Auswärts fiel es schwerer: In Litauen gewannen die Niederlande nur 3:2, in Finnland 2:0. Gegen Polen gab es zweimal 1:1 – den stärksten Gegner der Gruppe konnten sie nicht bezwingen. Für die WM bedeutet das: In der Gruppe F wird kein Gegner so leicht zu bespielen sein wie Malta.

Kader und WM-Geschichte

766 Millionen Euro Kaderwert – das ist eine andere Liga als der Rest der Gruppe. Micky van de Ven (65 Millionen Euro), Bart Verbruggen (40 Millionen Euro) und Jorrel Hato (35 Millionen Euro) gehören zu den wertvollsten Spielern. Der Kader ist mit einem Durchschnittsalter von 27,0 Jahren in einem guten Mix aus Erfahrung und Entwicklungspotenzial.

Es ist die 12. WM-Teilnahme der Niederlande. Dreimal standen sie im Finale (1974, 1978, 2010) – dreimal verloren sie. Bei der WM 2022 in Katar war im Viertelfinale Schluss, als Argentinien nach einem dramatischen 2:2 im Elfmeterschießen (3:4) weiterkam. Weghorst hatte die Niederländer damals mit einem Doppelpack überhaupt erst in die Verlängerung gerettet. So nah dran, und doch wieder leer ausgegangen.

Wie gefährlich ist Japan für die Gruppe F?

Japan hat bei der WM 2022 als Gruppensieger Deutschland und Spanien geschlagen – beide Male nach Rückstand. Wer das noch als Zufall abtut, ignoriert die Entwicklung der letzten Jahre. Die japanische Nationalmannschaft ist kein bequemer Gruppengegner mehr, für niemanden.

Qualifikation und Formkurve

In der AFC-Dritten-Runde, Gruppe C, stand am Ende Platz 1: 10 Spiele, 7 Siege, 2 Unentschieden, 1 Niederlage, 30:3 Tore, 23 Punkte (Stand: Juni 2025). 30 Tore in 10 Spielen – Japan schießt Tore am Fließband. Und das Gegentor-Verhältnis von nur 3 in 10 Spielen zeigt, dass die Defensive mindestens genauso stabil steht.

Die aktuelle Form? Zwei Siege gegen europäische Teams innerhalb von drei Tagen: 1:0 gegen Schottland am 29. März und 1:0 gegen England in Wembley am 31. März 2026. Der Sieg in Wembley war historisch – England hatte zuvor noch nie gegen ein asiatisches Team verloren. Wer mit diesem Selbstvertrauen in die WM geht, ist für jedes Team in der Gruppe eine echte Gefahr.

WM-Bilanz und Kaderstärke

264,20 Millionen Euro Kaderwert, Durchschnittsalter 26,3 Jahre, 88,9 Prozent Legionäre. Die Zahlen erzählen eine wichtige Geschichte: Fast 9 von 10 japanischen Nationalspielern verdienen ihr Geld in europäischen Ligen. Sie kennen die Geschwindigkeit, die Intensität, den Rhythmus. Das war 2010 oder 2014 noch anders.

Es ist die 8. WM-Teilnahme. Viermal stand Japan im Achtelfinale (2002, 2010, 2018, 2022), viermal war dort Endstation. Bei der WM 2022 kam das Aus im Elfmeterschießen gegen Kroatien – nachdem Japan in der Gruppenphase Deutschland (2:1) und Spanien (2:1) besiegt hatte. Die Vorrunde zu überstehen, ist für Japan mittlerweile der Normalfall. Die Frage ist eher, ob diesmal der Sprung ins Viertelfinale gelingt.

Schweden und Tunesien – Außenseiter mit unterschiedlichen Chancen

Hinter den Niederlanden und Japan wird es spannend. Schweden und Tunesien teilen die Außenseiterrolle, kommen aber aus komplett verschiedenen Richtungen. Der eine bringt einen Kader mit, der auf dem Papier mehr hergibt als der FIFA-Rang vermuten lässt. Der andere hat eine Qualifikation hingelegt, die defensiv ihresgleichen sucht – aber gegen schwächere Gegner.

Schweden – mit Gyökeres zurück auf der WM-Bühne

3:2 gegen Polen am 31. März 2026 in Stockholm. Viktor Gyökeres traf in der 88. Minute zum Siegtor – und schoss Schweden damit zur WM. Nach der verpassten WM 2022, als ausgerechnet Polen im Playoff den Weg versperrt hatte, war das eine Revanche mit Ansage. Elanga (20. Minute) und Lagerbielke (44. Minute) hatten die Schweden zweimal in Führung gebracht, zweimal glichen die Polen aus, bevor Gyökeres das entscheidende Tor erzielte.

364 Millionen Euro Kaderwert, 26 Spieler, Durchschnittsalter 26,3 Jahre. Dass der Kaderwert über dem von Japan liegt, hat mit Spielern wie Isak Hien (22 Millionen Euro), Daniel Svensson (22 Millionen Euro) und Gabriel Gudmundsson (20 Millionen Euro) zu tun. Es ist die 13. WM-Teilnahme – und die erste seit 2018, als Schweden im Viertelfinale stand. 1958 war Schweden sogar Vizeweltmeister. Die WM-Erfahrung ist also da. Die Frage ist, ob der Schwung aus dem dramatischen Playoff-Sieg bis zum Juni trägt. Gyökeres als X-Faktor: Wenn er seine Klubform mit ins Turnier nimmt, kann Schweden in dieser Gruppe jeden ärgern.

Tunesien – defensiv stark, offensiv ein Fragezeichen

10 Spiele, 9 Siege, 1 Unentschieden, 0 Niederlagen, 22:0 Tore – Tunesiens Qualifikationsbilanz in der CAF Gruppe H ist auf den ersten Blick die beste aller Teams in der Gruppe F (Stand: November 2025). Null Gegentore in der gesamten Qualifikation. Von keinem anderen der 48 WM-Teilnehmer lässt sich das behaupten.

Aber. Die Gegner hießen Namibia, Äquatorialguinea, Liberia, Malawi und São Tomé und Príncipe. Der Sprung zur WM-Ebene ist gewaltig. Bei der WM 2022 schlug Tunesien den Titelverteidiger Frankreich 1:0 – und schied trotzdem in der Vorrunde aus, weil ein Unentschieden gegen Dänemark und eine Niederlage gegen Australien nicht reichten. Das ist der Fluch der Tunesier: In sieben WM-Teilnahmen (1978, 1998, 2002, 2006, 2018, 2022 und jetzt 2026) haben sie es nie über die Gruppenphase hinaus geschafft.

52 Millionen Euro Kaderwert. Das ist weniger als so mancher Erstligaklub in Europa. Tunesiens Stärke liegt nicht im individuellen Marktwert, sondern in der taktischen Organisation. Ob das reicht, um in dieser Gruppe zu bestehen? Die bereinigten Wahrscheinlichkeiten von 44 Prozent fürs Weiterkommen deuten auf ein knappes Rennen hin.

Direktvergleiche – was sagt die Geschichte?

Einige der sechs Paarungen haben WM-Geschichte, andere nicht. Die Tabelle zeigt, was die Teams schon gegeneinander gespielt haben.

Paarung

Duelle

WM-Duelle

Letztes Ergebnis

Niederlande – Japan

3

1 (WM 2010: NL 1:0)

2:2 (2013)

Niederlande – Schweden

20

1 (WM 1974: 0:0)

diverse

Niederlande – Tunesien

3

0

1:1 (2009)

Japan – Tunesien

6

1 (WM 2002: Japan 2:0)

Japan 2:0 (2023)

Japan – Schweden

7

0

1:1 (2002)

Schweden – Tunesien

4

0

Tunesien 1:0 (2003)

Das WM-Duell von 2010 zwischen den Niederlanden und Japan endete 1:0 für Oranje – trotz der Niederlage kam Japan als Gruppenzweiter ins Achtelfinale und scheiterte erst dort an Paraguay im Elfmeterschießen. 2013 trennten sich beide Teams 2:2. Japan hat seitdem allerdings ein völlig anderes Leistungsniveau erreicht als damals. Gegen Tunesien hat Japan bei WM-Turnieren schon gewonnen (2002, 2:0) und auch 2023 mit dem gleichen Ergebnis. Kein gutes Omen für die Nordafrikaner vor dem Gruppenspiel am zweiten Spieltag.

Zwischen Schweden und den Niederlanden gibt es eine lange Länderspielhistorie mit über 20 Begegnungen. Bei der WM 1974 trennten sie sich 0:0 – damals in einem Turnier, das die Niederlande mit ihrem "Totaalvoetbal" prägten. Ein WM-Duell zwischen Schweden und Tunesien gab es bisher nie.

Gruppe F Prognose – wie könnte es ausgehen?

Die bereinigten Wahrscheinlichkeiten sprechen eine deutliche Sprache: Niederlande auf Platz 1, Japan auf Platz 2. In über der Hälfte aller Szenarien gewinnen die Niederländer die Gruppe, in fast 9 von 10 kommen sie weiter. Japan liegt beim Weiterkommen bei 72,5 Prozent – eine komfortable, aber keine sichere Position.

Der Kampf um Platz 2 und 3 wird zwischen Japan und Schweden entschieden. Auf dem Papier hat Schweden den höheren Kaderwert. Japan hat den höheren FIFA-Rang, die bessere aktuelle Form und die beeindruckendere WM-Bilanz der letzten Jahre. Die Quoten favorisieren Japan leicht – aber der Abstand ist gering genug, dass ein einziges Spiel die Rangfolge umdrehen kann.

Das Schlüsselspiel: Niederlande gegen Japan am 1. Spieltag. Wer hier gewinnt, hat fast schon den Gruppensieg in der Tasche. Wer verliert, muss in den letzten beiden Spielen Schadensbegrenzung betreiben. Ein Unentschieden wäre für beide Teams verkraftbar und würde den Druck auf die letzten zwei Spieltage verteilen.

Tunesiens Chance liegt im neuen WM-Modus. 48 Teams, 12 Gruppen – die besten Gruppendritten kommen ebenfalls weiter. Wenn Tunesien sein Defensivbollwerk aus der Qualifikation (null Gegentore) auch nur annähernd auf WM-Niveau bringen kann, sind Punkteteilungen möglich. Ein 0:0 gegen Schweden oder Japan wäre kein schlechtes Ergebnis. Und wenn am Ende 3 oder 4 Punkte für Platz 3 reichen, hat Tunesien eine reelle Chance, zum ersten Mal in der Geschichte die WM-Gruppenphase zu überstehen.

So viel zur Theorie. Die WM 2022 hat gezeigt, dass sich Japan nicht an Quotenprognosen hält – und Tunesien den amtierenden Weltmeister schlagen kann. Gruppe F wird kein Selbstläufer für die Favoriten.