WMWETTEN FUSSBALL-WM 2026
WM 2026 Gruppen

WM 2026 Gruppe A

WM 2026 Gruppe A Wetten

Am 11. Juni 2026 eröffnet Mexiko gegen Südafrika im Aztekenstadion die Fußball-Weltmeisterschaft – genau 16 Jahre nach dem 1:1 derselben Paarung beim WM-Auftakt 2010. Damals traf Siphiwe Tshabalala zum 1:0 für Südafrika, bevor Rafael Márquez in der 79. Minute ausglich. Diesmal sind die Vorzeichen andere: Mexiko tritt als Gastgeber an, Südafrika hat sich zum ersten Mal seit 2002 regulär qualifiziert.

Die Gruppe A bringt vier Teams mit grundverschiedener Ausgangslage zusammen. Mexiko geht mit 18 WM-Teilnahmen und dem Vorteil des Heimpublikums ins Turnier. Südkorea, mit 12 WM-Teilnahmen Asiens erfahrenste Turniermannschaft, hat die Qualifikation ohne Niederlage abgeschlossen. Tschechien steht nach 20 Jahren zum ersten Mal wieder auf der WM-Bühne. Und Südafrika? Die Bafana Bafana haben in der afrikanischen Qualifikation eine Gruppe mit Nigeria und Marokko überstanden – das allein verdient Respekt.

Was Kaderwerte, FIFA-Rankings und die Quotenlage über die Kräfteverhältnisse in dieser Gruppe verraten, zeigt der folgende Überblick.

Spielplan und Termine der WM 2026 Gruppe A

Fünf der sechs Gruppenspiele finden in Mexiko statt. Nur das Duell Tschechien gegen Südafrika am zweiten Spieltag wurde ins Mercedes-Benz Stadium nach Atlanta verlegt – das einzige Gruppe-A-Spiel auf US-amerikanischem Boden. Für Tschechien und Südafrika bedeutet das: Ein Spiel in Mexiko auf über 1.500 Metern Höhe, eins in den USA auf Meeresniveau, eins wieder in Mexiko. Der Wechsel zwischen den Bedingungen ist nicht zu unterschätzen, zumal zwischen Spieltag 1 und 2 nur eine Woche liegt.

Mexiko hat es bequemer. Zwei Heimspiele in Zapopan (Estadio Akron, rund 1.500 m Höhe) und das Eröffnungsspiel sowie das letzte Gruppenspiel im Aztekenstadion auf 2.200 Metern in Mexico City – dort, wo 1970 Pelé den WM-Pokal in die Höhe stemmte und 1986 Maradonas „Hand Gottes" für Schlagzeilen sorgte. Auswärtsspiele gibt es für den Gastgeber nicht, und genau das ist der Punkt: Alle vier Gegner müssen sich an die Höhenlage anpassen, Mexiko spielt zu Hause.

Datum

Uhrzeit (MEZ)

Partie

Stadion

Stadt

11.06.2026

21:00

Mexiko – Südafrika

Estadio Azteca

Mexico City

11.06.2026

21:00

Südkorea – Tschechien

Estadio Akron

Zapopan

18.06.2026

21:00

Tschechien – Südafrika

Mercedes-Benz Stadium

Atlanta

18.06.2026

21:00

Mexiko – Südkorea

Estadio Akron

Zapopan

24.06.2026

03:00

Tschechien – Mexiko

Estadio Azteca

Mexico City

24.06.2026

03:00

Südafrika – Südkorea

Estadio BBVA

Guadalupe

Am letzten Spieltag laufen beide Partien zeitgleich um 3:00 Uhr MEZ – Standardprozedere, damit kein Team seine Taktik an das Ergebnis der Parallelpartie anpassen kann. Für europäische Zuschauer heißt das: Wer den letzten Spieltag live verfolgen will, braucht entweder Urlaub oder einen starken Kaffee.

Kaderwerte, FIFA-Ranking und WM-Erfahrung im Vergleich

Bevor die Quoten ins Spiel kommen, lohnt ein Blick auf die harten Zahlen hinter den vier Mannschaften. Die Kaderwerte von Transfermarkt, das aktuelle FIFA-Ranking und die WM-Historie zeichnen ein Bild, das nicht immer zu den Erwartungen passt.

Team

Kaderwert

FIFA-Rang

WM-Teilnahmen

Bestes Ergebnis

Ø Alter

Tschechien

€180,80 Mio.

43

10

Finale (1934, 1962*)

28,0

Mexiko

€165,80 Mio.

16

18

Viertelfinale

27,8

Südkorea

€136,75 Mio.

22

12

  1. Platz (2002)

28,1

Südafrika

€41,15 Mio.

60

4

Gruppenphase

26,8

Alle Kaderwerte Stand: 01.04.2026, Quelle: transfermarkt.us. FIFA-Ranking ebenfalls Stand: 01.04.2026. *als Tschechoslowakei.

Die auffälligste Zahl steht ganz oben: Tschechien hat mit €180,80 Mio. den höchsten Kaderwert der Gruppe – neun Prozent mehr als Gastgeber Mexiko, obwohl die Tschechen in der Weltrangliste 27 Plätze dahinter liegen. Der Grund liegt in den Vereinen: Patrik Schick spielt bei Bayer Leverkusen, Vladimír Coufal und Robin Hranac bei Hoffenheim, weitere Profis sind in der Premier League und Serie A unter Vertrag. Diese Clubzugehörigkeiten treiben den Marktwert hoch, ohne dass sich das im FIFA-Ranking spiegelt – denn dort zählen Länderspielergebnisse, und Tschechien hatte in der Qualifikation schwächere Gegner als etwa Südkorea in Asien.

Südafrikas Kaderwert von €41,15 Mio. fällt deutlich ab. Das ist weniger als ein Viertel dessen, was Tschechien aufbietet, und der größte Wertunterschied innerhalb der Gruppe. Zum Vergleich: Ein einzelner Topspieler wie Son Heung-min hat allein einen höheren Marktwert als ein Drittel des gesamten südafrikanischen Kaders. Die Bafana Bafana stellen mit einem Durchschnittsalter von 26,8 Jahren gleichzeitig den jüngsten Kader – ob das Energie oder Unerfahrenheit bedeutet, wird sich zeigen.

Mexiko bringt 18 WM-Teilnahmen mit, fast so viele wie die drei anderen Teams zusammen (Südkorea 12, Tschechien 10, Südafrika 4 – wobei Tschechiens Zahl die Tschechoslowakei einschließt). Allerdings: Bei keiner dieser 18 Teilnahmen kam Mexiko über das Viertelfinale hinaus. Seit 1994 endet jede WM für Mexiko im Achtelfinale – sieben Mal in Folge. Ob die Gruppenphase als Gastgeber daran etwas ändert, ist die große Frage dieses Turniers. Der Kader hat die Qualität, die Erfahrung ist da, der Heimvorteil ohnehin. Was fehlt, ist der Nachweis, dass Mexiko auch in der K.o.-Runde bestehen kann.

WM 2026 Gruppe A Wetten – Quoten auf Gruppensieg und Weiterkommen

Die Quoten bei Weltbet (Stand: 01.04.2026) machen Mexiko zum klaren Favoriten auf den Gruppensieg. Eine Quote von 1,99 entspricht nach Bereinigung der Buchmacher-Marge einer fairen Wahrscheinlichkeit von 44,9 %. Tschechien folgt mit 3,25 (27,5 %), Südkorea mit 4,30 (20,8 %) und Südafrika mit 12,90 (6,9 %).

Kurz zum Quotenschlüssel: Er liegt bei diesem Markt bei 89,26 % (Stand: 01.04.2026). Von jedem eingesetzten Euro werden rechnerisch 89 Cent als Gewinn ausgeschüttet, der Rest ist die Marge.

Team

Quote Gruppensieg

Bereinigte Wahrscheinlichkeit

Mexiko

1,99

44,9 %

Tschechien

3,25

27,5 %

Südkorea

4,30

20,8 %

Südafrika

12,90

6,9 %

Quoten: Weltbet, Stand: 01.04.2026.

Beim Weiterkommen-Markt verschieben sich die Verhältnisse. Mexikos Ja-Quote von 1,11 lässt wenig Raum für Zweifel – 85,6 % bereinigte Wahrscheinlichkeit. Die Frage ist weniger, ob Mexiko weiterkommt, sondern ob sie als Erster oder Zweiter durchgehen.

Tschechien liegt bei 1,25 (74,7 %), Südkorea bei 1,44 (64,4 %). Beim Gruppensieg ist die Differenz zwischen den beiden klar (3,25 vs. 4,30), beim Weiterkommen schrumpft sie zusammen. Das deutet darauf hin, dass Tschechien eher als solider Zweiter gehandelt wird – stark genug, um sicher durchzukommen, aber kein direkter Herausforderer für Platz 1. Südkorea dagegen wird etwas riskanter eingestuft: Die Nein-Quote von 2,60 zeigt, dass die Buchmacher ein Ausscheiden durchaus für möglich halten.

Team

Quote Ja

Quote Nein

Bereinigte Wahrscheinlichkeit

Mexiko

1,11

6,60

85,6 %

Tschechien

1,25

3,70

74,7 %

Südkorea

1,44

2,60

64,4 %

Südafrika

2,20

1,60

42,1 %

Quoten: Weltbet, Stand: 01.04.2026.

Südafrikas 42,1 % auf Weiterkommen überraschen auf den ersten Blick. Für den vermeintlich schwächsten Gruppenteilnehmer ist das ein ordentlicher Wert. Die Erklärung liegt im neuen WM-Modus: Bei der WM 2026 kommen die Erst- und Zweitplatzierten weiter – und zusätzlich die acht besten Drittplatzierten aus zwölf Gruppen. Acht von zwölf – eine Quote von 66,7 %. Ein Sieg und ein Remis aus drei Spielen könnten für Südafrika reichen, um als Dritter in die K.o.-Runde einzuziehen. Die Quoten preisen genau dieses Szenario ein.

Die vier Teams der WM 2026 Gruppe A in der Analyse

Kaderwerte und Quoten liefern das Gerüst. Aber Fußball reduziert sich nicht auf Marktwerte und Wahrscheinlichkeiten – Formkurve, taktische Identität und mentale Verfassung entscheiden am Ende auf dem Platz. Ein Blick auf die vier Teams im Detail.

Mexiko – Gastgeber zwischen Euphorie und Altlast

Zweimal hat Mexiko eine WM zu Hause gespielt, zweimal die Gruppenphase ohne Niederlage überstanden. 1970 mit Siegen gegen El Salvador (4:0) und Belgien (1:0) und einem torlosen Remis gegen die UdSSR – am Ende stand das Viertelfinale. 1986 lief es noch besser: 2:1 gegen Belgien, 1:1 gegen Paraguay, 1:0 gegen den Irak. Wieder Viertelfinale, wieder als Gruppensieger.

Dann ist da die andere Seite. Von 1994 bis 2018 ist Mexiko bei sieben aufeinanderfolgenden Weltmeisterschaften im Achtelfinale gescheitert – der berüchtigte „Quinto Partido"-Fluch. 2022 in Katar kam es noch schlimmer: Aus in der Gruppenphase, am Torverhältnis hinter Polen gescheitert. Für die Gruppenphase 2026 als Gastgeber spricht die Heimstärke allerdings klar für El Tri.

Einen messbaren Vorteil liefert die Höhenlage. Das Aztekenstadion liegt auf 2.200 Metern über dem Meeresspiegel. Eine in der Fachzeitschrift Apunts veröffentlichte Studie zeigt, dass Gastmannschaften auf dieser Höhe im Schnitt 2,81 % weniger Durchschnittsgeschwindigkeit und 2,22 % weniger Laufleistung erbringen. Das klingt nach wenig, aber in einem engen Spiel kann das den Unterschied machen – besonders für Teams, die keine Anpassungszeit hatten. Trainer Javier Aguirre setzt auf Kollektivstärke und taktische Organisation statt auf einen einzelnen Superstar. Die CONCACAF Nations League 2025 gewonnen mit 2:1 gegen Panama – die Formkurve zeigt nach oben.

Südkorea – Son Heung-min und der Hunger nach 2002

Südkoreas Qualifikation liest sich wie ein Lehrbuch für Konstanz: Sechs Siege, vier Remis, null Niederlagen als Gruppensieger der asiatischen Qualifikation. Son Heung-min war daran maßgeblich beteiligt – 10 Tore in 13 Qualifikationsspielen, dabei sein 50. Länderspieltor. Mit 33 Jahren geht er in seine vermutlich letzte WM.

Die WM 2022 in Katar lieferte einen Vorgeschmack auf das, was Südkorea kann. Ein 2:1-Sieg gegen Portugal am letzten Spieltag sicherte Platz 2 in der Gruppe. Im Achtelfinale folgte ein 1:4 gegen Brasilien – Vinícius Jr. traf bereits in der 7. Minute, nach 36 Minuten stand es 4:0. Paik Seung-ho verkürzte in der 76. Minute zum Ehrentreffer. Das historische Hoch bleibt 2002: Platz 4 bei der Heim-WM. Seitdem kam Südkorea nie wieder über das Achtelfinale hinaus.

Neben Son hat sich Hyeon-gyu Oh von Besiktas als zweite Offensivkraft etabliert. Das schnelle Umschaltspiel ist Südkoreas Stärke, gegen physisch starke europäische Mannschaften tut sich das Team aber historisch schwer – eine relevante Schwäche im Hinblick auf Tschechien.

Tschechien – nach 20 Jahren zurück auf der WM-Bühne

2006 war Tschechiens letzte WM. In Deutschland schieden sie nach einer 0:2-Niederlage gegen Ghana und einem 0:2 gegen Italien in der Gruppenphase aus – mit einer alternden Generation um Nedvěd und Rosický, die eine ihrer letzten Chancen auf WM-Ruhm verpasste. Seitdem: Nichts. Keine WM 2010, 2014, 2018, 2022. Eine komplette Spielergeneration kennt das Turnier nur aus dem Fernsehen.

Der Weg zurück war dramatisch. Im Playoff-Halbfinale gegen Irland lag Tschechien 0:2 zurück, ehe die Mannschaft das Spiel drehte und im Elfmeterschießen mit 4:3 für sich entschied. Im Finale gegen Dänemark setzte man sich, nachdem es in der Verlängerung 2:2 stand, ebenfalls im Elfmeterschießen (3:1) durch.

Dass Tschechien trotz FIFA-Rang 43 in den Quoten vor Südkorea (Rang 22) steht, erklärt der Kaderwert. €180,80 Mio. – mehr als jedes andere Team in der Gruppe. Schick bei Leverkusen, Coufal und Hranac bei Hoffenheim, dazu Profis in England und Italien. Die individuelle Klasse ist da. Ob die fehlende WM-Erfahrung zum Problem wird, steht auf einem anderen Blatt. Als Tschechoslowakei standen sie immerhin zweimal im WM-Finale (1934 und 1962) – aber das ist Geschichte, die keiner im aktuellen Kader erlebt hat.

Südafrika – Bafana Bafanas erster echter WM-Auftritt seit 2002

Die letzte reguläre WM-Qualifikation ist 24 Jahre her. 2010 war Südafrika als Gastgeber gesetzt, schied aber in der Gruppenphase aus. Diesmal haben sich die Bafana Bafana den Platz verdient. In einer Qualifikationsgruppe mit Nigeria und Marokko holte Südafrika am letzten Spieltag mit einem 3:0 gegen Ruanda das Ticket. Ein 1:1 auswärts in Nigeria unterstreicht, dass diese Mannschaft auswärts bestehen kann.

Beim Afrika-Cup 2025 in Marokko bestätigte Südafrika den Aufwärtstrend: Gruppenphase überstanden mit 2:1 gegen Angola, 3:2 gegen Simbabwe und einer 0:1-Niederlage gegen Ägypten. Im Achtelfinale war gegen Kamerun bei einer 1:2-Niederlage Schluss.

Der Kaderwert von €41,15 Mio. macht den Abstand zum Rest der Gruppe deutlich – weniger als ein Viertel von Tschechiens Aufgebot. Die Quoten bei Weltbet spiegeln das wider: Gruppensieg bei 12,90, Weiterkommen bei 2,20. Aber gut. Südafrika bringt mit 26,8 Jahren den jüngsten Kader mit und hat in der Qualifikation bewiesen, dass Marktwert nicht alles ist.

Welche Spiele entscheiden die Gruppe A?

Sechs Partien stehen auf dem Programm, drei davon werden die Rangfolge in der Gruppe mit hoher Wahrscheinlichkeit bestimmen. Historische WM-Direktvergleiche liefern dabei mehr Kontext, als man zunächst erwarten würde.

Mexiko vs. Südkorea (18. Juni, Zapopan)

Das Duell der beiden stärksten Teams der Gruppe (laut den aktuellen FIFA-Rankings). Wer hier gewinnt, hat einen Fuß im Achtelfinale – wer verliert, gerät unter Druck. Mexiko führt den WM-Direktvergleich gegen Südkorea mit 2:0 an. 1998 in Frankreich gewann Mexiko 3:1, 2018 in Russland 2:1. In beiden Spielen hatte Mexiko Südkoreas Offensivspiel gut unter Kontrolle, auch wenn die Ergebnisse knapp waren. Zapopan liegt auf rund 1.500 Metern – nicht so extrem wie Mexico City, aber Heimvorteil bleibt Heimvorteil. Son Heung-min gegen eine organisierte mexikanische Defensive: Das ist die Schlüsselkonstellation dieses Spiels.

Südkorea vs. Tschechien (11. Juni, Zapopan)

Das Eröffnungsspiel beider Teams – und der direkte Vergleich im Kampf um Platz 2. Die Gesamtbilanz spricht leicht für Tschechien: fünf Spiele, zwei Siege, eine Niederlage, zwei Unentschieden. Ein WM-Duell gab es bisher nicht. Die Weiterkommen-Quoten bei Weltbet spiegeln wider, wie eng dieses Rennen eingeschätzt wird: Tschechien 1,25, Südkorea 1,44. Tschechien bringt das Playoff-Momentum mit, Südkorea die makellose Quali-Bilanz. Wer am ersten Spieltag den besseren Start erwischt, hat im weiteren Turnierverlauf die Nase vorn.

Mexiko vs. Südafrika (11. Juni, Mexico City) – das Eröffnungsspiel

Das Eröffnungsspiel der WM 2026. Aztekenstadion, 2.200 Meter Höhe, 87.000 Zuschauer – Mexiko mit maximalem Heimvorteil. Und doch gibt es ein historisches Echo, das zur Vorsicht mahnt: Beim WM-Eröffnungsspiel 2010 trennten sich genau diese beiden Mannschaften 1:1 (Tshabalala 55., Márquez 79.). Südafrika hat gegen Mexiko nichts zu verlieren. Ein Punktgewinn wäre gegen den Gruppenfavoriten ein Erfolg und könnte für Platz 3 mit Weiterkommen den entscheidenden Unterschied ausmachen. Mexiko dagegen sollte sich an 2022 erinnern, als Gastgeber Katar das Eröffnungsspiel 0:2 gegen Ecuador verlor und am Ende in der Gruppenphase ausschied.

Wer kommt aus der WM 2026 Gruppe A weiter?

Quoten, Kaderwerte, FIFA-Ranking, Formkurve, Spielorte, Direktvergleiche – alle Indikatoren zusammengenommen ergibt sich ein relativ klares Bild.

Mexiko hat die besten Chancen auf den Gruppensieg. Der Heimvorteil auf 2.200 Metern, die WM-Erfahrung aus 18 Teilnahmen, die bereinigte Wahrscheinlichkeit von 85,6 % auf Weiterkommen, die makellose WM-Gastgeber-Bilanz in der Gruppenphase (1970 und 1986 jeweils Gruppensieger), der 2:0-WM-Direktvergleich gegen Südkorea – all das spricht für den Gastgeber.

Das Rennen um Platz 2 wird enger. Tschechien hat den Kaderwert-Vorteil (€180,80 vs. €136,75 Mio.), Südkorea das bessere FIFA-Ranking (22 vs. 43) und die konstantere Qualifikation. Die Quoten sehen Tschechien leicht vorne: 3,25 vs. 4,30 auf den Gruppensieg, 1,25 vs. 1,44 auf Weiterkommen. Der Schlüssel liegt im direkten Duell am ersten Spieltag in Zapopan. Gewinnt Tschechien dort, ist der Weg auf Platz 2 frei. Verliert Tschechien, muss die Mannschaft gegen Mexiko im Aztekenstadion Punkte holen – kein einfaches Unterfangen auf 2.200 Metern.

Südafrika ist nicht chancenlos. Das liegt am neuen WM-Modus: Von zwölf Drittplatzierten kommen acht in die K.o.-Runde – das entspricht einer Quote von 66,7 %. Die bereinigte Wahrscheinlichkeit von 42,1 % auf Weiterkommen ist auch ein Produkt dieser Regeländerung. Ein Sieg und ein Unentschieden könnten als Dritter reichen. Der AFCON 2025 zeigte, dass die Bafana Bafana auf internationalem Niveau mithalten können. Gegen die Gruppenphase sprechen allerdings der enorme Kaderwert-Rückstand und die fehlende WM-Erfahrung.

Dass Heimvorteil allein keine Garantie ist, zeigen zwei aktuelle Beispiele: Südafrika schied 2010 als Gastgeber in der Gruppenphase aus, Katar 2022 ebenso. Mexikos Kaderqualität und Turniererfahrung unterscheiden sich jedoch grundlegend von diesen Fällen. Wir sehen Mexiko als Gruppensieger und Tschechien als Zweiten. Tschechien hat allerdings das Potenzial, diese Reihenfolge zu kippen – dies wird sich wohl bereits am ersten Spieltag zeigen. Und Südafrika? Die Bafana Bafana brauchen einen starken Start ins Turnier. Ein Punktgewinn gegen Mexiko im Eröffnungsspiel, ein Sieg gegen Südkorea am letzten Spieltag – dann wäre Platz 3 mit Weiterkommen plötzlich greifbar.