Flagge von Tunesien
FIFA
#29
Gruppe F Afrika

Tunesien

TUN Trainer: Faouzi Benzarti
WM-Sieg Quote
501.00

Tunesien bei der WM 2026

Tunesien kehrt bei der WM 2026 zum siebten Mal auf die größte Fußballbühne zurück. In Gruppe F warten mit den Niederlanden, Japan und Schweden drei sehr unterschiedliche Aufgaben – ein europäischer Top-Favorit, eine spielstarke asiatische Mannschaft und ein nordischer Außenseiter mit individueller Klasse. Turnierauftakt ist Mitte Juni 2026 in den USA, Kanada und Mexiko, und für die Carthage Eagles stehen drei Gruppenspiele auf dem Programm: am 15. Juni gegen Schweden, am 21. Juni gegen Japan und am 26. Juni gegen die Niederlande – alle drei in den frühen europäischen Morgenstunden.

Dieser Artikel ordnet Tunesiens Ausgangslage ein. Es geht um die Gruppe F, den Spielplan, den Qualifikationsweg, den Kader um Hannibal Mejbri und Ellyes Skhiri sowie um die historischen Anläufe, die bei keiner WM bisher über die Vorrunde hinausgingen. Wer sich für die Wettmärkte interessiert, bekommt am Ende auch einen Überblick über die Langzeitquoten bei Weltbet und eine Einschätzung zum Auftaktspiel gegen Schweden.

Tunesien bei der WM 2026: Gruppe F im Überblick

Gruppe F gilt als eine der offeneren Gruppen des Turniers. Die Niederlande sind klarer Favorit, dahinter trennen sich die Wege aus Sicht der Buchmacher schnell. Japan wird als zweite Kraft gehandelt, Schweden und Tunesien liegen in den Quoten relativ dicht beieinander – was in der Praxis bedeutet, dass der zweite Platz und das letzte Achtelfinalticket der Gruppe als offener Zweikampf taxiert werden.

Die vier Teams der Gruppe F

Team

Rolle in der Gruppe

Gruppensieger-Quote (Weltbet, Stand: 23.04.2026)

Niederlande

Top-Favorit

1,72

Japan

Zweite Kraft

4,50

Schweden

Außenseiter mit Offensivpotenzial

5,50

Tunesien

Afrikanischer Vertreter

8,00

Die Niederlande bringen mit Virgil van Dijk, Cody Gakpo und Xavi Simons einen Kader mit, der in jedem Gruppenspiel Favorit ist. Japan steht seit Jahren für hohes Pressing und individuelle Klasse aus den europäischen Top-Ligen – Takefusa Kubo, Kaoru Mitoma und Wataru Endo geben der Mannschaft ein stabiles Gerüst. Schweden ist seit dem Ende der Ära Zlatan Ibrahimović im Umbruch, hat mit Alexander Isak, Viktor Gyökeres und Dejan Kulusevski aber eine Angriffsreihe, die jede Defensive in Probleme bringen kann. Tunesien bringt als einziges afrikanisches Team der Gruppe eine sehr eigene Spielidee mit – kompakte Defensive, Umschaltspiel, viel Ruhe am Ball in der eigenen Hälfte.

Was Tunesien in dieser Gruppe erwartet

Die drei Gegner fordern drei völlig unterschiedliche Spielarten. Gegen die Niederlande wird Tunesien zwangsläufig viele Ballbesitzphasen verteidigen müssen – die Elftal sucht Tempo über die Flügel und spielt mutig zwischen die Linien. Japan bedeutet das Gegenteil: Viel Pressing, schnelle Umschaltaktionen, hohes Tempo im letzten Drittel. Schweden wiederum setzt auf physische Präsenz, lange Bälle auf die Stürmer und Standardsituationen.

Für Tunesien heißt das, taktisch flexibel zu sein. Das Team ist traditionell defensiv stabil und schwer zu bespielen, wenn es kompakt steht. Das realistische Ziel ist klar benannt: Zum ersten Mal in der Länder-WM-Geschichte die Gruppenphase überstehen. Alles andere wäre ein historisches Ausrufezeichen. Die Buchmacher bewerten diese Hürde hoch, aber nicht unüberwindbar – und genau in diesem Zwischenraum zwischen Anspruch und Realität bewegt sich die WM 2026 für die Carthage Eagles.

Der Spielplan Tunesiens bei der WM 2026

Die drei Gruppenspiele liegen für deutsche Zuschauer in den Nachtstunden. Anstöße zwischen 01:00 und 06:00 Uhr MEZ bedeuten: Wer live dabei sein will, muss entweder sehr früh aufstehen oder sehr spät ins Bett.

Spieltag

Datum

Anstoß (MEZ)

Begegnung

1. Spieltag

15.06.2026

04:00 Uhr

Schweden – Tunesien

2. Spieltag

21.06.2026

06:00 Uhr

Tunesien – Japan

3. Spieltag

26.06.2026

01:00 Uhr

Tunesien – Niederlande

Aus tunesischer Sicht ist der Auftakt gegen Schweden wegweisend. Ein gutes Ergebnis dort öffnet die Tür zum zweiten Platz. Ein früher Rückschlag macht das Weiterkommen rechnerisch schnell schwierig, weil die Niederlande als realistischer Punktesammler für Platz eins gelten und Japan seinerseits gegen Schweden oder Niederlande im Idealfall liefern muss.

Tunesiens Weg zur WM 2026 – Qualifikation und Trainer

Tunesien hat sich über den afrikanischen Qualifikationsweg (CAF) für die WM 2026 durchgesetzt. Die zweite CAF-Qualirunde teilte die 54 afrikanischen Nationen in neun Gruppen zu je sechs Mannschaften auf – die Gruppensieger qualifizieren sich direkt für die Endrunde, die vier besten Gruppenzweiten spielen in einem Play-off um ein weiteres afrikanisches Ticket und die interkontinentale Relegation.

Für die Carthage Eagles stand dabei von Anfang an die Defensive im Mittelpunkt. Das tunesische Team hat sich in der Qualifikation wieder einmal auf das verlassen, was es traditionell am besten kann: wenig Gegentore zulassen, geduldig bleiben und im richtigen Moment eiskalt zuschlagen. Gegen Gegner wie Namibia, Äquatorialguinea, Liberia, São Tomé und Príncipe sowie Malawi hat Tunesien den direkten Weg nach Amerika konsequent abgesichert.

Der Trainer und seine Philosophie

Der tunesische Fußballverband FTF hat in den letzten Jahren mehrere Trainerwechsel erlebt, und auch der Weg zur WM 2026 war nicht geradlinig. Entscheidend ist die Kontinuität der taktischen Grundlinie: Tunesien agiert in der Regel in einem 4-3-3 oder 4-2-3-1, das sich je nach Spielstand und Gegner zu einer kompakten Fünferkette verschieben kann. Defensive Ordnung hat Priorität vor Ballbesitz, und das ist kein Zufall – diese Spielweise hat die Tunesier 2022 in Katar erst zum 1:0-Erfolg gegen Frankreich geführt und ist seit Jahren die Grundlage für konkurrenzfähige Ergebnisse gegen nominell stärkere Gegner.

Für die WM 2026 heißt das: Tunesien wird nicht versuchen, spielerisch mit den Niederlanden mitzuhalten. Es wird versuchen, mit Zweikampfhärte, Geduld und Standards Nadelstiche zu setzen. Genau das gleiche Muster wird auch gegen Japan greifen, wo das Umschaltspiel der Japaner die Räume eröffnet, die Tunesien braucht. Und gegen Schweden, das nicht zwingend das Tempo-Pressing der Japaner mitbringt, ist sogar ein offeneres Spiel denkbar.

Kader der Carthage Eagles – Schlüsselspieler für die WM 2026

Der tunesische WM-Kader wird eine Mischung aus Europa-Legionären und Spielern aus der heimischen Ligue 1 Professionnelle sein. Genau dieses Muster ist seit Jahren charakteristisch für Tunesien: Das Gerüst bildet die Garde, die in den Top-Ligen spielt, die Breite kommt aus Clubs wie Espérance Tunis, Étoile du Sahel und Club Africain.

Die Achse aus Defensive und Mittelfeld

Im Mittelfeld ist Ellyes Skhiri nach wie vor die zentrale Figur – der Profi von Eintracht Frankfurt gibt der tunesischen Mitte Stabilität, gewinnt Zweikämpfe und verteilt Bälle nüchtern. Neben ihm steht Aïssa Laïdouni, der seit seinen Jahren bei Ferencváros und Union Berlin zu den läuferisch stärksten Sechsern Afrikas gehört. Diese beiden bilden das Sechser-Gerüst, das jedem Gegner die Räume zwischen den Linien schließen soll.

Davor operiert Hannibal Mejbri als kreativer Spielgestalter. Der ehemalige Manchester-United-Nachwuchsspieler hat seinen Weg über die Premier League gefunden und bringt die technische Qualität mit, die Tunesien in der Offensive braucht. Wenn Mejbri einen guten Tag erwischt, kann er Spiele alleine entscheiden – das hat er in der Nationalmannschaft bereits mehrfach gezeigt.

Dahinter hängt die Defensive an Spielern wie Montassar Talbi und Ali Abdi, flankiert von einem Torhüter-Team um Aymen Dahmen und Bechir Ben Saïd. Dieses Gerüst hat in der Qualifikation nur wenige Gegentore zugelassen und ist einer der Hauptgründe, warum Tunesien überhaupt als ernst zu nehmender Gegner in Gruppe F gilt.

Die Offensive – zwischen Erfahrung und Aufbruch

Im Angriff setzen die Carthage Eagles auf eine Mischung aus Routine und jungen Profiltypen. Youssef Msakni, der langjährige Kapitän, ist auch im fortgeschrittenen Fußballeralter noch immer einer der Spieler, die den Unterschied machen können – gerade bei ruhenden Bällen und in Schlüsselmomenten. Dazu kommen Profis wie Anis Ben Slimane und Mohamed Ali Ben Romdhane, die aus der dänischen und italienischen Liga Erfahrung mitbringen.

Was Tunesien fehlt, ist der klassische Goalgetter auf Weltniveau. Tore fallen häufig aus dem Kollektiv – aus Kontern, Standardsituationen, nach langen Ballvorträgen. Das macht das Team schwer ausrechenbar, bedeutet aber auch, dass die Offensive von Spiel zu Spiel schwanken kann. Gegen den richtigen Gegner reicht es zu einem 1:0 wie einst gegen Frankreich. Gegen offensivere Kontrahenten wird es eng, wenn der eine Treffer nicht fällt.

Tunesien WM Wetten 2026 – Die drei Gruppenspiele im Detail

Schweden vs. Tunesien

Der Auftakt gegen Schweden ist das Spiel, in dem Tunesien etwas holen muss. Die Quoten bei Weltbet sehen die Partie eng, aber mit leichten Vorteilen für die Schweden: 1,97 auf den Sieg der Skandinavier, 3,32 auf das Remis und 3,98 auf einen tunesischen Sieg (Stand: 23.04.2026). Für die Toranzahl liegen die Werte bei 2,29 auf Über 2,5 Tore und 1,63 auf Unter 2,5 Tore – das Quotenbild zeichnet also kein offenes Torfestival, sondern eher ein taktisch geprägtes Duell.

Die Prognose für diese Partie zeigt ein torarmes, eng geführtes Spiel. Tunesien ist seit Jahren eines der defensivstärksten afrikanischen Teams – bei der WM 2022 kassierten die Carthage Eagles in drei Gruppenspielen nur ein einziges Gegentor, und das in der Schlussminute gegen Australien. Das liegt vor allem an einer tiefstehenden Grundordnung um Ellyes Skhiri und Aïssa Laïdouni, die den Raum vor der Abwehr systematisch zumachen. Wenn diese Struktur gegen Schweden steht, reicht selbst ein einziger eigener Treffer oft zum Punktgewinn.

Schweden auf der anderen Seite ist zwar offensiv individuell stark besetzt, hat aber in den vergangenen Qualifikationsspielen immer wieder gezeigt, dass die Mannschaft vor allem gegen Mannschaften die sehr Tief stehen Probleme hat. Alexander Isak und Viktor Gyökeres können jedes Spiel alleine entscheiden – sie können aber auch 90 Minuten ohne klare Torchance bleiben, wenn der Gegner kompakt verteidigt. In WM-Eröffnungspartien sind außerdem vorsichtige Spiele mit wenigen Toren eher die Regel als die Ausnahme, gerade wenn beide Teams sich kennen und die erste Punkte sichern wollen.

Unter dem Strich zeichnet sich ein Spiel ab, in dem Tunesien nicht chancenlos ist. Die Mannschaft hat in den letzten Jahren gegen europäische Gegner wie Frankreich (1:0 bei der WM 2022) gezeigt, dass sie auf Augenhöhe spielen kann, wenn der Matchplan aufgeht. Gegen ein Schweden im Umbruch, das in wichtigen Qualifikationsspielen teils Probleme hatte, ist ein Punktgewinn alles andere als ein Fantasiegebilde. Die wahrscheinlichsten Ergebnisse sind ein 0:0-Unentschieden oder ein knapper 0:1-Sieg für die Schweden, denen ich zurzeit noch ein wenig mehr Zutraue. Ein Partie mit mehreren Toren erscheint dagegen eher unwahrscheinlich.

Tunesien vs. Japan

Das zweite Gruppenspiel gegen Japan ist aus tunesischer Sicht die größte taktische Herausforderung. Japan presst früh und aggressiv, spielt schnell zwischen die Linien und hat mit Takefusa Kubo, Kaoru Mitoma und Daichi Kamada Profile, die Tunesien im letzten Drittel vor Probleme stellen werden.

Gleichzeitig öffnet genau dieses Pressing die Räume, die Tunesien für Umschaltaktionen braucht. Japan verteidigt hoch, die Abwehrkette steht oft weit in der gegnerischen Hälfte – ein langer Ball auf Mejbri oder Msakni kann in diesem Setup zur Großchance werden. Historisch haben sich beide Teams selten getroffen, zuletzt in einem Freundschaftsspiel im Sommer 2022 (0:3 aus tunesischer Sicht), was damals aber vor allem taktisches Testspiel-Ergebnis war und nicht vollends aussagekräftig ist.

Die Prognose zeichnet ein Spiel mit klaren Favoritenrollen: Japan als leicht bevorzugte Mannschaft, Tunesien in der Rolle des kompakten Gegners, der über Umschaltmomente kommen muss. Wahrscheinlicher als gegen Schweden ist ein Spiel mit Toren – Japans Offensive sucht den Abschluss konsequent, und Tunesien wird aus der Tiefe riskieren müssen, wenn ein Punktgewinn gelingen soll. Ein knappes Ergebnis mit ein oder zwei Toren Unterschied ist das erwartbare Szenario. Sportlich gilt: Tunesien braucht in diesem Spiel mindestens ein Unentschieden, wenn das Achtelfinale realistisch bleiben soll.

Tunesien vs. Niederlande

Das letzte Gruppenspiel gegen die Niederlande ist auf dem Papier die schwerste Aufgabe. Die Elftal bringt mit Virgil van Dijk, Cody Gakpo, Xavi Simons, Jurriën Timber und Memphis Depay einen Kader mit, der in allen Mannschaftsteilen Weltklasse hat. Tunesien wird in diesem Spiel sehr viel verteidigen müssen – das 4-2-3-1 wird phasenweise zum 5-4-1, und die Spielzeit mit dem Ball wird minimal sein.

Entscheidend für die Dramaturgie ist, wer vor dem dritten Spieltag in welcher Situation steht. Reicht Tunesien ein Unentschieden fürs Achtelfinale, wird man den Bus noch entschlossener parken. Muss Tunesien gewinnen, wird das Spiel offener – und damit aus tunesischer Sicht sehr Riskant, weil ihnen ein offener Spielstil weniger liegt. Die Niederlande werden ihrerseits wahrscheinlich bereits für das Achtelfinale qualifiziert sein und könnten rotieren, was die Aufgabe marginal erleichtert, aber nicht neu definiert.

Die Prognose sieht einen klaren niederländischen Favoritenstatus. Aus reiner Kräfteverteilung spricht alles für einen Sieg der Elftal – die Frage ist vielmehr, in welcher Tonlage. Ein überlegener, aber knapper Sieg mit ein oder zwei Toren Unterschied passt zu einem Spiel, in dem Tunesien tief verteidigt und die Niederlande ein bereits gesichertes Weiterkommen verwalten. Ein Kantersieg ist dagegen das unwahrscheinlichere Szenario: Tunesien wird nicht in offene Kontersituationen gegen van Dijk und Timber laufen, sondern diszipliniert stehen und auf das Minimalziel spielen.

Tunesien WM Wetten 2026 – Langzeitmärkte im Überblick

Neben den Einzelspielen gibt es bei Weltbet mehrere Langzeitmärkte, die sich speziell um Tunesien drehen. Diese Quoten zeichnen ein klareres Bild davon, wie der Markt die Chancen der Carthage Eagles insgesamt bewertet.

Wie weit kommt Tunesien? Die Ausscheidens-Quoten

Tunesien scheidet aus in…

Quote (Stand: 23.04.2026)

Vorrunde

1,65

Achtelfinale (Round of 32)

2,50

Sechzehntelfinale (Round of 16)

9,05

Viertelfinale

21,10

Halbfinale

81,00

Finalist (Runner-up)

250,00

Turniersieg

500.00

Die Marktlage ist eindeutig: Das Vorrunden-Aus wird bei einer Quote von 1,65 als wahrscheinlichstes Szenario taxiert. Das Erreichen des Achtelfinales liegt bei 2,50, und damit ist der erste K.o.-Auftritt klar das realistische Ziel. Ab dem Sechzehntelfinale wird die Luft dünn – eine Quote von 9,05 macht deutlich, dass Tunesien ab dieser Runde nur noch in Außenseiter-Szenarien taxiert wird.

Gruppenqualifikation und Gruppensieg

Für die zentrale Frage „Kommt Tunesien aus Gruppe F raus?" gibt es einen eigenen Markt. Die Ja-Quote liegt bei 2,10, die Nein-Quote bei 1,66 (Stand: 23.04.2026). Damit hält der Markt das Ausscheiden in der Vorrunde für wahrscheinlicher, aber nicht deutlich – das sind Quoten, die eher ein offenes Rennen mit leichtem Nachteil für Tunesien signalisieren als einen klaren Favoritenstatus für das frühe Aus.

Für den Gruppensieg ist die Rangordnung weit eindeutiger: Niederlande 1,72, Japan 4,50, Schweden 5,50, Tunesien 8,00. Tunesien ist damit klar der Gruppenvierte im Quotenbild – was sich sauber mit der Einschätzung deckt, dass der zweite oder dritte Platz und das Achtelfinale das realistische Ziel sind, nicht der Gruppensieg.

Tunesiens WM-Historie – Sieben Teilnahmen, ein unerreichtes Ziel

Die WM 2026 ist für Tunesien die siebte Endrundenteilnahme. Premiere war 1978 in Argentinien, danach folgten 1998 in Frankreich, 2002 in Südkorea und Japan, 2006 in Deutschland, 2018 in Russland, 2022 in Katar. Jedes dieser Turniere endete nach der Gruppenphase – und das ist der größte Hinweis darauf, wie hoch die Messlatte für 2026 eigentlich liegt.

Es gab über die Jahre einzelne Glanzmomente. 1978 gewann Tunesien das Auftaktspiel gegen Mexiko 3:1 und wurde damit die erste afrikanische Mannschaft, die ein WM-Spiel für sich entschied. 2022 in Katar gelang der 1:0-Sieg gegen den späteren Finalisten Frankreich – zwar ohne französische Topelf und in einem Spiel, das Tunesien trotzdem nicht ins Achtelfinale brachte, aber mit historischer Symbolkraft. Zwischen diesen Highlights liegen viele enge Ausgänge, bei denen ein einziger Treffer mehr oder weniger über das Weiterkommen entschieden hätte.

Die Bilanz über alle WM-Teilnahmen hinweg ist geprägt von defensiver Ordnung und knappen Ergebnissen. Tunesien hat selten zweistellig Gegentore kassiert und kaum klare Niederlagen hinnehmen müssen – das, was fehlt, ist der zusätzliche Schritt ins Achtelfinale. Genau diese Lücke will die Generation um Mejbri, Skhiri und Laïdouni 2026 schließen. Das Turnier in Amerika bietet dafür eine realistische Ausgangslage: eine machbare Gruppe, ein erfahrener Kader und eine Spielidee, die gegen die drei Gegner jeweils in Teilen aufgehen kann.

Fazit und Prognose

Fügt man die drei Einzelspiel-Prognosen zusammen, ergibt sich ein nüchternes Bild für die Carthage Eagles. Gegen Schweden ist ein Punktgewinn realistisch, aber keineswegs gesetzt – das wahrscheinlichste Szenario bleibt ein knapper schwedischer Sieg oder ein Remis. Gegen Japan liegen die Favoritenrollen klar verteilt, und die Wahrscheinlichkeit einer tunesischen Niederlage ist hoch. Gegen die Niederlande zeichnet sich ein Sieg der Elftal ab, auch wenn er knapp ausfallen kann.

Rechnet man diese Ausgänge zusammen, landet Tunesien am Ende der Gruppe auf Platz vier. Selbst im optimistischen Fall – ein Unentschieden gegen Schweden, eine knappe Niederlage gegen Japan und eine enge Niederlage gegen die Niederlande – käme Tunesien auf einen einzigen Punkt. Für Platz drei wären in den meisten denkbaren Konstellationen zwei bis drei Punkte nötig, weil Schweden parallel Zähler gegen Japan oder die Niederlande holen kann, und für Platz zwei liegen die Anforderungen noch höher. Genau deshalb taxieren die Buchmacher das Vorrunden-Aus mit einer Quote von 1,65 als klar wahrscheinlichstes Szenario. Und auch wenn die Tunesische Mannschaft durchaus Qualität mitbringt, denke ich nicht, dass es in dieser Gruppe für den dritten Platz reichen wird.

Die sportliche Logik dahinter ist nachvollziehbar. Tunesiens größte Stärke – die defensive Kompaktheit – hält nicht über drei Spiele gegen drei sehr unterschiedliche Offensivstile stand. Gegen die ballbesitzstarken Niederlande, das pressingintensive Japan und ein physisch präsentes Schweden wird mindestens eine dieser Defensiven-Strukturen unter Druck brechen. Dazu kommt die offensive Seite: Tunesien erzeugt seine Tore aus dem Kollektiv und aus Standardsituationen, hat aber keinen Torjäger auf Weltklasse-Niveau, der in einem eng getakteten Turnier gegen starke Abwehrreihen verlässlich trifft. Schweden mit Isak und Gyökeres, Japan mit Kubo, Mitoma und Kamada und die Niederlande mit Gakpo, Depay und Xavi Simons haben in dieser Hinsicht die besseren Karten.

🌍
6
WM-Teilnahmen
🏆
0
WM-Titel
📊
#29
FIFA Ranking
🎯
F
Gruppe
Bestes WM-Ergebnis

Gruppenphase

Rekordhalter

Die erfolgreichsten Nationalspieler aller Zeiten

🏅 Rekordspieler

1
F. Sassi
75
2
Y. Meriah
74
3
N. Sliti
66
4
A. Maâloul
64
5
E. Skhiri
64

Rekordtorschützen

1
N. Sliti
13
2
S. Jaziri
11
3
F. Sassi
7
4
Y. Meriah
5
5
A. Abdi
4

🎯 Vorlagenkönige

1
A. Abdi
4
2
H. Mejbri
2
3
H. Mastouri
1
4
A. Maâloul
1
5
M. Ben Romdhane
1

WM 2026 Spiele

Alle 3 Partien von Tunesien

1. Spieltag Gruppe F
Schweden Schweden
vs
Tunesien Tunesien
2. Spieltag Gruppe F
Tunesien Tunesien
vs
Japan Japan
Prognose
TUN 45%
X 45%
JAP 10%
Favorit: Tunisia Double chance : Tunisia or draw
Direkter Vergleich
TUN 1
X 0
JAP 1
17.10.23 Japan 2:0 Tunisia
14.06.22 Japan 0:3 Tunisia
3. Spieltag Gruppe F
Tunesien Tunesien
vs
Niederlande Niederlande

Kader

28 Spieler · Komplette Länderspiel-Karriere

🧤

Torwart

(4)
# Spieler Alter 🏅 Par. 90'
16
A. Dahmen
28 26 19 23
22
B. Ben Saïd
33 20 16 20
1
N. Farhati
25 1 0 -
16
S. Ben Hsan
29 1 0 -
🏅 = Länderspiele · Par. = Paraden · 90' = volle Spiele
🛡️

Verteidiger

(9)
# Spieler Alter 🏅 90'
4
Y. Meriah
32 74 5 72
12
A. Maâloul
35 64 3 53
3
M. Talbi
27 53 3 50
6
D. Bronn
30 40 2 36
2
A. Abdi
32 39 4 35
18
N. Ghandri
30 20 0 13
20
Y. Valery
26 14 0 9
14
M. Ben Ali
30 2 0 0
-
A. Arous
21 0 0 -
🏅 = Länderspiele · ⚽ = Tore · 90' = volle Spiele

Mittelfeld

(9)
# Spieler Alter 🏅 90'
13
F. Sassi
33 75 7 59
17
E. Skhiri
30 64 4 59
5
M. Ben Romdhane
26 46 3 26
10
H. Mejbri
22 43 0 27
12
M. Ben Ouanes
31 11 0 4
8
E. Saad
26 7 0 4
11
Ismaël Gharbi
21 6 1 2
8
Houssem Teka
25 2 0 0
15
H. Mahmoud
25 2 0 1
🏅 = Länderspiele · ⚽ = Tore · 90' = volle Spiele

Sturm

(6)
# Spieler Alter 🏅 90'
23
N. Sliti
33 66 13 46
23
S. Jaziri
32 38 11 22
7
E. Achouri
26 25 3 17
19
F. Chaouat
29 13 3 4
9
H. Mastouri
28 12 2 8
12
S. Tounekti
23 5 0 1
🏅 = Länderspiele · ⚽ = Tore · 90' = volle Spiele
769
Länderspiele
64
Tore gesamt
11
Assists gesamt
28
Ø Länderspiele
🎰

Auf Tunesien wetten

WM-Sieger
501.00
Ranking
#29

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