Japan hat sich am 20. März 2025 mit einem 2:0 in Riffa gegen Bahrain als erste Nation nach den drei Gastgebern USA, Kanada und Mexiko sportlich für die WM 2026 qualifiziert. Kein anderes Team hat zu diesem Zeitpunkt das Ticket gelöst, kein anderes Team ist seit 1998 so konstant auf dem Turnier präsent. Die Samurai Blue treten in Gruppe F gegen die Niederlande, Tunesien und Schweden an – und der Fahrplan ist klar: 14. Juni, 21. Juni und 26. Juni 2026. Auf den folgenden Seiten geht es um Japans Kader, um Trainer Hajime Moriyasu, um die drei Gegner, um jeden einzelnen Spieltag und um die Langzeitwetten auf die Gruppenkonstellation.
Japans Weg zur Weltmeisterschaft 2026
Japan marschiert seit 1998 durch jede WM-Qualifikation. 2026 ist die achte Teilnahme in Folge, und der Weg dorthin war so dominant wie selten. In der dritten Runde der AFC-Qualifikation stand die Mannschaft in Gruppe C mit 23 Punkten vor Australien, legte sieben Siege, zwei Unentschieden und nur eine Niederlage auf den Platz und stellte ein Torverhältnis von 30:3. Das bedeutete im Schnitt drei Tore pro Spiel auf der einen Seite und 0,3 Gegentore auf der anderen.
Das Ticket fixierten Daichi Kamada und Takefusa Kubo mit ihren Toren in Bahrain. Kamada traf früh in Halbzeit zwei, Kubo legte nach. Diese beiden Treffer machten Japan zur ersten rein sportlich qualifizierten Nation der WM 2026 – noch vor allen europäischen Top-Favoriten und lange vor Tunesien oder Schweden.
Der historische Kontext passt dazu. 2022 in Katar gewann Japan seine Vorrundengruppe vor Spanien und Deutschland, schlug beide Weltmeister in direkten Duellen und scheiterte erst im Elfmeterschießen an Kroatien. 2018 zog die Mannschaft ebenfalls ins Achtelfinale ein und führte dort gegen Belgien zur Pause. Zweimal Achtelfinale in Folge, 2022 sogar als Gruppensieger – das ist die Latte, an der Japans WM 2026 gemessen wird.
Hajime Moriyasu und das Spielsystem der Samurai Blue
Hajime Moriyasu arbeitet seit August 2018 als Cheftrainer der Nationalmannschaft und ist damit der erste Japan-Coach, dessen Vertrag nach einer WM verlängert wurde. Diese Kontinuität ist der Schlüssel zum aktuellen Auftritt. Während in vielen anderen Verbänden nach jedem Turnier ein Neustart folgt, hat Moriyasu seit fast acht Jahren Zeit, seine Ideen in die Mannschaft einzuarbeiten.
Das Grundsystem ist ein flexibles 4-2-3-1, das sich gegen stärkere Gegner zum 3-4-2-1 mit Fünferkette verschiebt. Gegen Deutschland und Spanien 2022 hat Moriyasu genau diese Variante ausgepackt – tief stehen, hoch pressen im richtigen Moment und aus schnellem Umschaltspiel heraus zuschlagen. Die Mannschaft versteht das Muster inzwischen blind.
Die Flügel gehören Kaoru Mitoma und Ritsu Doan, dahinter verbindet Takefusa Kubo die Linien, Wataru Endo sichert das Zentrum ab. Gegen asiatische Gegner kommt die Mannschaft oft hoch, gegen europäische Topteams zieht sie sich zurück und sucht den Angriff über wenige, sehr präzise Pässe. Die Erwartungshaltung in Japan ist entsprechend: Achtelfinale als Minimum, Viertelfinale als realistisches Stretchziel, alles darunter wäre ein Rückschritt.
Die Schlüsselspieler im japanischen Kader
Japans Kader stützt sich auf zwei Säulen: eine Offensive, die fast komplett in Europas Top-5-Ligen arbeitet, und eine Basis aus Spielern, die in der Bundesliga und der Premier League Woche für Woche gegen starke Gegner spielen. Das Durchschnittsalter liegt im besten Bereich zwischen Erfahrung und Spielfrische – viele Stammspieler sind Mitte zwanzig und auf dem Leistungshoch.
Die Offensive: Mitoma, Kubo und Kamada
Kaoru Mitoma von Brighton & Hove Albion ist Japans X-Faktor auf dem linken Flügel. Sein Eins-gegen-Eins gehört zu den besten in der Premier League, er ist im direkten Duell kaum zu stoppen. Takefusa Kubo von Real Sociedad besetzt den rechten Halbraum und ist der Spieler, der zwischen den Linien den Unterschied macht. Daichi Kamada spielt bei Crystal Palace und kommt im Nationalteam entweder als Zehner oder zweiter Stürmer zum Einsatz. Dass er im entscheidenden Qualifikationsspiel gegen Bahrain den ersten Treffer erzielt hat, passt zu seiner Rolle als Big-Game-Spieler.
Das Mittelfeld: Endo und Tanaka
Wataru Endo steht beim FC Liverpool im Kader und hat für die Samurai Blue mehr als 70 Länderspiele absolviert. Er ist der klassische defensive Sechser, holt Bälle vor der Abwehr, bringt Struktur in den Spielaufbau und ist der Kapitän, der die Mannschaft in schwierigen Phasen zusammenhält. Ao Tanaka von Leeds United ergänzt ihn als zweiter Sechser mit mehr Offensivdrang. Das Duo bildet das Gerüst, auf dem Moriyasus Spiel steht.
Die Defensive und die Torhüter-Frage
In der Innenverteidigung führt Ko Itakura das Kommando, Hiroki Ito steht als zweite feste Säule neben ihm. Beide haben Bundesliga-Erfahrung, beide können mit einer Fünferkette umgehen. Spannend ist die Torwart-Situation. Zion Suzuki hat sich als potenzielle Nummer eins in Europa etabliert, Daniel Schmidt gilt weiterhin als erfahrene Alternative. Welcher Keeper im Juni in den USA das Tor hütet, ist bis heute nicht abschließend entschieden – das letzte Testspielprogramm vor dem Kader-Nominierungstermin bringt hier die Klärung.
Die Gruppe F bei der WM 2026 im Überblick
Gruppe F gilt bei vielen Beobachtern als die offenste Top-Gruppe der WM 2026. Mit der Niederlande steht ein klarer Favorit oben auf dem Zettel, dahinter liegen Japan und Schweden auf sehr ähnlicher Höhe, Tunesien ist der Außenseiter – aber kein wehrloser. Die folgende Übersicht fasst die Ausgangslage der vier Teams zusammen.
Team | Quali-Status | Größte Stärke |
|---|---|---|
Niederlande | Souverän qualifiziert | Breite im Kader, internationale Erfahrung |
Japan | Erste sportlich qualifizierte Nation | Kollektiv, Umschaltspiel, Flügelangriff |
Schweden | Über die Playoffs (Ukraine, Polen) | Sturm-Duo Isak/Gyökeres |
Tunesien |
| Defensive Kompaktheit, Turnierroutine |
Die drei Japan-Spiele liegen am 14. Juni (22:00 Uhr gegen die Niederlande), am 21. Juni (06:00 Uhr gegen Tunesien) und am 26. Juni (01:00 Uhr gegen Schweden). Der zweite Spieltag hat es aus europäischer Perspektive in sich – ein Anpfiff um sechs Uhr morgens deutscher Zeit ist nicht zufällig, sondern ergibt sich aus den Anstoßzeiten in Nordamerika.
Niederlande vs. Japan – der WM-Auftakt am 14.06.2026
Japans Turnier beginnt am 14. Juni 2026 um 22:00 Uhr MESZ mit dem Duell gegen die Niederlande. Historisch hat die Samurai Blue in Pflichtspielen noch nie gegen Elftal gewonnen, die letzten Testspielbegegnungen gingen knapp aus. Für Moriyasu ist es der Härtetest direkt zum Auftakt – und für die Niederländer der erste Prüfstein, ob der zweite Anlauf unter Ronald Koeman diesmal in einen echten Titelangriff mündet.
Gegnercheck: Koemans Elftal
Ronald Koeman arbeitet seit Januar 2023 in seiner zweiten Amtszeit mit der niederländischen Nationalmannschaft. Er setzt auf ein klassisches 4-3-3, das er je nach Gegner auf ein 3-4-3 kippt. In der Qualifikation hat er 29 Spieler eingesetzt. Davon standen 13 schon im WM-Kader 2022 und 18 im EM-Aufgebot 2024 – ein Hinweis darauf, wie stabil dieser Stamm inzwischen geworden ist.
Die Schlüsselspieler sind bekannt. Ryan Gravenberch hat bei Liverpool in der Saison 2025/26 den endgültigen Durchbruch geschafft und bringt Tempo sowie Ballführung ins Zentrum. Cody Gakpo steht als variabler Offensivspieler auf dem Flügel und im Sturmzentrum zur Verfügung. Tijjani Reijnders liefert bei der AC Milan das Bindeglied zwischen Defensive und Angriff. Dazu kommt die ewige Konstante der Elftal: Virgil van Dijk als Kapitän und Innenverteidiger. Für Japan ist das die wohl stärkste Defensive der Gruppe.
Die Partie dürfte zu einem offenen Auftakt beider Teams werden, in dem die Niederlande die Favoritenrolle spielt, Japan aber seine klassischen Umschaltmomente finden wird. Japan hat in der AFC-Qualifikation 30 Tore in zehn Spielen erzielt und ist offensiv so variabel wie nie. Selbst gegen einen Favoriten werden die Samurai Blue nicht ausschließlich verteidigen, sondern ihre schnellen Konter über Kaoru Mitoma, Takefusa Kubo und Daichi Kamada suchen – drei Spieler, die in Europas Top-Ligen regelmäßig scoren und Räume hinter aggressiven Viererketten nutzen.
Die Niederlande auf der anderen Seite wird ihre Tore aus Ballbesitzphasen heraus erzeugen. Mit Gravenberch, Reijnders und Gakpo im Zentrum kombiniert die Elftal in engen Räumen und bringt zuverlässig Flanken in die Box. Dazu kommt, dass Japans Defensive in der Qualifikation zwar nur drei Gegentore zuließ, in Testspielen gegen europäische Top-Gegner aber immer wieder Treffer hinnehmen musste. Das wahrscheinlichste Szenario ist eine Partie mit Toren auf beiden Seiten, in der die Niederlande ihre individuelle Klasse im zweiten Durchgang durchbringt.
Tunesien vs. Japan – das zweite Gruppenspiel am 21.06.2026
Das zweite Japan-Spiel beginnt am 21. Juni 2026 um 06:00 Uhr MESZ – für deutsche Wettfans ein sehr früher Anpfiff. Aus Marktsicht ist es für Japan die Pflichtpartie der Gruppe. Nach dem Hammerlos gegen die Niederlande zum Auftakt geht es hier um drei Punkte, wenn die Samurai Blue das Achtelfinal-Ziel ernsthaft verfolgen wollen.
Gegnercheck: Lamouchis Tunesien
Sabri Lamouchi ist seit dem 14. Januar 2026 Cheftrainer der tunesischen Nationalmannschaft. Er hat ein Team übernommen, das sportlich längst qualifiziert war und in der CAF-Gruppe H dominant auftrat. Auf Platz eins der Gruppe standen am Ende 24 Punkte aus zehn Spielen, neun Siege und ein Torverhältnis von 22:0 – ja, null Gegentore über die gesamte Quali. Das ist die defensive Visitenkarte, die Tunesien mit in die WM bringt.
Der Kader zählt aktuell 39 Spieler, das Durchschnittsalter liegt bei 25,6 Jahren. Tunesien spielt klassisch kompakt aus einer tiefen Grundordnung heraus, verteidigt die Breite über die Außen sehr diszipliniert und lässt die Räume vor der Box erst bei Ballgewinn frei. Gegen Japan wird das Spiel voraussichtlich in einem engen, taktischen Rahmen stattfinden – genau in dem Format, in dem die Samurai Blue ihre klarsten Siege traditionell einfahren.
Aus der aktuellen Ausgangslage heraus deutet vieles auf einen kontrollierten japanischen Sieg hin. In den zehn Qualifikationsspielen hat Japan sieben Siege eingefahren und gegen strukturierte, defensiv ausgerichtete Gegner wie Saudi-Arabien und Bahrain ohne Gegentor gewonnen. Tunesien spielt genau diesen Stil – tief, kompakt, auf Absicherung ausgelegt. Gegen solche Gegner hat Moriyasu eine klare Spielidee, und Kaoru Mitoma ist im Eins-gegen-Eins oft der Unterschied, der einen tief stehenden Block knackt.
Auf der anderen Seite steht ein Tunesien, das seit dem Amtsantritt von Sabri Lamouchi im Januar 2026 in einer Umbruchphase steckt. Drei Monate sind eine kurze Zeit, um einem Kader einen neuen taktischen Stempel aufzudrücken – gerade auf einem Turnier, auf dem jede Kleinigkeit zählt. Dazu kommt, dass Japans Mittelfeld mit Wataru Endo und Ao Tanaka Ballgewinne hochhält und zügig nach vorne trägt.
Die Torausbeute dürfte dabei überschaubar bleiben. Tunesien hat in der CAF-Qualifikation in zehn Spielen kein einziges Gegentor kassiert – das Ergebnis einer über Monate trainierten Defensivarbeit, die auch unter neuem Trainer nicht komplett verschwindet. Japan wiederum verwaltet enge Führungen gerne mit Ballbesitz und hat in der Qualifikation mehrfach 1:0- oder 2:0-Siege eingefahren, in denen das Spiel nach der Führung kontrolliert zu Ende gespielt wurde. Der wahrscheinlichste Ausgang ist ein knapper japanischer Sieg mit maximal zwei Toren – ein 1:0 oder 2:0 passt exakt in das Muster der vergangenen Monate.
Japan vs. Schweden – das entscheidende Gruppenspiel am 26.06.2026
Das dritte und letzte Gruppenspiel steigt am 26. Juni 2026 um 01:00 Uhr MESZ. Historisch entscheidet oft erst diese Partie über Achtelfinale oder Vorrunden-Aus. Japan und Schweden kämpfen sehr wahrscheinlich um die Plätze zwei und drei in Gruppe F – genau die Konstellation, die diesem Spiel die meiste Brisanz verleiht.
Gegnercheck: Potters Schweden
Graham Potter, der englische Trainer, hat Schweden in einer schwierigen Qualifikation übernommen und das Team durch die Playoffs geführt. In der regulären Gruppe B landeten die Skandinavier nur auf Platz drei hinter der Schweiz, die Offensive um Viktor Gyökeres und Alexander Isak blieb in dieser Phase torlos – ein Schock für ein Sturm-Duo, dessen kombinierter Marktwert von etwa 210 Millionen Euro das mit Abstand teuerste Angriffs-Tandem des Turniers ist.
In den Playoffs ist die Trendwende gelungen. Gegen die Ukraine erzielte Viktor Gyökeres alle drei schwedischen Treffer in der sechsten, 51. und 73. Minute – ein lupenreiner Hattrick. Gegen Polen legte Schweden nach und sicherte sich das WM-Ticket. Es ist die erste schwedische WM-Teilnahme seit 2018. Die Samurai Blue treffen also auf einen Gegner, der zwei Gesichter hat: defensiv und zahnlos in der Gruppenphase der Quali, eiskalt effektiv im Playoff-Duell.
Der letzte Gruppenspieltag dürfte eine der offensten Partien der gesamten Vorrunde werden. Beide Teams werden nach zwei Spieltagen sehr wahrscheinlich in der Konstellation antreten, in der es um Platz zwei oder drei in Gruppe F geht – eine Lage, in der keine Mannschaft nur noch verwaltet, sondern beide das Ergebnis aktiv gestalten müssen. Schweden hat mit Viktor Gyökeres und Alexander Isak ein Sturm-Duo, das in Form einen Weg durch fast jede Abwehr findet. Gyökeres hat im Playoff gegen die Ukraine drei Tore in einer einzigen Halbzeit erzielt, Isak liefert bei Newcastle regelmäßig Premier-League-Klasse ab.
Japan wird dagegen über seine gewohnte Waffe kommen: schnelles Umschaltspiel mit Kaoru Mitoma, Takefusa Kubo und Daichi Kamada. Drei Offensivspieler, die individuell Lösungen bringen – egal, wie tief der Gegner steht. In den letzten WM-Auftritten 2022 hat die Samurai Blue sowohl gegen Deutschland als auch gegen Spanien getroffen und beide Partien gedreht. Das spricht für ein Spiel, in dem beide Teams ihre Tore machen.
Gyökeres dürfte dabei die Schlüsselfigur auf schwedischer Seite werden. Sein Formverlauf seit dem Frühjahr 2026 zeigt steil nach oben, als Topspieler wird er die meisten Flanken und Konter-Abschlüsse abbekommen. Japans Defensive ist gut organisiert, aber bei Standardsituationen nicht immer stabil – gerade die Kopfballstärke des Schweden und die Robustheit im Strafraum sind Waffen, gegen die auch Endo und Itakura nicht jede Situation gewinnen werden. Der wahrscheinlichste Ausgang ist eine knappe, von individueller Klasse entschiedene Partie mit Toren auf beiden Seiten. Auch wenn ich Schweden in diesem Duell leicht im Vorteil sehe, hat Japan hier durchaus die Chance die Partie eng zu gestalten und eventuell sogar ein Unentschieden mitzunehmen.
Langzeitwetten auf Japan bei der WM 2026
Neben den drei Einzelspielen bietet Weltbet eine ganze Reihe an Langzeitwetten rund um Japans WM-Abschneiden. Gruppensieger in Gruppe F, Einzug in die K.-o.-Phase, die Runde des Ausscheidens und sogar die Quote auf den WM-Titel – alle vier Märkte bei Weltbet zeigen sehr klar, wie der Buchmacher die Samurai Blue einordnet.
Gruppensieger in Gruppe F bei Weltbet
Team | Quote (Weltbet, Stand 23.04.2026) |
Niederlande | 1.72 |
Japan | 4.50 |
Schweden | 5.50 |
Tunesien | 8.00 |
Die Niederlande steht mit 1.72 klar vorne, Japan liegt mit 4.50 auf Platz zwei und knapp vor Schweden mit 5.50. Tunesien bildet mit 8.00 das Schlusslicht. Die Spanne zwischen Japan und Schweden ist dabei auffallend eng – der Markt sieht die beiden Teams fast auf gleicher Höhe.
Japan übersteht die Gruppenphase: Ja oder Nein?
Weltbet listet den Markt "To Qualify From Group F" mit sehr deutlichen Werten: Ja steht bei 1.28, Nein bei 3.50. Das bedeutet: Der Buchmacher rechnet mit einer hohen Wahrscheinlichkeit, dass Japan die erste K.-o.-Runde – das Sechzehntelfinale im neuen 48er-Format – erreicht. Historisch passt diese Einschätzung: Seit 1998 hat Japan bei jeder WM-Teilnahme mindestens einmal die K.-o.-Phase erreicht. Dazu kommt, dass in dem neuen Format auch die acht besten Drittplatzierten weiter kommen, was den Einzug von Japan in die K.o.-Runde noch wahrscheinlicher macht.
In welcher Runde scheidet Japan aus?
Runde des Ausscheidens | Quote (Weltbet, Stand 23.04.2026) |
Vorrundenaus | 3.50 |
Sechzehntelfinale (Round of 32) | 2.00 |
Achtelfinale (Round of 16) | 5.00 |
Viertelfinale | 8.00 |
Halbfinale | 17.00 |
Finalniederlage | 34.00 |
Titelgewinn | 52.00 |
Die niedrigste Quote von 2.00 steht bei Weltbet auf einem Ausscheiden im Sechzehntelfinale – also direkt nach der Gruppenphase in der ersten K.-o.-Runde. Dahinter rangiert mit 3.50 das Vorrundenaus, erst dann kommt mit 5.00 das Achtelfinale. Der Buchmacher sieht Japans wahrscheinlichstes Turnierende damit klar in der ersten Runde der K.-o.-Phase.
Japan als WM-Sieger – Weltbet-Quote im Vergleich
Auch im großen WM-Sieger-Markt notiert Weltbet eine Quote auf Japan: 50.00. Zum Vergleich stehen Spanien (5.45), Frankreich (6.45), England (7.05) sowie Brasilien und Argentinien (je 8.95) ganz oben in der Titelliste. Portugal folgt mit 11.80, Deutschland mit 13.20, die Niederlande mit 20.90. Japan liegt mit 50.00 auf dem Niveau von Kolumbien (35.00) und Belgien (34.00) und damit im Bereich der extremen Außenseiter. Die Quote passt zu Japans Status: ein Team, dem der Einzug in die K.-o.-Phase fast schon zugetraut wird, ein tiefer Run durchs Turnier dagegen nicht.
Tipp: Japan übersteht die Gruppenphase
Als Langzeit-Tipp empfehle ich: Japan qualifiziert sich aus Gruppe F heraus für die K.-o.-Phase – bei Weltbet mit einer Quote von 1.28 auf "Yes" im Markt "To Qualify From Group F". Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Seit 1998 hat die Mannschaft bei jeder WM-Teilnahme mindestens einmal die K.-o.-Phase erreicht, in den letzten beiden Turnieren sogar durchgehend. 2022 stand Japan sogar als Gruppensieger vor Spanien und Deutschland in der nächsten Runde. Die Samurai Blue sind auf der WM-Bühne eine Bank, wenn es um das Überstehen einer Gruppenphase geht.
Die aktuelle Konstellation hilft zusätzlich. Die Niederlande ist bei Weltbet mit 1.72 ein klarer Favorit auf Platz eins, Tunesien mit 8.00 der Außenseiter und Schweden mit 5.50 in einer Form, die Zweifel erlaubt – die Skandinavier schafften die Quali erst über die Playoffs, wo sie bis zur letzten Minute kämpfen mussten. Dazu kommt das neue WM-Format: Bei 48 Teilnehmern reicht es, als einer der zwei Gruppenbesten oder unter den acht besten Drittplatzierten zu landen. Japan geht mit einer überragenden Qualifikation (30:3 Tore), einem seit August 2018 kontinuierlich arbeitenden Trainer Hajime Moriyasu und einem Kader voller Premier-League- und Bundesliga-Spieler in dieses Turnier.
Auf der anderen Seite zeigen die Elimination-Quoten von Weltbet sehr klar, wo der Markt Japans Grenze sieht. Mit 2.00 auf "Aus im Sechzehntelfinale" und 5.00 auf "Aus im Achtelfinale" schätzt der Buchmacher die Chance auf einen Viertelfinal-Einzug deutlich geringer ein. Ich denke zwar, dass Japan bei einer glücklichen Auslosung durchaus das Potential hat eine K.o.-Runde zu überstehen, aber für einen Einzug in das Viertel- oder Halbfinale reicht es meiner Meinung nach nicht.
Fazit zu Japans WM 2026
Japan geht so vorbereitet in eine WM, wie kaum eine andere Mannschaft in Gruppe F. Als erste sportlich qualifizierte Nation, mit einem Trainer seit August 2018, mit einem Quali-Torverhältnis von 30:3 und mit einem Kader, der fast komplett in Europas Top-Ligen spielt, ist die Samurai Blue weit mehr als ein Außenseiter. Das Achtelfinale ist das realistische Ziel, der Gruppensieg das Stretchziel – und beides ist bei dieser Konstellation möglich.
Für die drei Gruppenspiele am 14. Juni, 21. Juni und 26. Juni 2026 gibt es klare Muster. Gegen die Niederlande dürfte die Beide Teams treffen Wette den besten Mix aus Wahrscheinlichkeit und Quote bieten. Gegen Tunesien ist ein japanischer Sieg der Ankerwert, dazu kommt die Möglichkeit eines Unter-2,5-Tore. Im letzten Gruppenspiel gegen Schweden wird es sehr wahrscheinlich beidseitig offen, und ein Tor von Viktor Gyökeres gehört zu den naheliegenden Einzelwetten. Die aufgeführten Quoten stammen von Weltbet mit Stand 22.04.2026 und können sich bis zum Anpfiff verschieben – ein kurzer Quoten-Check vor dem Tippschein lohnt sich in jedem Fall.