Für den Iran beginnt die Weltmeisterschaft am 16. Juni 2026 um 03:00 Uhr deutscher Zeit gegen Neuseeland – ein klassischer Nacht-Anstoß für europäische Zuschauer. Es ist die sechste WM-Teilnahme Irans und gleichzeitig das erste Turnier mit 48 Mannschaften, ausgetragen in den USA, Kanada und Mexiko. In Gruppe G warten neben Neuseeland noch Belgien und Ägypten, bevor am 27. Juni die Entscheidung über die K.o.-Phase fällt. Dieser Beitrag fasst zusammen, was bei den Iran WM Wetten 2026 aktuell am Markt steht, wie Weltbet die Gruppe bewertet, welcher Kader im Einsatz ist und wie die Iraner historisch auf WM-Bühne abgeschnitten haben.
Iran WM Wetten 2026: Die Gruppe G im Überblick
Gruppe G besteht aus Belgien, Ägypten, Iran und Neuseeland – auf dem Papier eine Konstellation mit einem klaren Favoriten an der Spitze und drei Teams, die sich um Platz zwei und die besten Gruppendritten-Plätze streiten. Der Buchmacher sieht die Machtverhältnisse sehr deutlich, und das bildet sich direkt in den Quoten für den Gruppensieg ab.
Gruppensieger G | Quote |
|---|---|
Belgien | 1.36 |
Ägypten | 5.50 |
Iran | 6.95 |
Neuseeland | 20.90 |
Weltbet, Stand: 23.04.2026
Belgien ist mit einer 1.36 abgesetzt und nach Einschätzung des Buchmachers praktisch gesetzt für Platz eins. Interessant wird es dahinter: Ägypten liegt mit 5.50 nur knapp vor Iran (6.95), wobei sich beide Quoten weit von Belgien entfernen. Neuseeland taucht mit 20.90 als klarer Außenseiter auf.
Dazu passt der Spezialmarkt "To Qualify From Group G – Iran" mit Yes 1.50 und No 2.50. Das übersetzt sich in eine implizite Wahrscheinlichkeit von rund 66 Prozent, dass Iran die Gruppenphase übersteht – aber eben auch in eine realistische Chance von etwa 40 Prozent, dass die Reise nach drei Spielen endet. Kein Selbstläufer also, was sich mit dem neuen Turnierformat gut erklären lässt: Aus den zwölf Vierergruppen qualifizieren sich die zwei Bestplatzierten plus die acht besten Gruppendritten für die Runde der letzten 32. Das macht es vor allem für Außenseiter deutlich einfacher sich für die K.o.-Runde zu qualifizieren.
Iran WM Wetten 2026: Vorschau auf Iran – Neuseeland am 16. Juni
Der Auftakt findet in Gruppe G am 16. Juni 2026 um 03:00 Uhr MESZ statt – deutsche Fans brauchen also Sitzfleisch oder einen guten Wecker. Iran ist laut Wettanbieter deutlicher Favorit, und die Einzelspielquoten spiegeln das wieder.
Markt | Quote |
|---|---|
Sieg Iran | 1.76 |
Unentschieden | 3.65 |
Sieg Neuseeland | 4.59 |
Über 2,5 Tore | 2.14 |
Unter 2,5 Tore | 1.72 |
Weltbet, Stand: 23.04.2026
Neuseeland ist erstmals seit 2010 wieder bei einer WM dabei und hat in der Ozeanien-Qualifikation wie erwartet souverän durchmarschiert. Der Kader lebt von einzelnen Spielern mit höherklassiger Erfahrung – Chris Wood hat Premier-League-Hintergrund, Libertao Cacace und Marko Stamenic sind in der zweiten europäischen Reihe unterwegs. Der Rest des Kaders kommt aus der A-League oder aus der heimischen neuseeländischen Liga, was den Qualitätsunterschied zu den WM-Stammteilnehmern erklärt.
Iran geht mit einer 1.76 als klarer Favorit ins Spiel. Die Begründung ist weniger spektakulär als nüchtern: mehr internationale Erfahrung auf Nationalmannschaftsebene, eingespielte Defensivstrukturen und einzelne Spieler mit höherem Marktwert. Spannend wird dagegen der Tor-Markt – die 1.72 für Unter 2,5 Tore zeigt, dass Weltbet mit einem tiefstehenden Neuseeland und entsprechend wenig Raum für Iran rechnet. Gegen kompakte Defensivmannschaften tun sich iranische Teams traditionell schwer, und genau das dürfte hier ins Bild passen.
Direkte Duelle zwischen Iran und Neuseeland gab es in der jüngeren Vergangenheit nur als Testspiele. Ein Pflichtspielvergleich existiert praktisch nicht, was Prognosen zusätzlich erschwert. Am Ende sollte sich der Iran hier trotzdem durchsetzen, auch wenn die Partie vermutlich eher ohne viele Tore Verlaufen wird.
Belgien – Iran am 21. Juni 2026: Die sportliche Standortbestimmung
Das zweite Gruppenspiel steigt am 21. Juni 2026 um 21:00 Uhr deutscher Zeit – ein angenehmer Prime-Time-Slot. Belgiens Gruppensieg-Quote von 1.36 zeigt, wie klar der Buchmacher die Rollenverteilung sieht. Im Einzelspiel dürfte Iran die Rolle des deutlichen Außenseiters ausfüllen.
Belgien 2026: Generationenwechsel im Kader
Die "goldene Generation" um Eden Hazard, Vincent Kompany und Thibaut Courtois ist in der Nationalelf längst im Umbau. Kevin De Bruyne ist der letzte große Name aus dieser Ära, der 2026 wahrscheinlich noch dabei sein wird. Um ihn herum bauen die Roten Teufel auf eine jüngere Generation – Jeremy Doku auf den Flügeln, Arthur Vermeeren im zentralen Mittelfeld, Johan Bakayoko als weitere Offensivoption. Cheftrainer ist aktuell Rudi Garcia, der nach seinem Amtsantritt die Mannschaft auf ein ballbesitzorientiertes Spiel ausgerichtet hat.
Taktisch bleibt Belgien eine Mannschaft mit individueller Klasse im Offensivspiel und Angriffsflächen in der Defensive – besonders bei Kontern. Das ist für Iran ein entscheidender Punkt, weil Umschaltmomente das realistischste Mittel gegen den Favoriten darstellen.
Iran wird das Spiel mit hoher Wahrscheinlichkeit tief stehend und kompakt angehen. Der Ansatz hat im iranischen Repertoire Tradition, und Cheftrainer Amir Ghalenoei setzt genau darauf. Historisch gesehen gab es bislang kein Pflichtspielaufeinandertreffen zwischen Iran und Belgien, womit auch Vergleichswerte aus früheren Duellen fehlen.
Für das Gruppenbild ist der Ausgang weniger wichtig als der Torunterschied. Sollte Iran mit einem hohen Ergebnis verlieren, könnte sich das am Ende bei den besten Gruppendritten negativ auswirken. Einen Iraner Sieg halte ich jedoch für sehr unwahrscheinlich, da Belgien den deutlich besseren Kader mitbringt.
Ägypten – Iran am 27. Juni 2026: Das Duell um die K.o.-Phase
Am letzten Gruppenspieltag trifft Iran auf Ägypten – rein rechnerisch das wichtigste Spiel der drei. Wenn beide Mannschaften wie erwartet Belgien verlieren und Neuseeland schlagen, entscheidet dieses Duell über Platz zwei.
Mo Salah und der ägyptische Kader
Mohamed Salah bleibt auch 2026 der bestimmende Spieler Ägyptens, sein Verein und seine Saisonform zum WM-Start sind dabei der größte Unsicherheitsfaktor für die Pharaonen. Um ihn herum steht ein Kader mit solidem Fundament: Mohamed Elneny im Mittelfeld, Omar Marmoush als zweite Offensivwaffe, Hamdi Fathi und Trezeguet ergänzen das Gerüst. Cheftrainer ist Hossam Hassan, der das Team seit 2024 betreut und auf eine kompakte 4-2-3-1-Grundordnung setzt.
Ägypten ist im Pokalwesen des afrikanischen Fußballs eine Konstante, hat aber auf WM-Bühne lange keine große Rolle gespielt. Seit der Teilnahme 2018 (frühes Vorrunden-Aus) war das Team zweimal nicht dabei und kehrt jetzt mit der bangen Hoffnung zurück, mehr als drei Spiele zu bestreiten.
Die Gruppensieger-Quoten (Ägypten 5.50, Iran 6.95) zeigen einen leichten, aber spürbaren Quotenvorteil für Ägypten. Übersetzt bedeutet das: Weltbet traut Salah und seinen Mitspielern minimal mehr zu, Belgien möglicherweise einen Punkt abzunehmen oder Iran direkt zu bezwingen. Aus iranischer Sicht ist das Duell trotzdem offen – die Mannschaft ist nicht klarer Außenseiter, aber auch kein Favorit. Ich rechne hier mit einem Unentschieden oder einem knappen Sieg der Ägypter. Für einen Sieg der Iraner fehlt meiner Meinung nach die Qualität nach vorne, um Ägypten hier zu bezwingen.
Der Iran-Kader bei der WM 2026
Der aktuelle Kader von Trainer Amir Ghalenoei hat eine auffällige Eigenschaft: Er speist sich fast vollständig aus der heimischen Persian Gulf Pro League. Ein Blick auf die Vereinslogos im Transfermarkt-Profil zeigt Persepolis, Esteghlal, Sepahan und Tractor als dominierende Klubs. Der aggregierte Marktwert des 30er-Kaders bewegt sich bei rund 26 Millionen Euro – eine Größenordnung, die bei einem WM-Vergleich ehrlich eingeordnet werden muss. Belgien kommt im Kaderwert auf ein Vielfaches dessen.
Offensive: Hosseinzadeh, Alipour und Torabi als Zugpferde
Der Stammstürmer heißt Amirhossein Hosseinzadeh. Der 25-Jährige steht bei Tractor unter Vertrag und ist im 4-3-3 als zentraler Angreifer gesetzt. Hinter ihm folgt Ali Alipour (30, Persepolis), der die Rolle des Knipsers im Strafraum übernimmt. Auf den Flügeln setzt Ghalenoei auf Mehdi Torabi (31) links und auf Mehdi Hashemnejad (24, Tractor) rechts – jeweils mit Mohammadmehdi Mohebi (26) als Alternative.
Dass die Offensive komplett ohne Europa-Legionäre auskommt, ist in der iranischen Nationalmannschaftsgeschichte ungewöhnlich und sagt einiges über die derzeitige sportliche Ausrichtung aus: Der Kader setzt auf Ligagewohnheit und Spielsystem statt auf individuelle Stars.
Mittelfeld und Defensive: das Rückgrat der Mannschaft
Im defensiven Mittelfeld sind Omid Noorafkan (29, Sepahan) und der 20-jährige Amirmohammad Razzaghinia (Esteghlal) die ersten Optionen. Davor agiert Hadi Habibinejad (30) als Achter, dahinter sichern Aref Hajieydi (27, Sepahan) und Roozbeh Cheshmi (32, Esteghlal) die Balance.
In der Innenverteidigung ist Hossein Kanaani (32, Persepolis) der erfahrenste Mann. Neben ihm wechseln sich Aref Aghasi (29, Esteghlal), Ali Nemati (30) und der erst 22-jährige Danial Eiri ab. Auf den Außenverteidigerpositionen ist Arya Yousefi (24, Sepahan) auf rechts die erste Wahl. Links führt Kapitän Ehsan Hajsafi (36) mit 127 Länderspielen die Kette an, unterstützt von Milad Mohammadi (32, Persepolis).
Im Tor hat Ghalenoei mit Payam Niazmand (31), Alireza Beiranvand (33), Mohammad Khalifeh (21) und Seyed Hossein Hosseini (33) vier erfahrene Optionen. Beiranvand war 2018 und 2022 Stammkeeper, Niazmand ist der wahrscheinlichste Nachfolger.
Trainerbank: Amir Ghalenoei und sein System
Amir Ghalenoei übernahm das Team Ende 2023 nach einer Trainerrochade und führte Iran souverän durch die asiatische WM-Qualifikation. Seine Grundordnung ist ein 4-3-3, das sich gegen starke Gegner zu einem 4-5-1 verdichtet. Die Umstellung vom offensiveren Stil der Queiroz-Ära ist spürbar: Iran steht tiefer, riskiert weniger, setzt stark auf Standards und schnelle Umschaltmomente. Beim Asien-Cup 2023/24 hat die Mannschaft das Halbfinale erreicht und dort gegen den späteren Finalisten verloren – ein Ergebnis, das Ghalenoeis System grundsätzlich bestätigt hat, ohne die Schwächen in der Offensive auflösen zu können.
Iran bei Weltmeisterschaften: Die WM-Historie seit 1978
Für Iran ist 2026 die sechste WM-Teilnahme. Das Muster der bisherigen Auftritte ist klar: Iran war regelmäßig dabei, aber nie über die Gruppenphase hinaus.
Jahr | Gastgeber | Bilanz | Platzierung Gruppe |
|---|---|---|---|
1978 | Argentinien | 1 Remis, 2 Niederlagen | |
1998 | Frankreich | 1 Sieg, 2 Niederlagen | |
2006 | Deutschland | 1 Remis, 2 Niederlagen | |
2014 | Brasilien | 1 Remis, 2 Niederlagen | |
2018 | Russland | 1 Sieg, 1 Remis, 1 Niederlage | |
2022 | Katar | 1 Sieg, 2 Niederlagen |
Der berühmteste WM-Moment bleibt das 2:1 gegen die USA 1998 in Lyon – politisch aufgeladen, sportlich eine Sensation. 2018 kam Iran dem Achtelfinale am nächsten: Nach einem 1:0 gegen Marokko reichte das 1:1 gegen Portugal nicht ganz, weil das Spiel gegen Spanien mit 0:1 verloren ging. Zuletzt in Katar gab es einen 2:0-Sieg gegen Wales, der das Turnier aus iranischer Sicht zwischenzeitlich spannend hielt, bevor Niederlagen gegen England (2:6) und die USA (0:1) das Aus besiegelten.
Die nüchterne Bilanz: In sechs Anläufen hat Iran nie die Gruppenphase überstanden. Das ist der sportliche Kontext, in dem die aktuellen Quoten und Erwartungen für 2026 stehen.
Iran WM Wetten 2026: Langzeitwetten auf Achtelfinale und mehr
Neben Gruppen- und Einzelspielwetten gibt es bei Weltbet für die Iran WM Wetten 2026 einen eigenen Langzeitwetten, in dem man auf die Ausscheidungsrunde tippen kann. Die Spanne geht vom Vorrunden-Aus bis zum Titel.
Iran scheidet aus in … | Quote |
|---|---|
Gruppenphase | 2.40 |
Runde der letzten 32 | 1.95 |
Achtelfinale | 5.50 |
Viertelfinale | 20.90 |
Halbfinale | 81.00 |
Finale (Runner-up) | 250.00 |
Titelgewinn | 500.00 |
Weltbet, Stand: 23.04.2026
Die wahrscheinlichste Variante: Iran übersteht die Gruppe, scheidet aber in der neuen ersten K.o.-Runde (Runde der letzten 32) aus – Quote 1.95. Das passt zum "Qualify from Group G"-Markt mit Yes 1.50. Die zweitwahrscheinlichste Variante ist das Gruppen-Aus (2.40).
Mathematisch ergibt sich daraus ein realistisches Szenario, das die Mannschaftsqualität gut abbildet: Weiterkommen aus der Gruppe ist machbar, aber der nächste Schritt ist der entscheidende Stolperstein. Das Achtelfinale liegt bei 5.50 – und damit schon spürbar entfernt. Der Sprung auf 20.90 für das Viertelfinale zeigt dann den wahren Grenzwert: Eine iranische Mannschaft im letzten Acht wäre eine historische Leistung, kein asiatisches Team außer Südkorea 2002 hat es je so weit gebracht.
Prognose: Wie weit kommt Iran bei der WM 2026?
Wer die drei Gruppenspiele im Zusammenhang betrachtet, kommt bei Iran zu einem nüchternen, aber nicht trostlosen Szenario. Gegen Neuseeland ist ein Sieg das wahrscheinlichste Ergebnis – nicht glanzvoll, eher mühsam erarbeitet mit einem 1:0 oder 2:1. Die Kombination aus iranischer Erfahrung auf WM-Bühne und neuseeländischer Turnierungewohnheit sollte reichen, die Torarmut vieler Iran-Partien bleibt aber ein realistischer Nebenbefund.
Gegen Belgien wartet das härteste Spiel. Mit einem tief stehenden 4-5-1 und etwas Spielglück lässt sich der Torunterschied in Grenzen halten, ein Punktgewinn wäre dagegen eine Überraschung. Ein 0:2 oder 1:3 passt ins Bild einer Mannschaft, die gegen Weltklasse-Offensiven schon bei früheren Turnieren nicht mithalten konnte.
Bleibt Ägypten als Dreh- und Angelpunkt. Das Duell ist sportlich offen, und die beiden Gruppensieger-Quoten – 5.50 für Ägypten, 6.95 für Iran – bilden diese Ausgangslage gut ab. Das wahrscheinlichste Ergebnis ist ein enges Spiel mit wenigen Toren, in dem ein Standardtor oder ein Individualfehler entscheidet. Ein Remis wäre kein Zufall und wird gleichzeitig für beide Teams nicht das Wunschergebnis sein.
Summa summarum sind drei vier Punkte aus drei Spielen ein realistisches Ziel: Sieg gegen Neuseeland, Remis gegen Ägypten, Niederlage gegen Belgien. Das reicht im neuen Format voraussichtlich für einen Platz zwei oder drei in Gruppe G – und damit wahrscheinlich für den Einzug in die Runde der letzten 32. Dort endet die WM für Iran dann mit hoher Wahrscheinlichkeit, weil der Gegner ein Gruppensieger oder ein starker Zweiter aus einer anderen Gruppe sein wird. Damit würde die Mannschaft trotzdem was Historisches schaffen, mit dem ersten Einzug in eine K.o.-Runde einer WM.