52 Jahre hat die Demokratische Republik Kongo auf diesen Moment gewartet. Seit dem Auftritt 1974 in Deutschland, damals noch als Zaire, war die Mannschaft nicht mehr bei einer Weltmeisterschaft dabei. In den USA, Mexiko und Kanada ist es jetzt soweit: Mit einem 1:0 nach Verlängerung gegen Jamaika im interkontinentalen Playoff am 31. März 2026 hat das Team das Ticket gelöst. Trainer Sébastien Desabre, ein Franzose, der seit 2022 im Amt ist, hat die „Léopards" zurück auf die größte Fußballbühne der Welt geführt.
Sportlich wartet in Gruppe K eine harte Aufgabe. Mit Portugal, Kolumbien und Usbekistan trifft der Kongo auf eine Mischung aus europäischem Schwergewicht, südamerikanischem Mittelfeld-Favoriten und einem WM-Debütanten. Auf der Wettseite spiegelt sich das deutlich wider. Im Folgenden bekommst du einen kompletten Überblick über die Demokratische Republik Kongo bei der WM 2026.
Wie sieht der Kader von DR Kongo aus?
Sébastien Desabre hat den Kongo in den vergangenen vier Jahren spürbar weiterentwickelt. Vor seinem Engagement in Kinshasa war der Franzose in acht afrikanischen Ländern als Trainer tätig. Mit dem Halbfinaleinzug beim Afrika Cup 2023/24 (0:1 gegen Gastgeber Côte d'Ivoire) und der jetzigen WM-Qualifikation hat er die Mannschaft auf ein Niveau gehoben, das es zuletzt unter Zaire-Generationen nicht gab.
Die Achse des Teams steht in Europa unter Vertrag. In der Defensive bilden Chancel Mbemba (OSC Lille), Aaron Wan-Bissaka (West Ham United) und Joris Kayembe das Grundgerüst, dazu kommt Axel Tuanzebe (Burnley), der mit seinem Tor in der 100. Minute gegen Jamaika überhaupt erst den Weg zur WM frei gemacht hat. Im Mittelfeld sind Noah Sadiki (Sunderland, Marktwert rund 30 Millionen Euro), Edo Kayembe (Watford) und Ngal'ayel Mukau (Lille) gesetzt. In der Offensive sticht Yoane Wissa von Newcastle United mit seinem Marktwert von 30 Millionen Euro heraus, dazu kommen Cédric Bakambu (Real Betis) als erfahrener Stürmer, Simon Banza, Théo Bongonda und Meschack Elia.
Trotz dieser Liste mit europäisch erfahrenen Profis bleibt der Kongo gemessen am Gegnerfeld in Gruppe K der nominell schwächste Kader. Der aktuelle FIFA-Rang von 46 ordnet die Mannschaft im internationalen Vergleich klar hinter Portugal (Rang 5) und Kolumbien (Rang 13) ein, knapp vor Usbekistan (Rang 50). Die jüngste Form ist gemischt: Beim Afrika Cup 2025 setzte es am 6. Januar 2026 ein 0:1 gegen Algerien, der Playoff-Sieg gegen Jamaika kam dann erst durch ein spätes Tor in der Verlängerung zustande. Die Mannschaft kann mithalten, aber die ganz großen Statements gegen Top-Nationen fehlen bisher.
Gruppe K im Überblick
Gruppe K ist auf dem Papier klar gestaffelt. Portugal geht als Top-Favorit ins Rennen. Mit Cristiano Ronaldo, der mit 41 Jahren wahrscheinlich seine letzte WM bestreitet, Bruno Fernandes, Bernardo Silva und Rafael Leão verfügt die Selecção über einen der ausgewogensten Kader des Turniers.
Kolumbien wird von Néstor Lorenzo trainiert und stützt sich offensiv vor allem auf Luis Díaz. Die Cafeteros sind in den Quoten der zweite Gruppenfavorit und gelten bei vielen Buchmachern als Geheimfavorit für eine tiefere K.O.-Runde.
Usbekistan ist zum ersten Mal überhaupt bei einer Weltmeisterschaft dabei. Fast alle Spieler stehen bei Klubs der heimischen Liga unter Vertrag, internationale Topliga-Erfahrung gibt es im Kader kaum. Die Mannschaft gilt als kompakter Außenseiter, ähnlich wie der Kongo.
Für die DR Kongo bedeutet das: Gegen Portugal und Kolumbien ist man klar Außenseiter, gegen Usbekistan ist auf Augenhöhe gespielt und realistisch ein Punktegewinn drin. Genau diese Konstellation prägt auch die Quoten.
1. Spiel: Portugal vs. DR Kongo – 17.06.2026
Das Auftaktspiel der Gruppe K ist gleichzeitig die schwerste Aufgabe für den Kongo. Portugal geht klar als Favorit in die Partie, was sich in den Weltbet-Quoten direkt zeigt: 1,30 für den Sieg Portugals, 5,45 fürs Unentschieden, 9,16 für den Außenseitersieg. Bei den Toren steht Über 2,5 bei 1,63, Unter 2,5 bei 2,30.
Prognose: Souveräner Auftaktsieg für Portugal
Portugal steht im FIFA-Ranking auf Position 5, die DR Kongo auf Position 46 – ein Klassenunterschied, der sich nicht nur auf dem Papier bemerkbar macht, sondern auch in der individuellen Qualität fast jeder Position. Die portugiesische Offensive um Cristiano Ronaldo, Bruno Fernandes, Bernardo Silva und Rafael Leão ist in der Lage, jede Defensive der Welt unter Druck zu setzen.
Die DR Kongo hat in den entscheidenden Spielen der jüngsten Vergangenheit Mühe gehabt, Tore zu erzielen. Beim Afrika Cup 2025 setzte es am 6. Januar 2026 ein 0:1 gegen Algerien, im Playoff-Finale gegen Jamaika reichte es trotz 90 Minuten plus Verlängerung nur zu einem Treffer durch Axel Tuanzebe. Gegen einen Gegner vom Kaliber Portugals dürfte es noch schwerer werden, die Lücken in einer organisierten Defensive zu finden.
Defensiv steht der Kongo mit Chancel Mbemba und Aaron Wan-Bissaka allerdings nicht ohne international erfahrene Verteidiger da. Ein torreiches Spektakel ist daher weniger zu erwarten als ein kontrollierter Sieg der Selecção. Realistisch geht die Tendenz Richtung 1:0 oder 2:0 für Portugal – die Mannschaft kommt gegen tief stehende Gegner immer wieder zu Toren, kassiert aber selten. Deshalb spricht vieles in dieser Partie dafür, dass Portugal die drei Punkte ohne große Probleme einfährt.
2. Spiel: Kolumbien vs. DR Kongo – 24.06.2026
Im zweiten Spiel trifft der Kongo auf Kolumbien. Die Cafeteros stehen in der FIFA-Weltrangliste auf Position 13 und werden von Néstor Lorenzo trainiert, einem Argentinier, der die Mannschaft seit Jahren spielerisch entwickelt hat. Bei Weltbet ist Kolumbien als Gruppensieger mit einer Quote von 3,75 ausgewiesen, der Kongo dagegen mit 8,95.
Prognose: Kolumbien gewinnt eine offene Partie
Kolumbien tritt mit Luis Díaz und einer kreativ aufgestellten Offensive an, die in der WM-Qualifikation der CONMEBOL bereits gezeigt hat, dass sie auch gegen kompakte Defensivreihen Lösungen findet. Gegen einen Kongo, der gegen Portugal vermutlich tief gestanden hat und im zweiten Spiel mehr Mut zeigen muss, wenn überhaupt noch Punkte gewonnen werden sollen, dürfte sich genug Raum für Treffer bieten.
Die DR Kongo hat offensiv mit Yoane Wissa und Cédric Bakambu zwei Stürmer mit europäischer Topliga-Erfahrung. Wissa hat in der Premier League regelmäßig getroffen, Bakambu war über Jahre in der spanischen La Liga und der türkischen Süper Lig zuverlässiger Torjäger. Spätestens dann, wenn der Kongo aufmachen muss, wird sich das Team auch nach vorne mehr zutrauen – das spricht für eine offene Partie mit Treffern auf beiden Seiten.
Kolumbien ist defensiv nicht so stabil wie Portugal. In den vergangenen Länderspielen kassierten die Cafeteros immer wieder Gegentore, auch gegen vermeintlich schwächere Gegner. Deshalb spricht vieles in dieser Partie dafür, dass Kolumbien zwar als Sieger vom Platz geht, der Kongo aber zumindest einen Treffer setzen kann. Eine knappe Partie mit einem Endstand wie 2:1 oder 3:1 für Kolumbien erscheint sehr realistisch.
3. Spiel: DR Kongo vs. Usbekistan – 28.06.2026
Das letzte Gruppenspiel ist für den Kongo das wahrscheinlich entscheidende. Beide Teams gelten als Außenseiter der Gruppe, beide werden voraussichtlich aus den ersten beiden Spieltagen Druck mitbringen. Bei Weltbet steht der Kongo als Gruppensieger bei 8,95, Usbekistan bei 41,00 – das spiegelt die Quoten-Hierarchie wider, in der der Kongo deutlich vor Usbekistan eingeordnet wird.
Prognose: Knapper Sieg der DR Kongo
Im direkten Vergleich der Kader hat der Kongo das höhere Niveau, weil fast alle Stammkräfte in europäischen Topligen unter Vertrag stehen. Yoane Wissa von Newcastle United, Cédric Bakambu bei Real Betis, Aaron Wan-Bissaka bei West Ham und Chancel Mbemba bei OSC Lille bringen Erfahrung aus der Premier League, La Liga und Ligue 1 mit. Usbekistan stellt hingegen einen Kader, dessen Spieler fast ausschließlich in der heimischen Liga aktiv sind.
Dazu kommt, dass der Kongo unter Sébastien Desabre Erfahrung in K.O.-ähnlichen Drucksituationen hat. Im AFCON-Halbfinale 2024 stand das Team Côte d'Ivoire bis kurz vor Schluss auf Augenhöhe gegenüber, im Playoff gegen Jamaika hielt die Mannschaft 100 Minuten lang das 0:0 stabil und schlug dann eiskalt zu. Diese Bereitschaft, Spiele in der Schlussphase zu drehen oder zu sichern, ist in einem Spiel wie gegen Usbekistan ein Vorteil.
Usbekistan ist disziplinarisch und taktisch kompakt, das hat das Team in der WM-Qualifikation der AFC bewiesen. Trotzdem fehlt in den entscheidenden Momenten der durchschlagskräftige Stürmer, den der Kongo mit Wissa oder Bakambu jederzeit von der Bank oder aus der Startelf bringen kann. Deshalb spricht vieles in dieser Partie dafür, dass der Kongo das Spiel über weite Strecken kontrolliert und sich am Ende mit einem 1:0 oder 2:1 durchsetzt – ein torreiches Spektakel ist eher nicht zu erwarten.
Langzeitwetten zur DR Kongo bei Weltbet
Neben den Einzelspielen bietet Weltbet eine Reihe von Langzeitwetten rund um die DR Kongo an. Die Quoten machen die Marktposition der Mannschaft klar:
- WM-Sieger: Kongo bei 750,00 (zweitletzter im Quotenfeld nach Südafrika).
- Gruppe K Sieger: Portugal 1,40 / Kolumbien 3,75 / Kongo 8,95 / Usbekistan 41,00.
- Qualifikation aus Gruppe K (Erreichen der K.O.-Runde): Yes 1,66 / No 2,10.
- Ausscheiden Kongo: Achtelfinale 1,91 / Gruppenphase 2,10 / Sechzehntelfinale (Round of 16) 8,05 / Viertelfinale 31,00 / Halbfinale 100,00 / Vize 300,00 / Sieger 750,00.
Die wahrscheinlichste Markt-Einschätzung liegt also auf einem Aus im Achtelfinale (Quote 1,91) oder bereits in der Gruppenphase (Quote 2,10). Für ein Weiterkommen aus der Gruppe wird in den 1,66-Quoten ein größerer Wert vermutet als für das Gegenteil.
Tipp: Aus in der Gruppenphase – Quote 2,10
Als Langzeit-Tipp für die DR Kongo empfehle ich die Wette „Aus in der Gruppenphase" zu einer Quote von 2,10. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Aus Gruppe K ziehen zwei der vier Mannschaften sicher in die K.O.-Runde ein, dazu kommen die besten Gruppendritten in der erweiterten WM mit 48 Teams. Trotzdem hat der Kongo mit Portugal und Kolumbien zwei Gegner, gegen die nach allen verfügbaren Daten – FIFA-Ranking, Marktwerte, jüngste Form – ein Sieg unwahrscheinlich ist.
Bei einem realistischen Szenario von zwei Niederlagen gegen Portugal und Kolumbien müsste der Kongo gegen Usbekistan zwingend gewinnen, um auf drei Punkte zu kommen. Selbst dann ist je nach Tordifferenz und Parallelergebnissen ein Weiterkommen eher unwahrscheinlich. Die jüngsten Auftritte zeigen außerdem, dass Tore für die Mannschaft Mangelware sind: 0:1 gegen Algerien beim AFCON 2025, nur ein Tor im Verlängerungs-Krimi gegen Jamaika.
Auf der anderen Seite spricht für ein Weiterkommen, dass der Kongo defensiv mit Mbemba, Wan-Bissaka und Tuanzebe stabil aufgestellt ist und in der Theorie aus 1-2 1:0-Ergebnissen Punkte ziehen könnte. Trotzdem überwiegen für mich die Gründe, die für ein Aus in der Gruppe sprechen, gerade weil die offensive Durchschlagskraft auf Top-Niveau noch nicht bewiesen wurde. Deshalb spricht vieles dafür, dass der Kongo zwar einen achtbaren Auftritt liefert, am Ende aber nach drei Spielen nach Hause fährt – die Quote von 2,10 bietet dafür ein fairer Wert.
Abschließende Prognose
Wer die drei Einzelspiele und die Quotenstruktur zusammen betrachtet, kommt zu einem ziemlich klaren Bild. Das Auftaktspiel gegen Portugal endet aller Wahrscheinlichkeit nach mit einer Niederlage – die Selecção um Cristiano Ronaldo, Bruno Fernandes und Rafael Leão ist auf einem anderen Niveau, der Kongo dürfte hier mit 0:1 oder 0:2 nach Hause geschickt werden. Auch im zweiten Spiel gegen Kolumbien spricht vieles für eine Niederlage, allerdings mit besserer Aussicht auf einen eigenen Treffer. Ein 1:2 oder 1:3 erscheint hier am realistischsten. Im dritten Spiel gegen Usbekistan steht der Kongo dann unter Druck, muss gewinnen und hat individuell die besseren Karten – ein knapper Sieg in der Höhe von 1:0 oder 2:1 ist das wahrscheinlichste Szenario.
Mit drei Punkten aus drei Spielen wird es allerdings schwer, in die K.O.-Runde einzuziehen. Selbst als bester Gruppendritter brauchen Mannschaften in der erweiterten WM mit 48 Teams in der Regel mehr Zähler oder eine deutlich bessere Tordifferenz, als die DR Kongo realistisch erreichen kann. Die offensive Durchschlagskraft mit Yoane Wissa und Cédric Bakambu reicht für vereinzelte Treffer, aber nicht für ein hohes Toraufkommen über drei Partien. Defensiv um Chancel Mbemba, Aaron Wan-Bissaka und Axel Tuanzebe ist die Mannschaft solide, aber die Dichte an Top-Gegnern in Gruppe K macht es kaum möglich, die Tordifferenz auszugleichen.
Die wahrscheinlichste Endbilanz: drei Punkte aus drei Spielen, ein Sieg gegen Usbekistan, zwei Niederlagen gegen Portugal und Kolumbien, vier oder fünf Gegentore, zwei oder drei eigene Tore. Das würde bedeuten, dass die DR Kongo nach der Gruppenphase ausscheidet. Genau dieses Szenario deckt sich auch mit der Markteinschätzung von Weltbet, wo das Aus in der Gruppenphase mit 2,10 als zweitwahrscheinlichstes Szenario nach dem Aus im Achtelfinale (1,91) gehandelt wird. Ein historischer Auftritt wie 1974, aber mit einem ersten WM-Sieg im Gepäck – das wäre für den Kongo realistisch das Maximum