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Darts WM Wetten

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Luke Littler hat bei der PDC Darts WM 2025/26 seinen Titel verteidigt – mit einem 7:1 im Finale gegen Gian van Veen und einem Average von 106,02. Kein anderer Spieler kam in diesem Turnier auch nur annähernd an diese Konstanz heran. Jetzt, knapp neun Monate vor dem Start der nächsten WM im Alexandra Palace, steht Littlers Quote für die WM 2026/27 bei 1,83 (Betlabel, Stand: 27.03.2026). Die Frage, die sich Darts-Tipper stellen: Ist das noch wettbar – oder braucht es andere Ansätze?

Die Darts WM 2025/26 im Rückspiegel – was Tipper daraus lernen

Das Turnier 2025/26 hat gezeigt, wohin sich der professionelle Darts bewegt: jünger, internationaler, mit höherem Scoring als je zuvor. Für Tipper sind die Statistiken der vergangenen WM der beste Ausgangspunkt, um die nächste einzuordnen – wer hier nicht genau hinschaut, verschenkt einen echten Informationsvorsprung.

Littlers Titelverteidigung in Zahlen

Das Finale am 3. Januar 2026 war keine knappe Angelegenheit. Littler fertigte Gian van Veen mit 7:1 in Sets ab und lieferte dabei einen Average von 106,02 – van Veen kam auf 99,94. Auf dem Papier klingt 99,94 nach einem starken Spiel, und das war es auch. Nur reicht stark eben nicht gegen einen Spieler, der in einer eigenen Sphäre agiert.

Besonders auffällig war Littlers Checkout-Quote: 23 von 50 Versuchen auf Doppelfelder gingen rein, das sind 46 Prozent. Van Veen traf 8 von 21 Doppeln – kein schlechter Wert isoliert betrachtet, aber er bekam schlicht weniger Chancen, weil Littler die Legs so schnell zumachte. 16 Maxima warf Littler allein im Finale. Sechzehn. In einem einzigen Match. Der 3-Dart-Average – also der Punkteschnitt pro Aufnahme von drei Darts und der wichtigste Maßstab für die Scoring-Stärke eines Spielers – lag bei Littler über das gesamte Turnier hinweg auf einem Level, das historische Vergleiche provoziert.

Im ganzen Turnier verlor Littler in sieben Matches nur vier Sets. Er ist damit der vierte Spieler nach Phil Taylor, Adrian Lewis und Gary Anderson, dem eine PDC-WM-Titelverteidigung gelungen ist. Der erste seit Anderson 2016. Wer bei der WM 2025/26 auf Littler gesetzt hat, bekam wenig Rendite – die Quote war schon damals kurz. Aber die Sicherheit war enorm hoch. Dieses Muster dürfte sich fortsetzen.

Turniertrends und Überraschungen

128 Spieler aus 34 Nationen traten an, darunter 28 Debütanten – beides Rekordwerte. Das Feld war breiter und internationaler als bei jeder WM zuvor. Und diese Breite hat sich im Scoring niedergeschlagen: 1.127 Turnier-180er sprengten den bisherigen Rekord von 914 bei weitem. Dazu kamen 17 perfekte 170er-Checkouts über das gesamte Turnier – ebenfalls ein neuer Bestwert. Ein 180er, auch Maximum genannt, bedeutet drei Darts in die Triple-20, die höchstmögliche Punktzahl mit einer Aufnahme.

Littler holte sich mit 73 Maxima den Ballon d'Art, die Auszeichnung für die meisten 180er im gesamten Turnier. Aber er war nicht die einzige Geschichte dieses Turniers. Van Veen spielte sich mit 23 Jahren ins Finale, warf den höchsten Einzel-Average des Turniers mit 108,28 gegen Damon Heta-Soutar und landete drei 170er-Finishes. Seine Entwicklungskurve ist steil. Auf der anderen Seite des Tableaus sorgte Justin Hood als Debütant für Schlagzeilen, als er bis ins Viertelfinale vordrang – ein Resultat, das ohne das erweiterte 128er-Feld kaum vorstellbar gewesen wäre.

Was heißt das für Tipper? Das breitere Feld produziert mehr Überraschungen in den frühen Runden. Gleichzeitig hat sich bestätigt: Ab dem Viertelfinale setzt sich die Klasse durch.

Favoriten und Quoten zur Darts WM 2026/27

Die WM 2026/27 ist noch über acht Monate entfernt, und trotzdem stehen bereits Quoten. Das liegt daran, dass die Buchmacher anhand der laufenden Tour-Saison und der Weltranglistenpositionen ein relativ klares Bild haben – das sich bis Dezember natürlich noch verschieben kann. Die folgende Tabelle zeigt die aktuellen Outright-Quoten der Top-Spieler.

Spieler

Quote

Luke Littler

1,83

Luke Humphries

6,8

Gian van Veen

7,8

Josh Rock

15,5

Gerwyn Price

20

Michael van Gerwen

23

Gary Anderson

26

Danny Noppert

35

Stephen Bunting

43

Wessel Nijman

43

Nathan Aspinall

50

Jonny Clayton

50

Ryan Searle

50

Chris Dobey

65

Beau Greaves

65

Justin Hood

85

Alle Quoten: Betlabel, Stand: 27.03.2026

Luke Littler – warum die Quote bei 1,83 steht

Eine Quote von 1,83 auf einen Turniersieg ist im Darts ungewöhnlich niedrig. Normalerweise startet nicht einmal der klarste Favorit unter 2,50 in ein Major. Aber Littler ist eben kein normaler Fall. Die Weltranglisten-Nr. 1 hat bis März 2026 bereits 12 Major-Titel gesammelt – Platz 3 in der ewigen Bestenliste, mit 18 Jahren. Darunter die WM 2025, die WM 2026, das World Matchplay 2025, der World Grand Prix 2025, der Grand Slam 2025 und die Players Championship Finals 2025.

Was für die Quote spricht, ist offensichtlich: kein anderer Spieler kommt auch nur in die Nähe dieser Konstanz. Littler hat über ein komplettes Kalenderjahr dominiert und sein WM-Turnier mit Rekordwerten abgeschlossen. Was gegen die Quote spricht: Bei 1,83 muss man mehr als 50 Prozent der Fälle richtig liegen, um langfristig Gewinn zu machen. Im Darts reicht ein schlechter Abend am Doppelfeld für ein frühes Aus – und das 128er-Format bedeutet ein zusätzliches Match gegenüber dem alten 96er-Modus. Mehr Matches heißt mehr Gelegenheiten für einen Ausrutscher. Aber gut. Die Frage ist nicht, ob Littler der beste Spieler ist. Die Frage ist, ob 1,83 den Preis für diese Dominanz fair abbildet.

Die Herausforderer – Humphries, van Veen und Rock

Luke Humphries steht bei 6,8 – der WM-Champion von 2024 und Premier-League-Sieger ist auf dem Papier der logische Herausforderer. Sein Tournament Average bei der WM 2025/26 lag bei 100,08 zum Zeitpunkt des Viertelfinals. Konstant Weltklasse, keine Frage. Aber im direkten Duell mit Littler fehlte ihm zuletzt die Antwort auf dessen Scoring-Tempo. Humphries gewinnt über Geduld und sauberes Checkout-Spiel – gegen einen Gegner, der einfach schneller punktet, wird das zur Geduldsprobe ohne Happy End.

Gian van Veen bei 7,8 ist die vielleicht interessanteste Zeile in der Tabelle. Mit 23 Jahren stand er im WM-Finale, warf den höchsten Einzel-Average des Turniers und hat nun WM-Erfahrung auf dem höchsten Level. Wenn er in der laufenden Tour-Saison weiter Ergebnisse liefert, wird die 7,8 bis Dezember fallen. Wer früh einsteigt, bekommt mehr Rendite – allerdings auch das Risiko, dass ein Formtief dazwischenkommt.

Josh Rock bei 15,5 ist der dritte junge Spieler in den Top 4 der Quotenliste. Enorm talentiertes Scoring, explosiv in seinen besten Momenten, aber noch ohne den großen WM-Lauf, der aus Talent eine ernsthafte Titeloption macht.

Außenseiter mit Upset-Potenzial

Gerwyn Price bei einer Quote von 20 ist ehemaliger Weltmeister (2021) und in Form immer für ein tiefes Turnier gut – das Problem ist das „in Form". Seine Leistungen schwanken stärker als bei der Konkurrenz. Michael van Gerwen steht bei 23. Der dreifache Weltmeister hat seine dominante Phase hinter sich, aber in großen Turnieren ist er immer noch fähig, Levels zu erreichen, die für jeden Gegner gefährlich werden.

Gary Anderson bei 26 verdient einen genaueren Blick: Sein Tournament Average bei der WM 2025/26 lag bei 100,34. Mit über 50 Jahren wirft Anderson in großen Turnieren nach wie vor Averages, die jüngere Spieler nicht erreichen. Beau Greaves steht bei 65 und könnte die erste Frau werden, die sich über die reguläre Tour für die WM qualifiziert – allein das macht sie für Spezialwetten interessant. Justin Hood bei 85 hat mit seinem Viertelfinaleinzug als Debütant bei der WM 2025/26 gezeigt, dass die langen Quoten nicht automatisch unrealistisch sind.

Was Darts-WM-Wetten von regulären Tour-Wetten unterscheidet

Die PDC Darts WM ist nicht einfach ein weiteres Turnier auf dem Kalender. Wer seine Erfahrung von Players-Championship-Wetten eins zu eins auf die WM überträgt, übersieht entscheidende Unterschiede – und die fangen beim Spielformat an.

Die WM wird im Set-Modus gespielt. Ein Set besteht aus bis zu fünf Legs, wer zuerst drei gewinnt, holt den Set. Auf der Pro Tour – den Players Championships, den European Tour Events – läuft dagegen alles über das Leg-Format: Best of 11 in den Frührunden, Best of 15 im Finale. Der Unterschied klingt technisch, hat aber massive Konsequenzen. Im Set-Modus kann ein Spieler ein Leg verlieren, ohne dass es sofort ins Gewicht fällt. Comebacks sind wahrscheinlicher, Handicap-Wetten werden komplexer. Auf der Tour ist jedes verlorene Leg direkt ein Schritt Richtung Niederlage.

Dazu kommt die Matchlänge. Ein WM-Finale im Best-of-13-Sets-Format kann bis zu 65 Legs dauern. Ein Pro-Tour-Finale? Maximal 15. Längere Matches reduzieren die Varianz – die Klasse setzt sich eher durch, Upsets werden unwahrscheinlicher. Für Tipper heißt das: In den späteren WM-Runden sind Favoriten-Quoten „sicherer" als bei einem kurzen Pro-Tour-Match.

Dann ist da die Atmosphäre. Das Ally Pally mit rund 3.000 Zuschauern pro Session ist eine Ausnahmeumgebung. Und das ist nicht nur ein Gefühl – Greve et al. haben in einer Studie (Scientific Reports, 2023) über 26.724 Einzelleistungen von 442 Profis zwischen 2018 und 2021 ausgewertet. Ergebnis: Die Checkout-Quote sinkt unter realen Zuschauern um 3,6 Prozent gegenüber Spielen ohne Publikum. Der 3-Dart-Average fällt um 0,5 Punkte. Spieler wie Price haben sich in der Vergangenheit sichtbar vom Ally-Pally-Publikum beeinflussen lassen – bei einem stillen Pro-Tour-Event in Minworth oder Wigan spielt das keine Rolle.

Die Markttiefe ist ein weiterer Faktor. Die WM wird weltweit live übertragen – Sky Sports, DAZN, Sport1. Entsprechend tiefer sind die Wettmärkte: 180er-Wetten, Checkout-Märkte, 9-Darter-Specials und Turnierlangzeitwetten gibt es bei einem normalen Players Championship kaum. Und schließlich die Turnierdauer: Die WM läuft über dreieinhalb Wochen, inklusive Weihnachtspause. Müdigkeit, mentale Frische und die Fähigkeit, über Wochen fokussiert zu bleiben, spielen eine Rolle. Auf der Pro Tour dauert ein Turnier einen Tag.

Wettmärkte bei der Darts WM: 180er, Checkouts und mehr

Neben der klassischen Frage „Wer gewinnt?" dreht sich bei der Darts WM vieles um Märkte, die man so bei kaum einem anderen Sport findet. Diese Wetten basieren auf den Besonderheiten des Darts: dem Scoring, den Doppelfeldern und der Perfektion einzelner Legs. Wer nur auf den Sieger tippt, lässt einen großen Teil des Angebots links liegen.

180er-Wetten – wenn das Scoring zum eigenen Markt wird

Bei 180er-Wetten geht es um die Anzahl der Maxima in einem Match – entweder für einen einzelnen Spieler oder für beide zusammen. Die gängigsten Formate sind Head-to-Head (welcher Spieler wirft mehr 180er?) und Over/Under (liegt die Gesamtzahl über oder unter einem bestimmten Wert?).

Nicht jeder starke Spieler ist automatisch ein 180er-Garant. Es gibt Spieler, die mit hohem Average spielen, aber weniger auf die Triple-20 setzen – sie variieren ihre Aufnahmen, nutzen häufiger die 19 oder andere Felder. Und dann gibt es Spieler wie Littler, der bei der WM 2025/26 insgesamt 73 Turnier-180er warf, oder Gary Anderson, der bis zum Viertelfinale auf 40 kam. Bei einem Duell zwischen zwei solchen Scoring-Maschinen kann die Over-Linie zu tief angesetzt sein – beide liefern regelmäßig zweistellige 180er-Zahlen pro Match, und wenn das Match über viele Sets geht, multiplizieren sich die Gelegenheiten.

Was oft übersehen wird: Das Matchformat beeinflusst die 180er-Zahl direkt. Ein Erstrundenspiel über Best of 5 Sets hat schlicht weniger Legs als ein Halbfinale über Best of 11. Die Over-/Under-Linie muss also immer im Kontext der Runde gelesen werden.

Checkout-Märkte und Turnier-Spezialwetten

Checkout-Wetten drehen sich um die Frage: Wer erzielt das höchste Finish im Match? Ein Checkout ist die Punktzahl, mit der ein Spieler ein Leg beendet – wobei der letzte Dart immer ein Doppelfeld treffen muss. Das höchstmögliche Checkout liegt bei 170 Punkten, über die Kombination T20-T20-Bull. Bei der WM 2025/26 fielen 17 solcher 170er-Finishes – Rekord, wie so vieles in diesem Turnier. Van Veen allein steuerte drei davon bei (Stand: 03.01.2026).

Für Checkout-Wetten lohnt sich der Blick auf Spieler, die nicht nur gut scoren, sondern auch bei hohen Restpunktzahlen kaltblütig auschecken. Das ist eine eigene Fähigkeit, die nicht zwingend mit dem Average zusammenhängt.

Der 9-Darter-Markt ist eine Wette darauf, ob im gesamten Turnier ein perfektes Leg fällt: 501 Punkte in nur neun Darts, typischerweise über zwei 180er und ein 141-Checkout. Bei der WM 2025/26 lag die Prämie für einen 9-Darter bei jeweils £60.000 für den Spieler, einen ausgelosten Fan und einen Charity-Zweck. Daneben gibt es Turnierlangzeitwetten: Wer wirft die meisten 180er im gesamten Turnier? Welcher Spieler erzielt das höchste Checkout? Wie sieht die Finalpaarung aus? Märkte, die über Wochen laufen und bei denen sich Zwischenstände mitverfolgen lassen.

Welche Statistiken bei Darts-WM-Wetten den Unterschied machen

Drei Kennzahlen sollte jeder Darts-Tipper kennen, bevor er eine Wette platziert: den 3-Dart-Average, die Checkout-Quote und die 180er-Rate pro Leg. Alles andere baut darauf auf.

Der 3-Dart-Average ist der wichtigste Wert. Er zeigt, wie viele Punkte ein Spieler im Schnitt pro Aufnahme von drei Darts erzielt, und damit die allgemeine Spielstärke. Werte über 100 gelten als Weltklasse – bei der WM 2025/26 hatten zum Zeitpunkt des Viertelfinals vier Spieler einen Tournament Average über 100: Littler (103,69), van Veen (100,47), Anderson (100,34) und Humphries (100,08), alle auf Basis der PDC-Statistiken. Das klingt nach einem engen Feld an der Spitze, aber der Abstand zwischen Littler und dem Rest war in der Praxis größer, als die Zahlen vermuten lassen – weil Littler in entscheidenden Legs nochmal zugelegt hat.

Die Checkout-Quote zeigt, wie gut ein Spieler unter Druck auf Doppelfelder trifft. Im Finale der WM 2025/26 war genau das der entscheidende Faktor: Littler traf 46 Prozent seiner Doppel, van Veen kam auf 8 von 21. Der Average-Unterschied war groß, aber der Checkout-Unterschied war spielentscheidend. Ein Spieler mit 95er-Average und 50-Prozent-Checkout-Quote kann einen Spieler mit 100er-Average und 30-Prozent-Quote schlagen – weil er die Legs zumacht, wenn es drauf ankommt.

Die 180er-Rate pro Leg ist nicht nur für 180er-Wetten relevant. Sie ist ein Indikator für Scoring-Momentum: Wer viele Maxima wirft, setzt den Gegner unter Zugzwang. Daneben lohnt ein Blick auf den First-9-Average, also wie ein Spieler in ein Leg startet. Ein hoher F9 bedeutet, dass der Spieler schnell Vorlage schafft und das Leg dann am Doppelfeld entschieden wird.

Ein letzter Punkt, der gerne übersehen wird: Der Jahres-Average auf der Pro Tour ist nicht dasselbe wie der WM-Average. Manche Spieler performen im Alexandra Palace anders als bei Events in Minworth – die Atmosphäre, die längeren Matches und der Druck der großen Bühne spielen eine Rolle, wie der WM-vs-Tour-Abschnitt weiter oben zeigt.

Was das 128er-Format für Darts-WM-Wetten verändert

Seit der WM 2025/26 treten 128 statt vorher 96 Spieler an – und alle spielen ab der ersten Runde. Es gibt keine Freilose mehr für die Top-Seeds. Das hat Konsequenzen, die weit über eine größere Tabelle hinausgehen.

In der ersten Runde trifft ein gesetzter Top-Spieler direkt auf einen Qualifikanten oder Debütanten. Der Klassenunterschied ist in den meisten Fällen groß, aber „die meisten Fälle" sind eben nicht alle. Bei der WM 2025/26 gab es 28 Debütanten im Feld, ein Rekord, mit Spielern aus Ländern wie Kenia und Argentinien, die erstmals bei einer PDC-WM vertreten waren. Die meisten von ihnen schieden früh aus. Aber Justin Hood, ebenfalls Debütant, spielte sich bis ins Viertelfinale. Das zeigt: Das erweiterte Feld erhöht das Upset-Potenzial in den Frührunden messbar.

Für Tipper ergibt sich daraus ein zweischneidiges Bild. Einerseits bietet ein 128er-Feld mehr Matches und damit mehr Wettgelegenheiten – allein in Runde 1 finden 64 Matches statt. Andererseits steigt die Varianz im Turnierverlauf. Ein Favorit muss ein Match mehr gewinnen als im alten Format, um das Finale zu erreichen.

In Runde 1 sind Set-Handicaps bei klaren Favoriten-Matchups eine interessante Option. Wenn Littler gegen einen Debütanten antritt, geht es weniger um die Frage „Wer gewinnt?" – sondern darum, wie deutlich. Der Klassenunterschied schlägt sich in der Set-Differenz nieder. Ab Runde 3 und 4 wird das Feld enger, und hier verschiebt sich der Fokus: Die Checkout-Quote zählt dann mehr als der reine Average, weil die verbleibenden Spieler alle stark scoren und die Legs am Doppelfeld entschieden werden.

Der steigende Modus – Best of 5 Sets in Runde 1, Best of 7 ab Runde 3, bis hin zu Best of 13 im Finale – beeinflusst die Aussagekraft der Quoten direkt. Je kürzer das Match, desto größer die Wahrscheinlichkeit einer Überraschung. In einem Best-of-5-Match kann ein heißer Qualifikant drei Sets gewinnen, bevor der Favorit richtig ins Turnier gefunden hat. In einem Best-of-13-Finale ist das kaum möglich.

Termine und Ablauf der Darts WM 2026/27

Die PDC Darts WM 2026/27 findet vom 10. Dezember 2026 bis zum 3. Januar 2027 im Alexandra Palace in London statt. Das Turnier läuft über dreieinhalb Wochen mit einer Unterbrechung um Weihnachten – Sessions werden nachmittags und abends gespielt, mit der berüchtigten Pause vom 24. bis 26. Dezember.

Runde

Format

Zeitraum (ca.)

Runde 1

Best of 5 Sets

10.–19. Dez.

Runde 2

Best of 5 Sets

20.–23. Dez.

Runde 3

Best of 7 Sets

27.–28. Dez.

Achtelfinale

Best of 7 Sets

  1. Dez.

Viertelfinale

Best of 9 Sets

  1. Dez.

Halbfinale

Best of 11 Sets

  1. Jan.

Finale

Best of 13 Sets

  1. Jan.

Die Weihnachtspause ist kein Detail am Rande. Manche Spieler kommen nach drei Tagen ohne Wettkampf besser rein als andere – wer nach der Pause spielt, hat entweder frische Beine oder kalte Hände. Das ist ein Faktor, der sich in den Quoten selten widerspiegelt, aber im Ergebnis bemerkbar machen kann.

128 Spieler bedeuten in den ersten Turniertagen dichte Spielpläne: mehrere Sessions pro Tag, teilweise vier oder mehr Matches pro Session. Für Tipper heißt das: mehr parallele Wettgelegenheiten pro Abend als bei jeder anderen Phase des Darts-Kalenders. Ab dem Achtelfinale wird der Rhythmus ruhiger – ein Match pro Session, volle Konzentration auf die verbliebenen Spieler.

Beim Preisgeld bleibt alles beim Bekannten: £5.000.000 gesamt, davon £1.000.000 für den Sieger und £400.000 für den Finalisten. Der 9-Darter-Jackpot dürfte ebenfalls wieder bei £60.000 liegen, aufgeteilt auf Spieler, Fan und Charity.