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Österreich gegen Jordanien: Tipps und Quoten am 17.06.2026

Österreich - Jordanien - Tipps
WM 2026 Gruppenphase Gruppe J
Flagge Österreich
Österreich FIFA #22
Anpfiff 06:00 Uhr
VS
Anstoß 06:00 Uhr (MEZ)
Österreich gegen Jordanien
Flagge Jordanien
Jordanien FIFA #45
Datum
Mittwoch, 17. Juni 2026 · 06:00 Uhr
Austragungsort
Levi's Stadium, Santa Clara · USA

Wenn Österreich am ersten Spieltag der Gruppe J auf Jordanien trifft, stehen sich zwei Mannschaften gegenüber, die WM-Luft kaum gewohnt sind. Österreich spielt erstmals seit 1998 wieder bei einer Endrunde, Jordanien sogar zum ersten Mal überhaupt.

Die Rollen sind klar verteilt. Hier ein favorisierter Block aus erfahrenen Profis um David Alaba und Marko Arnautović, dort ein Außenseiter mit dem niedrigsten Kaderwert aller 48 WM-Teilnehmer. Die eigentliche Frage ist deshalb weniger, ob Österreich gewinnt, sondern wie klar der Favorit den ersten Schritt macht und wo für ihn die Stolpersteine liegen.

Wie stark ist Österreich unter Rangnick zum WM-Auftakt?

Der Favoritenstatus kommt nicht von ungefähr. In der FIFA-Weltrangliste steht Österreich nach der April-Ausgabe 2026 auf Rang 24, Jordanien auf Rang 63. 39 Plätze Abstand sind eine deutliche Ansage, auch wenn eine Rangliste alleine kein Spiel gewinnt. Auf nahezu jeder Position ist die ÖFB-Auswahl höher einzuschätzen, und sie stellt den mit Abstand wertvolleren Kader.

Unter Teamchef Ralf Rangnick spielt Österreich einen klar erkennbaren Stil: aggressives Anlaufen, frühe Balleroberung, schnelles Umschalten nach vorne. Das verlangt eine enorme Laufbereitschaft, und genau die hat die Mannschaft in der Qualifikation gezeigt.

Gegen einen tief stehenden Gegner wie Jordanien hat dieser Ansatz allerdings zwei Seiten. Läuft Österreich hoch an, fehlt dem Außenseiter der Raum für eigene Konter. Zieht sich Jordanien dagegen weit zurück, braucht Österreich Geduld und muss einen Abwehrblock knacken, der genau dafür gebaut ist.

Personell kann Rangnick diesmal fast aus dem Vollen schöpfen. Bei der EM 2024 fehlte Kapitän David Alaba verletzt, zur WM ist er wieder dabei.

Vorne führt Marko Arnautović die Liste der Torschützen an. Im Oktober 2025 löste er beim 10:0 gegen San Marino mit vier Treffern in einer Partie Toni Polster als besten Torschützen der Länderspielgeschichte ab. Die Substanz dahinter liefert die Bundesliga: 14 der 26 nominierten Spieler stehen bei deutschen Klubs unter Vertrag, von Marcel Sabitzer bis Konrad Laimer. Genau diese Breite fehlt dem Gegner.

Einen Haken hat die ganze Erfahrung trotzdem. Österreich ist zum achten Mal bei einer Endrunde dabei, aber erstmals wieder seit 1998, und das beste Ergebnis (Platz drei) liegt mit 1954 über sieben Jahrzehnte zurück. Für Alaba, Arnautović und alle anderen ist es deshalb das persönliche WM-Debüt, trotz vieler Länderspiele und mehrerer Auftritte bei Europameisterschaften. Wie sich eine ganze Mannschaft beim ersten WM-Spiel fühlt, lässt sich vorher schwer einschätzen.

Jordanien beim WM-Debüt 2026

Für Jordanien ist allein die Teilnahme ein historischer Moment. Das Land steht zum ersten Mal überhaupt bei einer WM-Endrunde, die geglückte Qualifikation löste in der Heimat tagelange Feiern aus. Sportlich ist die Lage nüchterner: Vor dem Turnier liegt Jordaniens Kaderwert bei rund 20 Millionen Euro, dem niedrigsten Wert aller 48 Teilnehmer. Kein anderes Team reist mit einem günstigeren Kader an.

Ganz ohne Argumente kommt die Mannschaft trotzdem nicht. 2024 stand Jordanien im Finale des Asien-Cups und unterlag dort Gastgeber Katar mit 1:3, der größte Erfolg der Verbandsgeschichte.

In der WM-Qualifikation wurde das Team Gruppenzweiter hinter Südkorea und verlor dabei nur das Auswärtsspiel gegen genau diesen Gegner. Das Ticket sicherte ein frühes 3:0 gegen Oman, bei dem Ali Olwan alle drei Tore erzielte. Mit neun Treffern war Olwan der beste Torschütze der jordanischen Qualifikation.

Sellamis kompakte Defensive

Den Stil prägt Trainer Jamal Sellami. Der 55-jährige Marokkaner übernahm 2024 und führte Jordanien Ende 2025 ins Finale des Arabien-Cups, das gegen Marokko mit 2:3 verloren ging. Das Finale beim Asien-Cup lief noch unter seinem Vorgänger; Sellami baute die Mannschaft danach um.

Sein Plan ist defensiv gedacht. Sellami lässt häufig mit einer Fünferkette verteidigen, also mit drei Innenverteidigern, und legt Wert auf enge Räume und schnelle Konter. Phasenweise lässt er sein Team auch höher anlaufen, um durch frühe Ballgewinne zu leichten Toren zu kommen. Gegen einen Favoriten wie Österreich dürfte aber die vorsichtige Variante überwiegen, mit vielen Spielern hinter dem Ball und der Hoffnung auf den einen schnellen Gegenstoß.

Mousa Tamari als einzige echte Waffe

Die Offensive hängt fast vollständig an einem Mann. Mousa Tamari, Rechtsaußen beim Ligue-1-Klub Stade Rennes, ist der erste jordanische Profi in einer der fünf großen europäischen Ligen und mit rund 10 Millionen Euro der mit Abstand teuerste Spieler im Kader. Findet Jordanien Räume für Konter, läuft fast jeder gefährliche Angriff über ihn.

Im Sturm kommt Ali Olwan dazu, der zuletzt allerdings einen Bänderriss im Knöchel auskurierte und erst kurz vor dem Turnier fit werden sollte. Verliert Tamari den Faden oder klebt ihm ein Gegenspieler am Fuß, fehlt Jordanien die individuelle Klasse, um eine Mannschaft dieser Güte ernsthaft unter Druck zu setzen.

Die Schlüsselduelle zwischen Österreich und Jordanien

Das Spiel läuft auf eine klare Konstellation hinaus: Österreich wird kommen, Jordanien wird verteidigen. Drei Fragen entscheiden, wie deutlich es am Ende wird.

Die erste ist Geduld. Jordanien dürfte mit einer Fünferkette tief stehen und die Räume eng machen, Österreich muss diesen Block erst knacken. Gelingt ein frühes Tor, öffnet sich die Partie fast von selbst. Bleibt es lange torlos, wächst der Druck auf den Favoriten, und ein tiefer Block steht mit jeder Minute sicherer.

Die größte Gefahr für Österreich heißt Mousa Tamari. Rückt die ÖFB-Auswahl weit auf, entstehen hinter der Abwehr Räume, und dort ist der Rechtsaußen am gefährlichsten. Ein präziser Konter über ihn kann reichen, um aus einem souveränen Auftritt ein nervöses Spiel zu machen. Österreichs Außenverteidiger brauchen also die Balance zwischen Offensivdrang und Absicherung.

Entscheidend ist am Ende die Chancenverwertung. Gegen einen so tiefen Gegner zählt jede Standardsituation, und mit Arnautović steht ein Vollstrecker bereit. Trifft Österreich seine ersten guten Gelegenheiten, ist die Sache früh erledigt. Verschießt das Team reihenweise, bleibt Jordanien im Spiel, ohne selbst viel investieren zu müssen.

Welche Tipps lohnen sich für Österreich gegen Jordanien?

Für den Sieg Österreichs spricht fast alles, was sich vor dem Anpfiff messen lässt. In der Weltrangliste liegen 39 Plätze zwischen beiden Teams, und im Kader ist der Unterschied noch größer: 14 der 26 österreichischen Spieler stehen bei deutschen Bundesliga-Klubs unter Vertrag, während Jordanien den günstigsten Kader aller 48 WM-Teilnehmer stellt. Diese Breite zählt gerade in der Schlussphase, wenn die Kräfte schwinden.

Dazu kommt die Form. Österreich gewann die Generalprobe gegen Tunesien selbst in Unterzahl, zog als Gruppensieger souverän durch die Qualifikation und schlug Ghana mit 5:1. Jordanien verlor seine jüngsten Tests gegen die Schweiz mit 1:4 und gegen Kolumbien mit 0:2, also gegen genau die Art Gegner, die ein WM-Teilnehmer schlagen können muss.

Entscheidend ist ein dritter Punkt: Jordanien fehlt das Mittel, um ein Spiel zu drehen. Die Offensive hängt fast vollständig an Mousa Tamari, und bekommt Österreich ihn in den Griff, bleibt von vorne wenig übrig.

Tipp 2: Unter 3,5 Tore

Meine zweite Empfehlung ist eine Under-Wette auf unter 3,5 Tore. Dieser Tipp folgt direkt aus Jordaniens Spielanlage. Trainer Sellami lässt mit einer Fünferkette verteidigen, hält die Räume eng und sucht sein Heil im Konter, statt selbst auf viele Tore zu drängen. Eine Mannschaft, die so auftritt, drückt die Gesamtzahl der Treffer von allein.

Die Situation verstärkt diesen Effekt. Für Jordanien ist es das erste WM-Spiel überhaupt, noch dazu gegen einen Favoriten, und einen solchen Auftakt geht ein Debütant selten offen an. Auf der anderen Seite hat Österreich seine Pflichtsiege zuletzt eher knapp geholt, etwa beim 1:0 gegen Südkorea und beim 1:0 gegen Tunesien. Das deutliche 5:1 gelang gegen ein offenes Ghana, nicht gegen einen tiefen Block, wie ihn Jordanien aufziehen wird. Gegen eine kompakte Defensive braucht selbst der Favorit Geduld, und solche Partien enden eher mit 1:0 oder 2:0 als mit einem halben Dutzend Toren.

Österreich oder Jordanien: Wie endet das WM-Auftaktspiel?

Alles deutet auf einen kontrollierten Pflichtsieg Österreichs hin. Ein 1:0 oder 2:0 ist das realistische Szenario. Österreich gibt den Ton an, Jordanien konzentriert sich auf die Defensive, und der Favorit setzt sich mit ein, zwei Toren Unterschied durch.

Für den eigenen Tipp heißt das zweierlei. Wer auf Nummer sicher gehen will, nimmt den Sieg Österreichs und akzeptiert die magere Quote, wer mehr Gegenwert sucht, koppelt ihn mit unter 3,5 Toren und wettet damit auf genau diesen kontrollierten Verlauf. Eine echte Wette gegen Österreich lässt sich bei diesen Kräfteverhältnissen kaum begründen. Trotzdem denke ich nicht, dass die offensive Qualität der Österreicher ausreicht, um hier ein Schützenfest zu veranstalten.

Österreich - Jordanien: Quoten, Statistik & Prognose

Quoten-Analyse

Siegchancen & Tor-Tendenz

Aus den Quoten von 15 Wettanbietern

Österreich 71,6 %
Unentschieden 18,1 %
Jordanien 10,3 %
Favorit Österreich
Über 2,5 Tore 57,2 %
Unter 2,5 Tore 42,8 %
Form & Statistik

Form im Vergleich

Letzte 5 Spiele

Flagge Österreich Österreich #22
Form
#45 Jordanien Flagge Jordanien
WWWDW
LLDDL
4-1-0
Bilanz (S-U-N)
0-2-3
10 : 2
Tore
5 : 11
2.6
Punkte/Spiel
0.4
3
Zu Null
0
20 %
Über 2,5 Tore
60 %
40 %
Beide treffen
60 %
Quoten-Überblick

Wettquoten zum Spiel

Ø aus 15 Wettanbietern

Spielausgang (1 · X · 2)
Österreich1.331.32-1.36
Unentschieden5.285.00-5.51
Jordanien9.288.75-9.95
Tore (Über / Unter 2,5)
Über 2,5 Tore1.671.65-1.71
Unter 2,5 Tore2.242.20-2.30
WM-Kontext

Die Teams im WM-Vergleich

Flagge Österreich
Österreich
vs
Jordanien WM-Debütant
Flagge Jordanien
#22
FIFA-Weltrangliste
#45
0
WM-Titel
0
7
WM-Teilnahmen
Debüt
Dritter 1954
Bestes WM-Ergebnis
Erste Teilnahme
Ralf Rangnick
Trainer
Hussein Ammouta
Aufstellungen

Voraussichtliche Startelf

Flagge Österreich Österreich 4-2-3-1
  1. 1 Alexander Schlager
  2. 5 Stefan Posch
  3. 15 Philipp Lienhart
  4. 8 David Alaba
  5. 20 Konrad Laimer
  6. 6 Nicolas Seiwald
  7. 4 Xaver Schlager
  8. 18 Romano Schmid
  9. 11 Michael Gregoritsch
  10. 9 Marcel Sabitzer
  11. 7 Marko Arnautovic
Flagge Jordanien Jordanien 3-4-3
  1. 1 Yazeed Abulaila
  2. 5 Yazan Alarab
  3. 3 Abdallah Nasib
  4. 17 Saleem Obaid
  5. 23 Ehsan Haddad
  6. 8 Noor Al-Rawabdeh
  7. 21 Nizar Al-Rashdan
  8. 20 Mohannad Abu Taha
  9. 10 Mousa Tamari
  10. 9 Ali Olwan
  11. 11 Odeh Fakhouri