Flagge von Curaçao
FIFA
#85
Gruppe E Nord-/Mittelamerika

Curaçao

Trainer: Dick Advocaat
WM-Sieg Quote
1001.00

Curaçao bei der WM 2026

Am 18. November 2025 saßen in Willemstad ein paar tausend Menschen vor ihren Fernsehern und sahen zu, wie ihr Land Geschichte schrieb. Curacao hatte sich für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 qualifiziert – als kleinste Nation, die jemals bei einer WM-Endrunde dabei war, nach Einwohnerzahl und Fläche. Rund 150.000 Menschen leben auf der Karibikinsel, weniger als in Heidelberg. Und trotzdem werden sie am 14. Juni 2026 um 19:00 Uhr MESZ in Houston gegen Deutschland den Anstoß erleben.

Dass sich rund um diese Teilnahme ein eigener Kosmos an Curacao WM Wetten 2026 entwickelt hat, liegt auf der Hand: Der Wettanbieter Weltbet listet nicht nur die drei Gruppenspiele, sondern auch Langzeitmärkte vom Gruppensieg bis zum Weltmeistertitel, dazu einen eigenen "Elimination Curacao"-Markt. Die Quoten bilden den sportlichen Abstand zu den Favoriten ziemlich brutal ab – und sie erzählen dabei eine eigene Geschichte über einen Kader, in dem kaum ein Spieler auf dem Land geboren wurde, für das er aufläuft.

Dieser Artikel nimmt Curacaos WM-Abenteuer in allen Teilen auseinander: die historische Dimension, den Qualifikationsweg, den späten Trainerwechsel von Dick Advocaat zu Fred Rutten, die Kaderstruktur mit niederländischem Schwerpunkt, die Gruppe E mit Deutschland, Ecuador und der Elfenbeinküste und vieles mehr.

Curacao bei der WM 2026: 150.000 Einwohner und ein Platz in der Fußball-Geschichte

Curacao ist keine klassische Nationalmannschaft, auch wenn die FIFA das Land als eigenständiges Mitglied führt. Die Karibikinsel gehört staatsrechtlich zum Königreich der Niederlande, ist aber seit 2010 ein autonomes Land mit eigener Regierung, eigener Flagge und eigener Fußballverbindung. Dieser Sonderstatus ist das, was die WM-Teilnahme überhaupt erst möglich macht – und was sie so ungewöhnlich erscheinen lässt.

Mit rund 150.000 Einwohnern ist Curacao die kleinste Nation, die sich jemals für eine FIFA-Weltmeisterschaft qualifiziert hat, sowohl nach Bevölkerung als auch nach Fläche. Zum Vergleich: Island hatte bei seiner WM-Premiere 2018 rund 340.000 Einwohner, Trinidad und Tobago 2006 knapp 1,3 Millionen. Alleine Deutschland bringt es auf das rund 550-fache der Curacao-Bevölkerung. Die Debatte, ob ein Mini-Staat bei der WM überhaupt konkurrenzfähig sein kann, hat deshalb schon vor dem ersten Anpfiff begonnen.

Historisch fällt Curacao noch in eine zweite, seltene Kategorie: Das Team ist das sechste nicht-souveräne Team in der Geschichte der WM-Endrunden. Vor ihm standen nur England, Wales, Schottland und Nordirland, die ihren Status als britische Landesteile seit Jahrzehnten eigenständig nutzen, und Niederländisch-Ostindien, das 1938 in Frankreich antrat und damals eine niederländische Kolonie war. Curacao ist damit das erste nicht-souveräne Team aus Amerika überhaupt.

Noch ein Detail, das im Trubel untergeht: Zum ersten Mal reisen zwei karibische Nationen gemeinsam zur WM – Curacao und Haiti. Für die Region ist das mindestens so groß wie die sportliche Sensation selbst.

Der Weg in die Final Round: Wie sich Curacao qualifiziert hat

Der 18. November 2025 war der Tag, an dem aus der Außenseiter-Erzählung ein echtes Turnierticket wurde. Curacao beendete die CONCACAF Final Round auf Platz eins der Gruppe B, mit zwölf Punkten aus sechs Spielen und einer Bilanz von drei Siegen, drei Unentschieden und keiner Niederlage. Für Beobachter aus Europa ist das auf den ersten Blick nur eine Zahlenreihe – in der CONCACAF-Region war es eine kleine Revolution.

Dick Advocaat führte das Team durch diese entscheidende Phase. Der 77-jährige Niederländer hatte Curacao 2024 übernommen und verpasste dem Programm eine klare defensive Ordnung, die im Tempo nicht aufregend war, aber solide genug, um gegen die zweite und dritte Reihe der CONCACAF-Nationen Punkte einzusammeln. Keine Niederlage in der entscheidenden Runde – das hatten selbst die optimistischeren Fans nicht auf dem Zettel.

Bemerkenswert ist dabei weniger das "Wie", sondern das "Wer". Curacao ist FIFA-Mitglied seit 2011, kurz nach der staatsrechtlichen Neuordnung der ehemaligen Niederländischen Antillen. Davor hatten Spieler von der Insel nur über den Umweg über Antillen-Vorgängerverbände eine internationale Bühne. Seit dem eigenen Verband waren Gold Cups und Qualifikationsrunden die Regel – nie aber ein WM-Ticket.

Am entscheidenden Abend reichte ein Remis im letzten Gruppenspiel. Curacao lieferte es ab und rutschte als Tabellenführer durch – weil im Direktvergleich und bei der Tordifferenz die Konkurrenz nicht nachsetzen konnte. Dass diese Qualifikation zeitgleich das Ende einer Ära einleitete, ahnte in dem Moment kaum jemand im Stadion.

Kader und Trainerwechsel: Fred Rutten übernimmt spät

Ende Februar 2026 trat Dick Advocaat aus privaten Gründen zurück. Die offizielle Mitteilung des Verbandes war kurz, die Situation für das Team umso heikler: Vier Monate vor dem Turnierstart stand Curacao plötzlich ohne Cheftrainer da. Der Nachfolger war schnell gefunden – Fred Rutten übernahm im Februar 2026, ebenfalls Niederländer, ebenfalls mit Eredivisie-Hintergrund.

Rutten bringt eine andere Handschrift mit als Advocaat. Als Trainer hat er PSV Eindhoven, Schalke 04, Feyenoord und weitere Stationen betreut, meistens mit einem Fokus auf Ballbesitzfußball aus einer 4-3-3-Grundordnung. Ob er diesen Stil in vier Monaten auf einen Kader überstülpen kann, der unter Advocaat vor allem defensiv organisiert spielte, ist die offene Frage dieses Turniers. Viele Beobachter rechnen damit, dass Rutten pragmatisch bleibt und eher eine Mischung aus 4-4-2 und 4-3-3 aufbaut, die sich im Spielverlauf ändern lässt. Der späte Wechsel kostet Zeit. Zeit, die ein Debütant ohnehin knapp hat.

Die Schlüsselspieler

Der Blick auf den Kader beginnt bei zwei Namen: Tahith Chong und Leandro Bacuna. Chong, Spielmacher und kreativer Kopf, spielt in der Championship für Sheffield United. Er hat eine Manchester-United-Jugendausbildung hinter sich und lief zunächst für niederländische Nachwuchs-Nationalteams auf, bevor er sich für Curacao entschied. Diese Entscheidung ist der eine Fall von zwei im ganzen Team, in dem ein Spieler auch tatsächlich auf Curacao geboren wurde – der andere ist der Flügelspieler Rayvien Rosario.

Leandro Bacuna ist der Kapitän und teilt sich den Status des Rekordspielers mit Torhüter Eloy Room. Bacuna spielt inzwischen in der türkischen Süper Lig, nachdem er in England für Reading, Cardiff City und Birmingham City aktiv war. Sein Bruder Juninho Bacuna sitzt im zentralen Mittelfeld, ebenfalls Profi in der Türkei. Die beiden Brüder bilden das Rückgrat der Achse.

Eloy Room hütet das Tor und hat den Rekord-Einsatz-Status in der Qualifikation. Er kam in jedem der zehn Qualifikationsspiele zum Einsatz – genauso wie Juninho Bacuna. Keine anderen Spieler im Kader können das von sich behaupten.

Die Eredivisie-Pipeline

Von 30 Spielern, die Curacao in der kompletten Qualifikationskampagne eingesetzt hat, wurden 28 in den Niederlanden geboren. Nur Chong und Rosario kamen auf Curacao selbst zur Welt. Das ist keine Panne, sondern das Resultat eines Systems: Im Königreich der Niederlande gibt es einen engen Austausch zwischen den niederländischen Jugendakademien und den Inseln, viele Familien haben Wurzeln auf beiden Seiten. FIFA-Regularien erlauben Spielern mit Curacao-Vorfahren den Wechsel, solange sie nicht in einem offiziellen Länderspiel für die Niederlande aufgelaufen sind.

Für Curacao ist das Glück und Fluch zugleich. Glück, weil das Talentreservoir dadurch schlagartig wächst. Fluch, weil die absoluten Topspieler – Jeremie Frimpong, Brian Brobbey, Jurrien Timber, Cody Gakpo mit antillanischen Wurzeln – für die Niederlande gebunden sind. Was bleibt, ist ein soliders Championship- und Eredivisie-Aufgebot, ergänzt durch einzelne Profis aus der Türkei und Belgien.

Die Kehrseite zeigt sich in Testspielen: Gegen physisch überlegene Teams fehlt die erste Reihe.

Die Gruppe E im Überblick: Deutschland, Ecuador, Elfenbeinküste, Curacao

Gruppe E ist auf dem Papier eine der machbaren Gruppen für Deutschland – und eine der schwierigsten für jeden anderen. Mit Deutschland als dreifachem Welt- und viertem Titelkandidat, einem defensivstarken Ecuador, einer erfahrenen Elfenbeinküste und Debütant Curacao ergibt sich ein klares Kräftegefälle. Die Weltbet-Quoten bilden das in Zahlen ab.

Deutschland geht mit der Quote 1.28 als klarer Gruppenfavorit ins Turnier – das entspricht einer impliziten Wahrscheinlichkeit von rund 78 Prozent, die Gruppe zu gewinnen. Ecuador folgt mit 4.95, die Elfenbeinküste mit 7.95, Curacao wird bei 100.00 geführt. Die 100 ist so etwas wie ein Markierungspfosten: unter normalen Umständen nicht zu knacken, aber eben auch nicht unmöglich, falls gleich mehrere Dinge sehr überraschend zusammenkommen.

Ecuadors Stärke liegt in der Defensive. In der südamerikanischen Qualifikation zählte die Mannschaft zu den Teams mit den wenigsten Gegentoren, wenig spektakulär, aber hart zu bespielen. Die Elfenbeinküste wiederum hat einen vollen Kader aus Spielern der Premier League, Ligue 1 und Bundesliga, darunter einige Gesichter, die regelmäßig in der Champions League auflaufen. Gegen diese beiden Mannschaften spielt Curacao nach aktueller Einordnung nicht um Punkte, sondern um eine respektable Leistung.

Team

FIFA-Rang

Weltbet-Quote Gruppensieg

Deutschland

10

1.28

Ecuador

23

4.95

Elfenbeinküste

34

7.95

Curacao

82

100.00

Alle Weltbet-Quoten Stand: 22.04.2026.

Der Gruppenzweite ist die realistische Zielmarke für alles außer Deutschland. Und genau dort wird die Musik spielen: Ob Ecuador oder die Elfenbeinküste den zweiten Platz holt, ist aus Sicht der Quotenmacher ein offenes Rennen, in dem Ecuador leicht die Nase vorne hat.

Der Spielplan für Curacao: Drei Partien zwischen dem 14. und 25. Juni

Drei Spiele, drei sehr unterschiedliche Tageszeiten. Der Spielplan der Gruppe E verteilt sich über elf Tage und verlangt Curacao unterschiedliche Rhythmen ab – einmal am frühen Nachmittag Ortszeit, einmal spätabends und einmal in europäischer Primetime mit entsprechenden Reisen dazwischen.

Das Auftaktspiel findet am 14. Juni 2026 um 19:00 Uhr MESZ im NRG Stadium in Houston statt. Gegner: Deutschland. Das Stadion hat ein schließbares Dach und ist klimatisiert, was in der texanischen Juni-Hitze kein Luxus, sondern Notwendigkeit ist – draußen kann es bis zu 35 Grad haben, drinnen bleibt es bei kontrollierten 22 bis 24 Grad. Für Curacao ist das ein Heimvorteil der anderen Art: Karibisches Klima zuhause, aber Klimaanlage bei Spiel eins. Trotzdem wird es für Curacao in diesem Spiel schwer, irgendeine Art von Gegenwehr gegen den Favoriten der Gruppe zu leisten.

Schon sieben Tage später wartet der nächste Prüfstein. Am 21. Juni 2026 trifft Curacao auf Ecuador, Anpfiff 02:00 Uhr MESZ – in Mitteleuropa eine klassische Nachtpartie, am Austragungsort mittags oder früher Abend, je nach Host-Stadt. Die Ortszeit macht den Unterschied: Die Spieler selbst spielen zu einer halbwegs vertrauten Uhrzeit, europäische Zuschauer dagegen brauchen entweder Durchhaltewillen oder die Aufzeichnung am Morgen.

Am 25. Juni 2026 schließt das letzte Gruppenspiel die Vorrunde ab. Curacao gegen die Elfenbeinküste, 22:00 Uhr MESZ. Eine Uhrzeit, die in Europa als Primetime-Slot gilt – entsprechend dürfte die Spielfläche gut beleuchtet und das Interesse an der Entscheidung in der Gruppe hoch sein, weil dieses Spiel gleichzeitig mit dem Parallelspiel Deutschland – Ecuador angepfiffen wird.

Datum

Spiel

Anstoß (MESZ)

14.06.2026

Deutschland – Curacao

19:00

21.06.2026

Curacao – Ecuador

02:00

25.06.2026

Curacao – Elfenbeinküste

22:00

Curacao WM Wetten 2026: Die Einzelspiel-Quoten bei Weltbet

Bei Weltbet hat jedes Gruppenspiel von Curacao einen 1X2-Markt, dazu Über/Unter-Tore in verschiedenen Abstufungen. Die Quoten erzählen die Erwartungshaltung der Buchmacher sehr deutlich – und sie zeigen, wie stark der Abstand zwischen Curacao und seinen drei Gegnern tatsächlich eingeschätzt wird.

Der Auftakt gegen Deutschland ist das klarste Beispiel. Weltbet führt Deutschland bei 1.02 als Sieger, das Remis bei 17.45, einen Curacao-Sieg bei 37.57. Die 1.02 übersetzt sich in eine implizite Wahrscheinlichkeit von rund 98 Prozent für einen Heimsieg – so hoch wie kaum jemals in einem WM-Gruppenspiel. Die 37.57 entspricht rund 2,7 Prozent, also ungefähr dem Szenario "Deutschland spielt mit halber Mannschaft und Curacao hat den Tag seines Lebens". Dazu zwei Tor-Märkte: Über 4.5 bei 2.04, Unter 4.5 bei 1.79. Weltbet kalkuliert also im Bereich von drei bis vier Toren – Deutschland führend, aber nicht im zweistelligen Torbereich.

Kurzfassung: Der Markt rechnet mit einem klaren, aber nicht zwangsläufig zweistelligen Kantersieg.

Für die Spiele gegen Ecuador und die Elfenbeinküste sind die Einzelspiel-Quoten zurzeit noch nicht verfügbar. Eine Sache, die bei solchen Außenseiter-Quoten gerne übersehen wird: Die Marge im Wettschein liegt bei Match-Wetten mit solchen Extremen oft höher als bei ausgeglichenen Spielen. Wer die impliziten Wahrscheinlichkeiten der drei Ergebnisse addiert, liegt deutlich über 100 Prozent. Das ist das Geschäftsmodell – und es ist bei jedem Wettanbieter ähnlich, nicht nur bei Weltbet.

Langzeitwetten auf Curacao: Weltmeister, Ausscheiden und die WM-Märkte 2026

Neben den Einzelspielen bietet Weltbet ein Langzeit-Paket speziell für Curacao. Der interessanteste Markt ist "Elimination Curacao" – hier wird gewettet, in welcher Turnierphase das Team ausscheidet. Das ist eine Markt-Kategorie, die nicht jeder Buchmacher führt, und sie zeigt die enorme Spannweite zwischen dem erwartbaren und dem theoretisch möglichen Curacao-Abschneiden.

In der Gruppenphase auszuscheiden, wird bei Weltbet mit 1.05 geführt. Das entspricht einer impliziten Wahrscheinlichkeit von rund 95 Prozent – aus Sicht des Buchmachers ist das Aus in Runde eins das klare Szenario. Schon die Quote 7.65 für ein Ausscheiden im Round of 32 wirkt wie der erste "Achtungsfall": Curacao müsste die Gruppe überstehen, was bei 95 Prozent erwartetem Vorrunden-Aus statistisch selten ist. Ab dem Viertelfinale geht es in die dreistelligen Quoten, ab dem Halbfinale in die 200er-Region. Für den Titel wird Curacao bei 2000.00 gelistet – die höchste Quote aller 48 Teilnehmer.

Ein Wort zu dieser 2000.00: Das ist nicht "unmöglich" im mathematischen Sinn, sondern die untere Schwelle des Wett-Systems. Buchmacher setzen bei solchen Extremfällen oft eine Deckel-Quote, damit Haftungssummen kontrolliert bleiben. Die eigentliche rechnerische Wahrscheinlichkeit eines Curacao-Titels liegt wahrscheinlich noch tiefer.

Stage des Ausscheidens

Weltbet-Quote

Group Stage

1.05

Round of 32

7.65

Round of 16

32.00

Quarter Final

105.00

Semi Final

210.00

Runner-up

1000.00

Winner

2000.00

Alle Quoten: Weltbet, Stand 22.04.2026.

Daneben gibt es den Markt "To Qualify From Group E – Curacao" mit zwei Ergebnissen: No zu 1.08, Yes zu 7.95. Wer sich wundert, dass die Yes-Quote für Curacao gleichauf liegt mit der Quote, zu der man die Elfenbeinküste als Gruppensieger bekommt (ebenfalls 7.95 – siehe Gruppenübersicht weiter oben) – das ist kein Zufall. Beide Szenarien werden vom Markt grob gleich wahrscheinlich eingestuft. Das zeigt auch den Qualitätsunterschied innerhalb der Gruppe. Abseits von dem klaren Favoriten in Deutschland warten mit Ecuador und der Elfenbeinküste zwei Gegner auf Curacao, die sehr schwer zu bespielen sind. Daher ist ein Einzug in die K.O.-Phase für Curacao sehr unwahrscheinlich.

Testspiele und Formcheck: Wo Curacao im April 2026 steht

Am 31. März 2026 spielte Curacao in Melbourne gegen Australien im Rahmen der FIFA Series. Endergebnis: Australien 5, Curacao 1. Kein Ergebnis, das Euphorie auslöst – aber eines, das realistische Fragen aufwirft, wenn man das Team für die WM einordnen will.

Das Spiel zeigte zwei Dinge sehr deutlich. Erstens: Die Defensive unter dem neuen Trainer Fred Rutten ist noch nicht stabil. Vier der fünf Australien-Tore fielen nach einfachen Fehlpässen im Spielaufbau oder bei Standardsituationen – Muster, die sich in nur wenigen Trainingseinheiten nicht korrigieren lassen. Zweitens: Nach vorne gibt es Momente. Der Anschlusstreffer fiel nach einem sauberen Zuspiel von Chong, der im Mittelfeld immer wieder Akzente setzte, auch wenn das Gesamtbild dem Aussagekraft nahm.

Der Rutten-Übergang wird in den nächsten Wochen darüber entscheiden, ob dieses 1:5 ein Ausrutscher bleibt oder ein Vorzeichen.

Weitere Friendlies vor der WM sind angesetzt – die konkrete Gegner-Liste und die Termine zwischen April und Juni 2026 sollten direkt vor Veröffentlichung über die FIFA-Match-Datenbank und die offizielle Verbandsseite geprüft werden. Besonders interessant werden Spiele gegen Teams, die taktisch an die Gruppengegner in der WM erinnern: Mannschaften mit ähnlichem Tempo wie Ecuador, oder afrikanische Teams mit dem körperlichen Profil einer Elfenbeinküste.

Ein Testspiel-Ergebnis sagt für sich allein wenig über ein WM-Abschneiden – vor allem nicht, wenn die Trainerübernahme erst Wochen zurückliegt. Aber in Verbindung mit dem Kader-Bild und den Quoten zeichnet sich ein Muster ab: Curacao wird mit einer tief stehenden Defensive ins Turnier gehen und auf Umschaltmomente setzen. Alles andere wäre sportlich zu riskant.

Fazit und Prognose

Curacao reist nach Nordamerika mit einer klaren Geschichte, aber ohne sportliche Illusionen. Ein Land mit 150.000 Einwohnern, ein Kader, der zu 93 Prozent in den Niederlanden geboren ist, ein Trainer, der erst seit Februar 2026 im Amt sitzt, und ein 1:5 im letzten Testspiel gegen Australien. Die Rahmenbedingungen sind das, was sie sind – und die Quoten spiegeln sie mit 100.00 auf den Gruppensieg und 2000.00 auf den Titel fast ehrlich wider.

Meine Einschätzung zum Auftaktspiel: Du wirst am 14. Juni 2026 einen deutlichen deutschen Sieg sehen, realistisch im Bereich 3:0 bis 4:1. Curacao wird tief stehen, Räume zustellen und auf lange Bälle in Richtung Chong setzen. Ob Fred Rutten in vier Monaten die Standardsituationen-Schwäche aus dem Australien-Spiel weg trainiert bekommt, entscheidet, ob es ein respektables 0:3 wird oder ein 0:6.

Gegen Ecuador am 21. Juni ist das erste realistische Punktefenster. Ecuador ist defensivstark, aber offensiv limitiert – wenn Curacao überhaupt in einem dieser drei Spiele punktet, dann hier. Ein 0:0 oder 1:1 ist nicht auszuschließen, auch wenn es aus Sicht des Quotenmarktes nicht das wahrscheinlichste Ergebnis ist. Gegen die Elfenbeinküste am 25. Juni wird es wieder physisch und körperlich – und gegen die Premier-League-Profile der Afrikaner fehlt Curacao die erste Reihe.

Meine Turnier-Prognose für dich: Null bis ein Punkt nach drei Spielen, Gruppenletzter, zwischen zwei und sechs eigenen Toren, zwischen sieben und zehn Gegentoren. Das entspricht ungefähr der Island-Panama-Spanne von 2018. Wenn Rutten seine Defensivordnung stabilisiert und Chong einen guten Tag erwischt, ist ein Punkt gegen Ecuador möglich, wenn auch nicht das wahrscheinlichste Szenario. Wenn nicht, wird es der klassische Debütanten-Verlauf mit drei Niederlagen und einem lernreichen Turnier für alle Beteiligten.

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WM-Teilnahmen
🏆
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WM-Titel
📊
#85
FIFA Ranking
🎯
E
Gruppe

Rekordhalter

Die erfolgreichsten Nationalspieler aller Zeiten

🏅 Rekordspieler

1
J. Bacuna
74
2
L. Bacuna
57
3
E. Room
56
4
C. Martina
55
5
J. Gaari
52

Rekordtorschützen

1
R. Janga
19
2
J. Bacuna
16
3
L. Bacuna
12
4
E. Hooi
10
5
G. Kastaneer
9

🎯 Vorlagenkönige

1
J. Bacuna
8
2
J. Margaritha
6
3
K. Gorré
5
4
L. Bacuna
4
5
J. Brenet
4

WM 2026 Spiele

Alle 3 Partien von Curaçao

1. Spieltag Gruppe E
Deutschland Deutschland
vs
Curaçao Curaçao
2. Spieltag Gruppe E
Ecuador Ecuador
vs
Curaçao Curaçao
3. Spieltag Gruppe E
Curaçao Curaçao
vs
Elfenbeinküste Elfenbeinküste

Kader

47 Spieler · Komplette Länderspiel-Karriere

🧤

Torwart

(5)
# Spieler Alter 🏅 Par. 90'
1
E. Room
36 56 46 56
23
T. Doornbusch
26 6 7 6
22
T. Bodak
23 4 0 4
22
L. Merencia
20 0 0 -
23
N. Fancito
21 0 0 -
🏅 = Länderspiele · Par. = Paraden · 90' = volle Spiele
🛡️

Verteidiger

(15)
# Spieler Alter 🏅 90'
4
C. Martina
36 55 1 52
3
J. Gaari
32 52 1 47
4
R. van Eijma
27 22 1 20
5
S. Floranus
27 22 0 22
18
J. Carolina
27 15 1 10
12
N. Markelo
26 11 0 9
21
J. Ogenia
26 8 0 7
15
A. Martha
Netherlands
22 7 1 3
18
A. Obispo
Netherlands
26 4 0 4
17
T. Noslin
Netherlands
23 3 1 1
20
R. Bazoer
Netherlands
29 2 0 2
19
Tyrique Mercera
22 1 0 0
-
D. Timber
25 1 0 1
13
Deveron Fonville
Netherlands
22 0 0 -
13
J. Candelaria
Netherlands
21 0 0 -
🏅 = Länderspiele · ⚽ = Tore · 90' = volle Spiele

Mittelfeld

(15)
# Spieler Alter 🏅 90'
7
J. Bacuna
28 74 16 63
10
L. Bacuna
34 57 12 55
8
L. Comenencia
Netherlands
21 47 2 40
17
B. Kuwas
33 32 2 22
15
S. Carmelia
36 25 2 16
20
J. Brenet
Netherlands
31 24 1 15
8
G. Roemeratoe
26 21 1 11
2
K. Felida
26 17 1 8
6
V. Anita
36 17 0 15
-
R. Bonevacia
34 17 1 8
2
S. Sambo
Netherlands
24 6 0 6
14
T. Chong
Netherlands
26 2 2 1
19
J. Paulina
Netherlands
21 2 2 1
-
N. Holder
22 2 0 0
-
J. Vicario
26 1 0 0
🏅 = Länderspiele · ⚽ = Tore · 90' = volle Spiele

Sturm

(12)
# Spieler Alter 🏅 90'
11
J. Antonisse
23 43 2 16
9
R. Janga
33 37 19 30
14
K. Gorré
31 35 6 27
-
E. Hooi
34 34 10 24
19
G. Kastaneer
29 21 9 10
16
J. Margaritha
25 19 5 16
13
J. Zimmerman
24 12 1 2
18
J. Locadia
32 12 1 9
11
X. Severina
24 5 1 2
12
S. Hansen
Netherlands
23 3 1 2
13
R. Rosario
21 2 0 1
-
S. Kastaneer
22 0 0 -
🏅 = Länderspiele · ⚽ = Tore · 90' = volle Spiele
836
Länderspiele
103
Tore gesamt
39
Assists gesamt
20
Ø Länderspiele
🎰

Auf Curaçao wetten

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