Norwegen
Norwegen im Überblick
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Norwegen trifft als Nächstes auf England.
Norwegen vs. England
Sa., 11. Juli 2026 · 23:00 Uhr
Aus der Vorrundengruppe I
Norwegen im Kontext der Vorrunde
Kader
26 Spieler · Saisonbezogener Kaderstand
Torwart
(3)| # | Spieler | Alter | Status |
|---|---|---|---|
| 1 | Ørjan Nyland | 35 | Kader |
| 12 | Sander Tangvik | 23 | Kader |
| 13 | Egil Selvik | 28 | Kader |
Verteidiger
(8)| # | Spieler | Alter | Status |
|---|---|---|---|
| 3 | Kristoffer Ajer | 28 | Kader |
| 4 | Leo Østigård | 26 | Kader |
| 5 | David Møller Wolfe | 24 | Kader |
| 15 | Fredrik Bjørkan | 27 | Kader |
| 16 | Marcus Pedersen | 25 | Kader |
| 17 | Torbjørn Heggem | 27 | Kader |
| 24 | Sondre Langås | 25 | Kader |
| 25 | Henrik Falchener | 23 | Kader |
Mittelfeld
(10)| # | Spieler | Alter | Status |
|---|---|---|---|
| 22 | Oscar Bobb | 22 | Kader |
| 2 | Morten Thorsby | 30 | Kader |
| 6 | Patrick Berg | 28 | Kader |
| 8 | Sander Berge | 28 | Kader |
| 10 | Martin Ødegaard | 27 | Kader |
| 14 | Fredrik Aursnes | 30 | Kader |
| 18 | Kristian Thorstvedt | 27 | Kader |
| 19 | Thelo Aasgaard | 24 | Kader |
| 21 | Andreas Schjelderup | 22 | Kader |
| 23 | Jens Petter Hauge | 26 | Kader |
Sturm
(5)| # | Spieler | Alter | Status |
|---|---|---|---|
| 7 | Alexander Sørloth | 30 | Kader |
| 9 | Erling Haaland | 25 | Kader |
| 11 | Jørgen Strand Larsen | 26 | Kader |
| 20 | Antonio Nusa | 21 | Kader |
| 26 | Julian Ryerson | 28 | Kader |
Rekordhalter
Rekorde aus bisherigen Länderspielen
Rekordspieler
Rekordtorschützen
Vorlagengeber
Norwegen bei der WM 2026
Acht Spiele, acht Siege, 37:5 Tore: So souverän wie Norwegen hat sich kaum ein Team für die WM 2026 qualifiziert. Für ein Land, das seit 1998 auf eine WM-Endrunde gewartet hat, ist das ein Statement – nur wird es in Gruppe I sofort auf die Probe gestellt. Die Gegner heißen Frankreich, Senegal und Irak. Durch ist Norwegen damit nicht automatisch.
Wer auf Norwegen setzen will, trennt am besten zwei Fragen: Kommt das Team weiter, und wie weit kann es kommen? Die Quoten von Betlabel (Stand: 08.06.2026) geben darauf eine recht klare Antwort – beim Weiterkommen zuversichtlich, beim Gruppensieg zurückhaltend. Lohnender als die nackte Quote ist der Blick auf die bereinigten Wahrscheinlichkeiten dahinter und darauf, was Kader, Form und Gegner dazu sagen.
Was die Quoten Norwegen in Gruppe I zutrauen
Beim Weiterkommen sind sich die Wettanbieter ziemlich sicher. Betlabel führt Norwegen mit einer Quote von 1,17 für den Sprung in die K.o.-Runde, das sind bereinigt rund 81 Prozent. Diese Zahl bündelt zwei Wege: den direkten unter die ersten beiden und den Umweg über die Plätze der besten Gruppendritten. Genau hier lohnt sich der zweite Blick, denn die direkte Platzierung unter den ersten beiden steht nur bei 65,6 Prozent (Quote 1,45). Die Lücke von gut 15 Punkten zwischen beiden Zahlen ist kein Widerspruch, sondern das Sicherheitsnetz des aufgestockten Formats: Bei 48 Teams ziehen pro Gruppe die ersten zwei plus die acht besten Dritten ins Sechzehntelfinale ein. Norwegen darf also Dritter werden und trotzdem weiterkommen – ein Polster, das es bei früheren WM-Endrunden nicht gab.
Beim Gruppensieg kippt das Bild. 18,8 Prozent (Quote 5,0) sind eine klare Außenseiterrolle, und der Grund steht im selben Quartett: Frankreich ist mit großem Abstand Favorit auf Platz eins.
Wie viele Punkte am Ende realistisch sind, lässt sich an der wahrscheinlichsten Punktzahl ablesen. Betlabel sieht sechs Punkte vorne (25,7 Prozent) – die klassische Rechnung aus zwei Siegen gegen Irak und Senegal und einer Niederlage gegen Frankreich. Sicher ist diese Linie nicht, dazu ist das Spiel gegen Senegal zu offen. Sie zeigt aber, worauf eine Wette auf Norwegen im Kern hinausläuft: nicht auf den Gruppensieg, sondern auf Platz zwei und das Weiterkommen.
Platzierung | Wahrscheinlichkeit (bereinigt) |
|---|---|
Platz 1 | 18,8 Prozent |
Platz 2 | 43,6 Prozent |
Platz 3 | 28,7 Prozent |
Platz 4 | 7,6 Prozent |
Alle Quoten: Betlabel, Stand: 08.06.2026.
Acht Siege in acht Spielen: So kam Norwegen zur WM 2026
Die Qualifikation lief für Norwegen makellos. Acht Partien, acht Siege, am Ende 37:5 Tore – im Schnitt fielen also mehr als vier eigene Treffer pro Spiel. Norwegen gewann die UEFA-Gruppe I souverän und löste das WM-Ticket direkt, ohne den Umweg über die Playoffs im März. Für ein Land, dessen letzte WM-Teilnahme aus dem Jahr 1998 stammt und das erst zum vierten Mal überhaupt bei einer Endrunde steht, war es die erste perfekte WM-Qualifikation der eigenen Geschichte.
Der sportlich schwerste Brocken in der Gruppe war Italien – und auch dieses Duell entschied Norwegen für sich, in beiden Spielen. Bei acht Siegen aus acht Partien bleibt nichts anderes übrig: Jeder Gegner wurde zweimal geschlagen, der viermalige Weltmeister inklusive. Italien musste am Ende in die Playoffs, Norwegen fuhr direkt zur Endrunde.
Ganz ohne Fußnote bleibt die Bilanz aber nicht. Außer Italien bestand die Gruppe aus Israel, Estland und Moldau – Gegner, gegen die ein Team mit Haaland und Ødegaard schlicht gewinnen muss. Die 37 Tore sind viel, fielen aber zu einem guten Teil gegen Defensivreihen, die mit einer WM-Abwehr wenig gemein haben. Das schmälert die Quali nicht, ordnet sie aber ein: Eine perfekte Serie gegen mittelschwere Gegner ist kein Beweis, dass es gegen Frankreich ähnlich läuft. Genau hier passen die hohe Quote fürs Weiterkommen und die magere für den Gruppensieg zusammen.
Welche Spieler tragen Norwegens Offensive – und wo hakt es?
Norwegens Stärke hat einen Namen, und der steht bei Manchester City unter Vertrag. Erling Haaland ist mit 55 Toren aus 50 Länderspielen (Stand: 10.06.2026) der Rekordtorschütze des Landes und trifft auch im Nationaltrikot im Schnitt mehr als einmal pro Spiel. Für die WM schlägt sich das in einer konkreten Wette nieder: Bei Betlabel ist Haaland mit Quote 1,45 Favorit auf den Topscorer der Gruppe, was über das gesamte Kandidatenfeld auf rund 28 Prozent hinausläuft. Sein schärfster Rivale um diese Wette sitzt im gegnerischen Lager – Kylian Mbappé liegt nur knapp dahinter.
Hinter Haaland geht es prominent weiter. Kapitän Martin Ødegaard organisiert bei Arsenal das Spiel und tut das auch für Norwegen, Alexander Sørloth (Atlético Madrid) ist der zweite Strafraumstürmer, und mit Antonio Nusa (RB Leipzig) steht ein Tempodribbler bereit, der erst Anfang zwanzig ist. Diese Offensive ist der Grund, warum Norwegen überhaupt als Anwärter auf Platz zwei gehandelt wird.
Die andere Hälfte der Mannschaft erzählt eine nüchternere Geschichte. Im Tor steht mit Ørjan Nyland ein solider, aber kein überragender Schlussmann, und auch die Abwehr rekrutiert sich eher aus dem gehobenen Mittelfeld der europäischen Ligen als aus deren Spitze. Gegen Israel oder Moldau fiel das nicht ins Gewicht. Gegen die Offensive Frankreichs ist es genau die Stelle, an der eine Wette auf Norwegen ihr Risiko trägt. Wer auf das Weiterkommen setzt, setzt im Kern darauf, dass vorne mehr Tore fallen als hinten – nicht auf eine Mannschaft, die ein 0:0 verwaltet.
Wie stark sind Norwegens Gegner in Gruppe I?
Drei Gegner, drei verschiedene Aufgaben. Frankreich steht in der FIFA-Rangliste auf Platz drei, war 2018 Weltmeister und 2022 Finalist – gegen dieses Team ist Norwegen Außenseiter, und daran ändern auch Haalands Tore wenig. In 16 bisherigen Duellen hat Norwegen nur viermal gewonnen, das letzte Aufeinandertreffen 2014 ging mit 0:4 verloren. Im abschließenden Gruppenspiel gegen Frankreich dürfte es für Norwegen daher weniger um den Sieg gehen als darum, eine bis dahin vielleicht schon erreichte Platzierung abzusichern.
Der eigentliche Gradmesser heißt Senegal. Die Westafrikaner sind in der Weltrangliste 19. und damit der direkte Konkurrent um Platz zwei. Betlabel sieht Norwegen in diesem Zweikampf knapp vorne: Mit 61,3 Prozent landet das Team in der Tabelle über Senegal. Knapp ist hier das Stichwort – die Partie der beiden, angesetzt als Norwegens zweites Gruppenspiel, entscheidet über die direkte Qualifikation. Getroffen sind die beiden bisher erst einmal: 2006, ein Testspiel, 2:1 für Senegal. Eine Bilanz, aus der sich wenig ableiten lässt.
Bleibt Irak. Der zweimalige WM-Teilnehmer – die erste Endrunde seit 1986 – ist mit Rang 58 das schwächste Team der Gruppe und für Norwegen ein Pflichtsieg. Begegnet sind sich beide noch nie. Mehr gibt es vor dem Anpfiff zu diesem Duell nicht zu sagen, außer dass sich Norwegen einen Ausrutscher hier kaum leisten kann.
Wie weit kann Norwegen bei der WM 2026 kommen?
Kommt Norwegen aus der Gruppe, beginnt die K.o.-Phase im neuen Format mit dem Sechzehntelfinale – der Runde der letzten 32, die es bei 48 Teilnehmern erstmals gibt. Von dort wären es bis zum Titel fünf K.o.-Siege in Serie, ein Maßstab, der die Erwartungen von allein zurechtrückt. Der Gruppensieger zieht das vermeintlich leichtere Los und trifft auf einen Gruppendritten, der Zweite bekommt den Zweiten der Gruppe E – einen Gegner ungefähr auf Augenhöhe. Da Norwegen eher als Zweiter durchkommt, ist der zweite Fall der wahrscheinlichere, und ein Selbstläufer ist er nicht.
Ein Blick in die eigene Geschichte ordnet die Erwartung. Norwegens bestes WM-Ergebnis ist das Achtelfinale, erreicht 1938 und 1998 – mehr war nie drin. Im Format von 2026 hieße das: Norwegen müsste erst das Sechzehntelfinale überstehen, um überhaupt wieder im Achtelfinale zu stehen und die eigene Bestmarke einzustellen. Ein realistisches Ziel, aber kein geschenktes.
Was über das Achtelfinale hinausgeht, gehört in die Kategorie Überraschung. Für tiefe K.o.-Runden gibt es bei den Wettanbietern keine kurzen Quoten auf Norwegen, und das aus gutem Grund: Die Mannschaft hat die Offensive für ein, zwei Coups, aber nicht die Breite und die Stabilität in der Defensive, um ein ganzes Turnier zu tragen. Wer auf Norwegen wettet, wird beim Weiterkommen fündig und vielleicht im ersten K.o.-Spiel – nicht beim Titel.
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